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Coronavirus Corona: Städtischem Klinikum Dresden gehen die Schutzmasken aus – Hilferuf an Hobby-Näher
Thema Specials Coronavirus Corona: Städtischem Klinikum Dresden gehen die Schutzmasken aus – Hilferuf an Hobby-Näher
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17:01 23.03.2020
Ein Arbeiter zählt Atemschutzmasken in einer Fabrik. Quelle: Ding Ting/XinHua/dpa
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Dresden

Dem Städtischen Klinikum Dresden gehen die Behelfsmasken aus. Bei Facebook richtet das Klinikum deshalb einen Aufruf an alle, die gern nähen. „Wir brauchen auch für die Versorgung der Nicht-Corona-Patienten ausreichend Masken, um den Kontakt zu verbessern und einen entsprechenden Schutz zu gewährleisten“, sagt Viviane Piffczyk, Sprecherin des Klinikums am Standort Friedrichstadt.

Die einfachen Masken, die Mund und Nase verdecken, würden in verschiedenen Situationen sehr gute Dienste leisten, schreibt das Klinikum in dem Aufruf. Als Richtlinie empfehlen sie die Nähanleitung des Nähcafés Lotte aus Bautzen. Geeignet für die Masken seien kochfeste und hochfestverwebte Baumwollstoffe, aus denen beispielsweise Bettlaken oder Geschirrtücher bestehen. Das Gute an den Stoffmasken: Sie können gereinigt und wiederverwendet werden.

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Schutzmasken können per Post geschickt werden

Die selbstgenähten Masken können an den Pforten der Standorte des Städtischen Klinikums abgegeben werden. Wer die Masken nicht vorbeibringen kann, kann sie auch mit der Post an Städtisches Klinikum Dresden, Friedrichstraße 41, 01067 Dresden schicken. Unter dem Beitrag haben sich schon einige Nähbegeisterte gemeldet und wollen das Klinikum unterstützen, der Beitrag wurde nach nur zwei Stunden über 700 Mal geteilt (Stand: 16.40 Uhr).

Auch das Nähcafé Malu an der Louisenstraße hat eine Nähanleitung für Mundschutze im Schaufenster hängen. Quelle: Anja Schneider

Auch professionelle Schneiderinnen haben sich gemeldet, sagt Viviane Piffczyk. Mit ihnen bespreche man derzeit, wie viele Masken zu welchen Preisen bestellt werden können. Derzeit gebe es sowohl Liefer- als auch Produktionsschwierigkeiten bei den Masken, weshalb die noch vorhandenen Exemplare gut überlegt eingesetzt werden sollen, beispielsweise bei Operationen. Um die Ressourcen dafür zu schonen, sollen die selbstgenähten Masken auf den Stationen zum Einsatz kommen. Davon ausgenommen sind die Bereiche, in denen sich Corona-Patienten befinden, bekräftigt Piffczyk. Hier wird die Schutzkleidung getragen, die das Robert-Koch-Institut empfiehlt.

Schutzmasken müssen täglich mehrfach gewechselt werden

Wie viele selbstgenähte Masken gebraucht werden, könne derzeit nicht gesagt werden. Aber da die Masken täglich mehrfach gewechselt werden müssen, sind sehr viele nötig, sagt Viviane Piffczyk. Sie setzte sich selbst nach Feierabend noch an die Nähmaschine. Das Städtische Klinikum sei außerdem nicht das einzige, das diese Hilfsbereitschaft erfährt: „Auch für das Uniklinikum und für die Kliniken in Meißen und Kreischa wird genäht“, sagt die Sprecherin.

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Von lml

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