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Coronavirus Corona in Dresden und Sachsen – Die wichtigsten Infos im Überblick
Thema Specials Coronavirus

Corona in Dresden – Die wichtigsten Infos im Überblick 25.06.2020

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10:22 25.06.2020
Katja Meier (Bündnis90/Die Grünen, l-r), Justizministerin von Sachsen, Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen, und Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen mit Mund-Nasenschutz. Quelle: dpa/Robert Michael
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Dresden

Täglich berichten die DNN über die aktuellen Fallzahlen und darüber, wie die Menschen in Dresden mit Quarantäne, abgesagten Veranstaltungen und anderen Folgen der Pandemie leben. Die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst:

Aktuelle Zahlen

• In Dresden sind derzeit drei Personen an Covid-19 erkrankt. Nach elf Tagen ohne Neuinfektion gab die Stadt am Dienstag zwei neue Fälle bekannt. Beide Personen waren schwerer betroffen und liegen bzw. lagen im Krankenhaus – einer der beiden ist am Mittwoch bereits entlassen worden. Am Mittwoch gab es keine neuen Fälle. Insgesamt haben sich 627 Dresdner angesteckt, 614 gelten derzeit als genesen.

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• Die Zahl der Betroffenen mit einem schweren Krankheitsverlauf, die im Krankenhaus behandelt werden müssen oder mussten, liegt nun bei 77. Aktuell befinden sich noch ein Erkrankter in der Klinik.

Die Zahl der Todesopfer in Dresden liegt seit 25. Mai bei zehn. Zuvor war zuletzt am 7. Mai eine Person aus Dresden an den Folgen einer Infektion verstorben. Im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind zwei Todesfälle bekannt, in Meißen 20.

• Laut Sozialministerium sind bisher in ganz Sachsen 220 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert, 5429 Menschen in Sachsen haben sich mit dem Virus infiziert. Auch sachsenweit fallen die Neuinfektionen recht gering aus – abgesehen von Mittelsachsen. Ausgehend von einer Infektion an einem Augustusburger Gymnasium gibt es nun auch betroffene Schüler in Penig und Flöha sowie in Leipzig.

Zahlen im Überblick: Das ist die aktuelle Zahl der Infizierten

Welche Änderungen kommen am 30. Juni?

Sachsen hat am 23. Juni die neue Coronaschutzverordnung beschlossen, die am 30. Juni in Kraft treten soll. Entgegen vorheriger Überlegungen bleibt die Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkauf erhalten. Auch die Abstandsregel hat Bestand, ebenso das Gebot, sich nur mit maximal zehn Personen oder zwei Hausständen in der Öffentlichkeit zu treffen.

• Familienfeiern dürfen bis 100 Personen stattfinden (derzeit 50). Zudem werden Musikclubs (ohne Tanz) wieder zugelassen, wenn sie ein genehmigtes Hygienekonzept haben.

• Geschlossen bleiben Bordelle (auch hier gab es zunächst Überlegungen zur Freigabe). Großveranstaltungen mit über 1000 Personen bleiben untersagt.

In Sachsens Kindertagesstätten soll ab 29. Juni wieder der Regelbetrieb gelten (individuelle Übergangsregelungen sind möglich) – übliche Öffnungszeiten eingeschlossen. Das entlastet viele Familien. Beim Bringen und Abholen der Kinder muss weiter Mundschutz getragen werden. An den Grundschulen und in den Horten bleibt es beim Konzept der festen Gruppen. Zu Beginn der Sommerferien können dann auch die Horte zum Regelbetrieb zurückkehren.

• Wie die Dresdner Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, werde der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen die Erleichterungen nutzen, um die städtischen Einrichtungen wieder zu den regulären Öffnungszeiten öffnen zu können. Die freien Träger von Kindertageseinrichtungen würden allerdings eigenständig über ihre Öffnungszeiten entscheiden.

