Corona heute in Dresden: Inzidenz und Krankenhauszahlen am 04.11.2021
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Coronavirus Corona in Dresden: Viele Neuinfektionen, weitere Todesfälle
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Corona heute in Dresden: Inzidenz und Krankenhauszahlen am 04.11.2021

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12:26 04.11.2021
Noch gilt in Dresden weitestgehend 3G, doch am Montag wird sich das ändern. Können so die Infektionszahlen wirksam gesenkt werden? (Symbolbild).
Noch gilt in Dresden weitestgehend 3G, doch am Montag wird sich das ändern. Können so die Infektionszahlen wirksam gesenkt werden? (Symbolbild). Quelle: Robert Michael/dpa
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Dresden

Noch gilt in Dresden weitestgehend 3G, doch am Montag wird sich das ändern. Können so die Infektionszahlen wirksam gesenkt werden? Am Donnerstag jedenfalls gehen alle Kennzahlen weiter nach oben. Die Details:

Inzidenz in Dresden steigt deutlich

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt Dresdens Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Donnerstag bei 369,1. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vortag (313,7) deutlich gestiegen. Zum Vergleich: Vergangenen Donnerstag lag Dresden bei 276 Neuinfektionen binnen einer Woche unter 100 000 Einwohnern. Eine Woche davor waren es 160,5.

Auf Länderebene schneidet Schleswig-Holstein mit einer Inzidenz von 71,2 derzeit am besten ab. Die meisten Ansteckungen zählt Thüringen, wo die Inzidenz bei 357,4 liegt. Direkt danach kommt Sachsen mit 336,4. Deutschlandweit liegt die Inzidenz mittlerweile bei 154,5.

Gesundheitsamt meldet 556 Neuinfektionen

Das Gesundheitsamt meldet am Donnerstag 556 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Der bisherige Höchstwert in der vierten Welle lag am Mittwoch bei 705. In diesen Zahlen sind auch Nachmeldungen für vergangene Tage enthalten.

Seit Pandemiebeginn zählt das Gesundheitsamt 39 146 nachgewiesene Coronainfektionen in Dresden. In 33 979 Fällen sind die Patienten wieder genesen. Das sind 238 mehr als am Mittwoch. Diese Zahl ist jedoch nur geschätzt. Als genesen gilt, wer zehn Tage nach einem positiven Test keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Bei Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, beträgt die Frist 30 Tage.

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Zieht man von den Infizierten die Zahl der Genesenen und Verstorbenen ab, kommt man in Dresden auf derzeit 4012 aktive Infektionen und damit ansteckende Personen. Das sind 316 mehr als am Mittwoch. Der Wert steigt kontinuierlich an und liegt höchstwahrscheinlich sogar deutlich höher, da nicht alle Infektionen mit Symptomen verlaufen oder bei Tests bemerkt werden.

Die Lage in den Krankenhäusern

Am Mittwoch stieg die Zahl der Covid-Intensivpatienten laut Sozialministerium (SMS) im Freistaat auf 224 (Dienstag: 205). Die Gesamtbettenbelegung liegt mittlerweile bei 85,2 Prozent.

Auf den Normalstationen zählen Sachsens Kliniken am Mittwoch 920 Corona-Patienten, 42 mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Vor einer Woche zählte Sachsen noch 602 Covid-Patienten auf Normalstation. Damit liegt der Wert seit nunmehr fünf Tagen durchgehend über dem vom Land vordefinierten Schwellenwert von 650.

Damit hat Sachsen am Mittwoch die in der Corona-Schutz-Verordnung festgelegten Vorwarnstufe erreicht. Am Freitag treten neue Corona-Maßnahmen in Kraft. Private Treffen im öffentlichen wie im privaten Raum sind dann nur noch mit zehn Personen unabhängig von der Anzahl der Hausstände gestattet. Kinder bis 14 Jahre, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.

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Auf die Vorwarnstufe folgt laut sächsischer Corona-Schutz-Verordnung die Überlastungsstufe. Diese gilt, wenn mindestens 1300 Covid-19-Patienten auf Normal- oder 420 auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist laut Freistaat seit 21. Oktober alleine nicht mehr ausschlaggebend und liegt derzeit nach Angaben des SMS bei 6,95.

Die Lage im Krankenhauscluster Dresden

Neben den sachsenweiten Werten meldet das SMS auch Daten zum Krankenhauscluster Dresden, zu dem die Stadt Dresden und die Landkreise Meißen, Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz gehören. Auch hier füllen sich die Betten immer schneller. Am Mittwoch liegen 421 (Dienstag: 412) Covid-Patienten auf Normalstation. Die Auslastung liegt bei 87,9 Prozent. Auf den Intensivstationen zählt das Krankenhauscluster 116 Patienten. 80,6 Prozent der Betten sind belegt.

Die Stadt Dresden meldet am Donnerstag 12 weitere Krankenhauseinweisungen von Covid-Patienten. Die Zahl kann immer auch Nachmeldungen länger zurück liegender Klinikaufnahmen beinhalten. Seit Pandemiebeginn wurden in Dresden 2980 Menschen mit Corona stationär behandelt.

Zwei neue Covid-Todesfälle in Dresden

In Dresden sind zwei weitere Covid-Patienten nach ihrer Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 1155. Der aktuellste bekannte Todesfall ereignete sich laut Stadtangaben am 3. November.

Das RKI schlüsselt die Todesfälle in Dresden nach Alter und Geschlecht auf. Die bisherigen Daten zeigen, dass der Großteil der Toten 80 Jahre oder älter war, genauer 365 Männer und 458 Frauen. In der Altersgruppe 60 bis 79 zählt die Bundesbehörde in Dresden 208 männliche und 94 weibliche Todesopfer. Jünger waren 28 Patienten: 15 Männer und elf Frauen zwischen 35 und 59 und zwei Männer zwischen 15 und 34 Jahren.

Wer infiziert sich in Dresden?

Das Robert-Koch-Institut schlüsselt die Coronafälle in Dresden nach Alter und Geschlecht auf. Aktuell zählt das Institut 18 1891 Infektionen bei Männern und 20 571 bei Frauen.

In den Altersgruppen sieht die Verteilung wie folgt aus. 734 (+31 seit Mittwoch) Infektionen sind unter den Null- bis Vierjährigen bekannt, 3007 (+76) unter den Fünf- bis 14-Jährigen, 11 561 (+188) unter den 15- bis 34-Jährigen, 14 250 (+260) unter den 35- bis 59-Jährigen, 5162 (+77) unter den 60- bis 79-Jährigen und 3939 (+70) Infektionen in der Altersgruppe 80 plus.

Coronafälle in Gemeinschaftseinrichtungen

Am Montag wurden alle Schüler nach den Ferien getestet. Dadurch ist die Zahl der von Corona betroffenen Schulen wieder gestiegen. So sind laut Angaben der Stadt derzeit 46 (Mittwoch: 34) Einrichtungen betroffen. 26 (Mittwoch: 26) Schüler und Lehrer sind in Quarantäne, weitere Kontaktpersonen sind noch in der Ermittlung.

Unter den Kindertagesstätten bleibt die Zahl der Ausbrüche auf hohem Niveau. Aktuell sind 40 (Mittwoch: 38) Einrichtungen betroffen. 412 (Mittwoch: 393) Kinder und Mitarbeiter befinden sich in Isolation. Zudem ist das Virus in neun Pflegeeinrichtungen (Mittwoch: 7) nachgewiesen worden, wonach 27 (Mittwoch: 49) Personen isoliert werden mussten.

Von Franziska Kästner