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Coronavirus Corona in Dresden und Sachsen – Die wichtigsten Infos im Überblick
Thema Specials Coronavirus

Corona in Dresden – Die wichtigsten Infos im Überblick 02.09.2020

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12:03 02.09.2020
Seit 1. September wird mit Bußgeld bestraft, wer seine Maske in ÖPNV oder beim Einkauf nicht trägt. Quelle: imago images/Michael Weber
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Dresden

Täglich berichten die DNN über die aktuellen Fallzahlen und darüber, wie die Menschen in Dresden mit Quarantäne, abgesagten Veranstaltungen und anderen Folgen der Pandemie leben. Die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst:

Aktuelle Zahlen

• In Dresden sind Stand Dienstag (02.09.) 40 Personen mit dem Coronavirus infiziert. In den vergangenen Wochen war die Zahl der Neuinfektionen nach langer Zeit der Beinahe-Stagnation wieder deutlicher angestiegen. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 695 Infektionen registriert.

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• Im Krankenhaus behandelt werden muss derzeit keiner der Erkrankten. Die Zahl der Betroffenen mit einem schweren Krankheitsverlauf, die stationär behandelt werden müssen oder mussten, liegt weiter stabil bei 77. Die letzten beiden Einweisungen waren am 23. Juni bekanntgegeben worden. Der letzte Patient verließ am 8. Juli das Krankenhaus.

Die Zahl der Todesopfer in Dresden liegt seit 25. Mai bei zehn. Zuvor war zuletzt am 7. Mai eine Person aus Dresden an den Folgen einer Infektion verstorben. Im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind zwei Todesfälle bekannt, in Meißen 20.

• Laut Sozialministerium sind bisher in ganz Sachsen 224 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert, 6013 Menschen in Sachsen haben sich mit dem Virus infiziert.

Zahlen im Überblick: Das ist die aktuelle Zahl der Infizierten

Welche Änderungen gelten seit 1. September in Sachsen?

• Die Abstandsregeln (1,50 Meter) und Kontaktbeschränkungen sind weiter in Kraft. Das heißt: Familienfeiern dürfen mit bis zu 100 Personen, Betriebs- und Vereinsfeiern mit bis zu 50 Personen stattfinden. Abgesehen davon dürfen sich nur mit maximal zehn Personen oder Angehörige zweier Hausstände in der Öffentlichkeit treffen.

• Seit 1. September muss Bußgeld zahlen, wer ohne Maske in ÖPNV oder beim Einkauf erwischt wird. 60 Euro sind fällig. Verantwortlich für die Durchsetzung sind die Ordnungsbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte. Auch Fahrkartenkontrolleure sollen die Strafe eintreiben können. Bei den DVB werden die Personalien von uneinsichtigen Maskenmuffeln aufgenommen und an das Ordnungsamt weitergeleitet, das dann den Bußgeldbescheid ausstellt.

Kongresse, Konzerte oder Theaterveranstaltungen über 1000 Personen sollen möglich sein, wenn eine Kontaktnachverfolgung gegeben ist. Das gilt auch für Jahrmärkte, Volksfeste und womöglich Weihnachtsmärkte – allerdings nur, wenn die Zahl der Neuinfektionen im Landstrich nicht über die Marke von 20 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gestiegen ist.

• Mit Hygienekonzepten dürfen seit längerer Zeit bereits kleinere Sportwettkämpfe, Jahrmärkte und Volksfeste stattfinden (bis 1000 Personen).

Bordelle dürfen öffnen, allerdings nur Dienstleistungen ohne Geschlechtsverkehr anbieten.

Verboten bleiben: Bundesliga-Fußballspiele mit Publikum, Dampfbäder und Dampfsaunen sowie „Tanzlustbarkeiten“. Im Freien darf aber getanzt werden.

Schulen: Das neue Schuljahr hat in Sachsen ohne Maskenpflicht begonnen. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wird Lehrern und Schülern außerhalb der Unterrichtsstunden zumindest empfohlen. Alle anderen, die eine Kita oder Schule betreten, müssen einen Schutz aufsetzen. Wer aus einem Corona-Risikogebiet kommt, darf nur nach einem negativen Test Schulgelände und Gebäude betreten.