• Am 16. Juni ist die Corona-Warn-App des Bundesgesundheitsministeriums an den Start gegangen. Die Nutzung ist freiwillig, der Datenschutz nach Expertenmeinung gewährleistet. Allerdings zieht die Anwendung (als Download im Appstore und bei Google Play erhältlich) sowohl Datenvolumen als auch Akkukraft. Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin empfiehlt die Anwendung.

Weiterlesen: Installation, Funktion, Bedienung: Die Corona-Warn-App im Test

Jetzt abstimmen!

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert ist für die Beibehaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in der Coronakrise. „Die Frage ist, ob wir uns wirklich einen Gefallen tun, wenn wir alles aufheben“, sagte der FDP-Politiker gegenüber den DNN.

Diese Regeln gelten seit 6. Juni

• Statt ein grundsätzliches Verbot auszusprechen und dann aufzulisten, was alles erlaubt ist, ist nun im Grundsatz alles erlaubt. Bestimmte Dinge sind mit besonderen Auflagen versehen, nur noch wenige Angelegenheiten sind ausdrücklich verboten. Die neuen Regeln gelten zunächst bis 29. Juni.

• Im häuslichen Bereich können sich bis zu zehn Personen oder zwei Hausstände treffen.

• Familienfeiern in geschlossenen Räumen sind bis 50 Personen erlaubt, weil die Rückverfolgung innerhalb eines Verwandten- und Bekanntenkreises einfacher sei als bei völlig Fremden, so die Begründung.

• Erhalten bleibt der Mindestabstand von 1,50 Metern in der Öffentlichkeit, die Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen. Eine Altersgrenze für Kinder ist nicht vorgegeben. Die Entscheidung liegt bei den Eltern. Ein Eilantrag der AfD zur Abschaffung der Maskenpflicht ist vom Landtag abgelehnt worden. Er wird nun zu späterer Zeit ohne das Prädikat „Eil“ im Plenum behandelt.

• In Schulen und Kitas fällt das Mindestabstandsgebot weg. Vollunterricht wird es dennoch nicht geben – der eingeschränkte Regelbetrieb mit wechselnden Klassen bleibt. An Grundschulen gibt es nach wie vor keine Schulbesuchspflicht.

• Freibäder, Schwimmhallen, Thermen, Heilbäder und Saunen dürfen öffnen. Voraussetzung: ein eigenes Hygiene-Konzept, wie es seinerzeit auch vom Friseurhandwerk vorgelegt wurde. Auch Messen sollen wieder stattfinden.

• Ferienlager mit Hygienekonzept sollen öffnen dürfen. Kinder sollen allerdings vorher getestet werden. Busreisen sind nur mit Mundschutz oder Plexiglas-Abtrennung erlaubt. Mit den anderen Bundesländern sollen darüber hinaus rasch einheitliche Regelungen getroffen werden, damit Reisende dort nicht gegen anders geltende Verbote verstoßen.

• Demonstrationen sind erlaubt – bei Einhaltung des Mindestabstands. Masken müssen nicht getragen werden.

• Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen, Wohngruppen und Altenheimen ist gestattet. Besucher sollten sich anmelden und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Kliniken, Reha-Einrichtungen oder Behinderten-Werkstätten sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können ebenfalls wieder Besucher empfangen.

• Verboten sind Kontaktsportarten außerhalb des Profisports, Volksfeste, Jahrmärkte, Diskotheken, Clubs, Musikclubs, Tanzlustbarkeiten, Prostitutionsstätten, Prostitutionsveranstaltungen, Prostitutionsvermittlung sowie Sportveranstaltungen mit Publikum und sämtliche Großveranstaltungen ab 1000 Personen.

• Wer von einer Reise innerhalb Europas wieder ins sächsische Zuhause zurückkehrt, ist nicht mehr verpflichtet, für zwei Wochen in Quarantäne zu gehen. Eine Ausnahme gilt für Schweden, weil das skandinavische Land vom RKI als Risikogebiet eingestuft wird. Schweden-Rückkehrer und alle anderen Rückreisenden aus Nicht-EU-Ländern müssen sich unverzüglich in ihre Wohnung oder eine andere Unterkunft begeben und für zwei Wochen nach ihrer Einreise ständig dort bleiben. Wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann, ist von der Quarantänepflicht befreit.

• Am 1. April verabschiedete die Landesregierung eine Corona-Verordnung, die nun auch Bußgelder bei Zuwiderhandlung beinhaltet. Zwischen 20. März und 8. Juni gab es in Dresden 2700 Polizeieinsätze mit Bezug zur Einhaltung der Coronaregeln. Das Ordnungsamt zählt seinerseits 1545 Feststellungen mit Coronakontext zwischen 23. März und 8. Juni auf.

Weiterlesen: So viele Anzeigen gab es bisher wegen Corona-Regelverstößen in Dresden

• Geht die Zahl der Corona-Infektionen nach oben, werden die Regeln ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern verschärft. Ab 50 Neuinfektionen werden die Ausgangsbeschränkungen wieder eingeführt.

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Universitäten, Schulen und Kitas

• In ganz Sachsen sind die Schulen, Grundschulen und Kindertagesstätten wieder geöffnet. Die rund 3000 Kindertagesstätten in Sachsen aber ächzen unter den Corona-Auflagen – kleine Gruppen, feste Räume, Gesundheitsbescheide. Der Regelbetrieb in Kitas wird ab 29. Juni wieder aufgenommen.

• Für Grundschüler ist der Schulbesuch weiterhin nicht verpflichtend. Die Eltern entscheiden. Die Festlegung des Kultusministeriums betrifft auch den Primarbereich der Förderschulen.

• Die für Grundschüler und Kita-Kinder in Sachsen derzeit erforderliche Bestätigung des Gesundheitszustandes durch die Eltern – auch „Coronazettel“ genannt – ist nach Ansicht der Richter am Verwaltungsgericht in Leipzig unverhältnismäßig. Das Land Sachsen hält trotzdem vorerst an der Praxis fest, zumal das Verwaltungsgericht in Chemnitz einen Antrag gegen die „Coronazettel“ inzwischen als unbegründet zurückgewiesen und das juristische Chaos somit komplettiert hat.

• Die Schulen in Sachsen sollen in Abhängigkeit von der Entwicklung der Infektionszahlen in der Coronapandemie nach den Sommerferien wieder in den vollständigen Regelbetrieb zurückkehren. Zur Vorbereitung darauf hat der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU) jetzt für die weiterführenden Schulen Lernangebote für die Ferienzeit angeregt.

• Die Industrie- und Handelskammern haben die anstehenden Azubi-Prüfungen in den Juni verschoben.

Sachsens Kultusministerium plant für den Rest des diesjährigen Schuljahres Veränderungen in der Notengebung. Sicher ist: Das Lernen zu Hause bleibt mindestens bis zum Sommer ein wichtiges, wahrscheinlich sogar das zentrale Element der Unterrichtsgestaltung. Zur Debatte steht auch eine Verkürzung der Sommerferien. Sitzenbleiben soll trotz Corona möglich sein.

Die TU Dresden hat für das weitere Semester die Prüfungsregeln verändert. So ist es Studenten freigestellt, an den vorgesehenen Prüfungen teilzunehmen. Das erreichte Ergebnis müssen sie nicht annehmen. Auch können Studenten alternative Prüfungsformen wahrnehmen – etwa mündliche Prüfungen mit Hilfe von Videokonferenzen. Darüber hinaus steht es ihnen frei, sich das aktuelle Semester nicht auf ihre Regelstudienzeit anrechnen zu lassen.