Weiterlesen: So lief der Start ins neue Schuljahr in Dresden

• Die tägliche Corona-Erklärung, die Eltern bei Ablieferung ihres Kindes in Kitas abgeben müssen, bleibt erhalten.

• Künftig sollen sich nicht nur Lehrer, sondern auch Kita-Erzieher, Pfleger, Schulsozialarbeiter, Hortner und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe kostenfrei auf Corona testen lassen können.

• Demonstrationen sind weiterhin erlaubt – bei Einhaltung des Mindestabstands. Masken müssen nicht getragen werden.

• Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen, Wohngruppen und Altenheimen ist gestattet. Besucher sollten sich anmelden und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Kliniken, Reha-Einrichtungen und Behinderten-Werkstätten sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können ebenfalls wieder Besucher empfangen.

• Geht die Zahl der Corona-Infektionen nach oben, werden die Regeln ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern verschärft. Ab 50 Neuinfektionen werden die Ausgangsbeschränkungen wieder eingeführt.

Die neue sächsische Corona-Schutzverordnung ist seit 1. September in Kraft und gilt bis 2. November.

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Welche langfristigen Folgen werden erwartet?

• Das Dresdner Stadtarchiv bemüht sich, das Corona-Erleben der Dresdner zeitnah zu dokumentieren, statt retrospektiv. Archivdirektor Thomas Kübler hofft, dass auch weiter viele Dresdner ihre Aufzeichnungen, Drucksachen, Fotos, Videos und andere „Corona-Materialien“ an das Stadtarchiv übergeben. Wer persönliche Zeitdokumente zur Coronapandemie überreichen möchte, kann diese per E-Mail an mettelt@dresden.de senden oder sich per Telefon unter 0351/4 88 15 15 melden.

• Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will die Coronakrise nutzen, um alte Denkstrukturen aufzubrechen. So will er beim Schulhausbau, aber auch beim Straßen- und Tiefbau neue Wege beschreiten. „Wir müssen die Projekte zügiger realisieren“, fordert er im DNN-Interview.

Jetzt das ganze Interview lesen: Diese Lehren muss Dresden aus der Corona-Krise ziehen

• Erwartet wird auch ein Digitalisierungsschub in verschiedenen Bereichen, etwa Bildung und Gesundheit. Die TU Dresden etwa wird auch nach dem Ende der Coronakrise mehr Vorlesungen und Konferenzen per Internet abwickeln, prognostiziert Professor Wolfgang Nagel vom Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen. Im Dresdner Uniklinikum hat die Coronakrise die Telemedizin mächtig vorangetrieben.

Mehr Infos zu Corona in Dresden und der Region

Die Neuinfektionszahlen steigen in Dresden leicht an, Corona ist weiterhin ein Thema. Die wichtigsten Texte und weitere Überblicksartikel:

Aktuelle Texte

 Der Gesamtüberblick

• Die Kommunen befürchten angesichts der Corona-Krise dramatische Einnahmeeinbrüche. Dresden hat eine Haushaltssperre für freiwillige Ausgaben und geplante Investitionen verhängt. OB Hilbert prognostiziert derweil, dass die finanziellen Folgen noch drei Jahre zu spüren sein werden.

• Der Sparplan, den OB Hilbert und Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) ausgearbeitet haben, sieht zwar Schulden vor, aber nicht direkt. Die bereits vorhandenen 140 Millionen Euro, die für den Neubau des Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz vorgesehen waren, sollen jetzt den städtischen Haushalt stabilisieren. Stattdessen wird sich die städtische Gesellschaft Stesad, die das neue Rathaus baut, verschulden.

• Forscher wie der Dresdner Soziologe Karl Lenz gehen unterdessen davon aus, dass wir nach überstandener Krise einen anderen Blick auf Selbstverständlichkeiten in unserer Gesellschaft werfen. „Wir dürfen nicht dorthin zurückkehren, wo wir herkamen“, meint auch Wirtschaftsinformatiker Norbert Rost. Denn: In der Vor-Corona-Welt sei ein hemmungsloser Flugverkehr der Viren-Verteiler gewesen.

Der TU-Professor Mark Arenhövel sieht in der Coronakrise Gefahren für die Demokratie. Seit Wochen befinden sich das Land und mithin die Demokratie im Krisenmodus. Das kann unsere freiheitliche Gesellschaft durchaus gefährden, meint der Wissenschaftler

Von DNN