• Die Volkshochschule Dresden kehrt seit 2. Juni schrittweise zu den Präsenzveranstaltungen zurück. Zunächst werde der Kursbetrieb im Hauptgebäude der Volkshochschule Dresden auf der Annenstraße 10 beginnen. Die Außenstelle in Gorbitz bleibe vorerst geschlossen. Noch könnten viele externe Standorte nicht genutzt werden. Dies betreffe beispielsweise Schwimmhallen und die Turnhallen der Schulen. Bereits jetzt würden jedoch alle Outdoor-Angebote wie Inline-Skating oder Laufkurse starten.

Das Gesundheitssystem

• Erste Studienergebnisse der TU Dresden zeigen, dass der Lockdown für psychisch vorbelastete oder psychisch kranke Personen besonders prekär war. „Der Shutdown führte in dieser Gruppe zu mehr Depressivität, Ängstlichkeit und Stressempfinden“, erläutert der TU-Psychologe Philipp Kanske in den DNN. Fehlende körperliche Nähe und geringe Sozialkontakte begünstigten die Entwicklung von Neuerkrankungen. Aber: „Erkenntnisse aus der psychologischen Traumaforschung zeigen, dass wir an Krisen auch wachsen können“. Die TU sucht noch Studienteilnehmer.

Jetzt das ganze Interview lesen: Diese seelischen Folgen hat der Shutdown

• Mit Blick auf eine eventuelle zweite Infektionswelle hat die Stadt ein Dresdner Unternehmen mit der Bereitstellung und Auswertung von 12.000 Coronatests beauftragt. Bestimmt sind sie für den „Test-Drive-In“, den Dresden auf dem Messegelände im Ostragehege betreibt. Hier werden vor allem Arbeitskräfte aus der systemrelevanten Infrastruktur getestet werden, etwa Pflegepersonal. Die Kapazität liegt bei 200 Tests pro Tag.

• Am Glaxo Smith Kline-Standort in Dresden läuft derzeit die Produktion des Grippeserums für die neue Saison auf Hochtouren. Wegen Covid-19 wird dieses Jahr mit einer deutlich höheren Nachfrage gerechnet. Zugleich ist der Pharmariese längst auch mit im Rennen bei der Suche nach einem wirksamen Coronaimpfstoff. Vor wenigen Wochen hatten dazu die beiden Pharmariesen Glaxo Smith Kline und Sanofi eine bis dahin beispiellose Kooperation vereinbart. Die beiden Mitbewerber auf dem milliardenschweren Medizinmarkt wollen ihre Kräfte und Technologien bündeln, um einen Coronaimpfstoff zu entwickeln.

• In Dresdens Kliniken stehen die Corona-Betten leer. Sowohl am Uniklinikum Dresden als auch am Städtischen Klinikum Dresden bleiben extra für Corona-Patienten geschaffene Betten ungenutzt. Langsam wird der Regelbetrieb wieder aufgenommen – immer unter der Maßgabe, im Notfall schnell wieder Betten für Coronapatienten verfügbar machen zu können.

• Die erste Anlaufstelle in Dresden bei Verdacht auf Coronavirus ist das Städtische Klinikum. Es hat bisher auch die meisten Patienten in Ostsachsen zugewiesen bekommen, weil es am meisten Kapazitäten bietet.

• Wie lernen wir etwas über das Corona-Virus? Bei Obduktionen von Corona-Toten. Das Robert-Koch-Institut riet bis zuletzt davon ab, zu groß sei die Infektionsgefahr. Für den Dresdner Pathologen Gustavo Baretton gehört das Risiko zum Alltag eines Obduzenten – schließlich kämen schon immer infektiöse Tote auf Tisch. Die Untersuchungen könnten wertvolle Hinweise für die Forschung liefern.

Blick auf die Wirtschaft

Sachsen hat ein Corona-Hilfspaket ergänzend zum Konjunkturpaket des Bundes beschlossen. Es wird rund 68 Millionen Euro Hilfen geben, um von der Corona-Pandemie betroffene Einrichtungen und Akteure in Kultur und Tourismus zu unterstützen.

Weiterlesen: Sachsen beschließt neue Millionen für Kultur, Tourismus und Pflegebonus

• Die Arbeitsmarktzahlen für Mai weisen in Dresden einen deutlichen Corona-Effekt auf. Üblicherweise sinken die Zahlen im Wonnemonat – nun aber sind sie gestiegen. Doch Dresdens Agenturchef Jan Pratzka ist sicher: „Die bereits vor der Coronakrise vorhandene starke Nachfrage nach Fachkräften wird sich schon bald wieder verschärfen.“

• Der Dresdner Stadtrat hat im März eine Soforthilfe für Freiberufler und Selbstständige beschlossen. Am 23. April wurde außerdem beschlossen, die Gebühr für Freiluftgastronomie zu streichen, um Gastronomen in der Krise zu unterstützen. Seit 15. Mai darf die Gastronomie wieder öffnen.

• Der Ansturm auf diese städtische Soforthilfe war so enorm, die erste Tranche so rasend schnell erschöpft, dass der Finanzausschuss weitere fünf Millionen Euro nachlegte. Die Obergrenze lag bei 10.000 Empfängern. 2300 Anträge mussten negativ beschieden werden, weil das Geld alle war. Dennoch wertet die Stadt die Maßnahme als Erfolg.

• Auch das Land Sachsen hat ein eigenes Soforthilfeprogramm für Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen mit maximal zehn Mitarbeitern auf die Beine gestellt. Anträge werden über die SAB-Bank entgegengenommen.

Welche langfristigen Folgen sind zu erwarten?

• Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will die Coronakrise nutzen, um alte Denkstrukturen aufzubrechen. So will er beim Schulhausbau, aber auch beim Straßen- und Tiefbau neue Wege beschreiten. „Wir müssen die Projekte zügiger realisieren“, fordert er im DNN-Interview.

Jetzt das ganze Interview lesen: Diese Lehren muss Dresden aus der Corona-Krise ziehen

• Erwartet wird auch ein Digitalisierungsschub in verschiedenen Bereichen, etwa Bildung und Gesundheit. Die TU Dresden etwa wird auch nach dem Ende der Coronakrise mehr Vorlesungen und Konferenzen per Internet abwickeln, prognostiziert Professor Wolfgang Nagel vom Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen. Im Dresdner Uniklinikum hat die Coronakrise die Telemedizin mächtig vorangetrieben.

• Die Kommunen befürchten angesichts der Corona-Krise dramatische Einnahmeeinbrüche. Dresden hat eine Haushaltssperre für freiwillige Ausgaben und geplante Investitionen verhängt. OB Hilbert prognostiziert derweil, dass die finanziellen Folgen noch drei Jahre zu spüren sein werden.

• Der Sparplan, den OB Hilbert und Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) ausgearbeitet haben, sieht zwar Schulden vor, aber nicht direkt. Die bereits vorhandenen 140 Millionen Euro, die für den Neubau des Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz vorgesehen waren, sollen jetzt den städtischen Haushalt stabilisieren. Stattdessen wird sich die städtische Gesellschaft Stesad, die das neue Rathaus baut, verschulden.

• Forscher wie der Dresdner Soziologe Karl Lenz gehen unterdessen davon aus, dass wir nach überstandener Krise einen anderen Blick auf Selbstverständlichkeiten in unserer Gesellschaft werfen. „Wir dürfen nicht dorthin zurückkehren, wo wir herkamen“, meint auch Wirtschaftsinformatiker Norbert Rost. Denn: In der Vor-Corona-Welt sei ein hemmungsloser Flugverkehr der Viren-Verteiler gewesen.

Der TU-Professor Mark Arenhövel sieht in der Coronakrise Gefahren für die Demokratie. Seit Wochen befinden sich das Land und mithin die Demokratie im Krisenmodus. Das kann unsere freiheitliche Gesellschaft durchaus gefährden, meint der Wissenschaftler

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