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Bauen und Wohnen in Dresden Erster Spatenstich am Bahnhof Mitte: In Dresden entsteht ein neues Wohnquartier
Thema Specials Bauen und Wohnen in Dresden

Dresden: In den Schützengärten am Bahnhof Mitte entstehen 479 Wohnungen

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09:00 20.05.2021
Blick auf das neue Wohnquartier vom Bahnhof Mitte aus. Das Büro Nöfer Architekten gestaltet das Wohnquartier.
Blick auf das neue Wohnquartier vom Bahnhof Mitte aus. Das Büro Nöfer Architekten gestaltet das Wohnquartier. Quelle: Visualisierung: Deutsche Wohnen
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Dresden

Startschuss für das Wohnquartier Schützengärten: Auf dem Grundstück des früheren VEB Energiebau Radebeul am Bahnhof Mitte baut das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen SE 479 Wohnungen in 23 Häusern. Früher standen auf der Fläche die im Volksmund ABB-Häuser genannten Bürogebäude und ein großer Kantinenflachbau. Künftig sollen alle Generationen ihr Zuhause im ehemaligen Schützengarten finden, erklärte Deutsche-Wohnen-Vorstand Henrik Thomsen.

Baubürgermeister Stephan Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) sprach von einer Quartiersentwicklung, die einen im Schattenbereich liegenden Stadtteil stark aufwerten werde. Der Bauherr habe einer hochwertigen Architektur einen hohen Stellenwert eingeräumt und mehrere Architekten zu einem Werkstattverfahren eingeladen. Den ersten Platz belegte das Büro Nöfer Architekten aus Berlin, das abwechslungsreiche und kleinteilige Fassaden gestaltete.

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Die Vorarbeiten für das neue Wohnviertel zwischen Könneritz-, Jahn- und Laurinstraße liegen weit zurück. Die Deutsche Wohnen verpflichtete sich dazu, 21 Sozialwohnungen in dem Quartier zu errichten – zu einer Zeit, als es noch kein kooperatives Baulandmodell gab. Dieses verpflichtet seit gut zwei Jahren Bauherren, 30 Prozent Sozialwohnungen zu schaffen.

2200 Quadratmeter Gewerbefläche

Das Quartier erlaube urbanes Wohnen ganz ohne Auto, so Kühn. Der S-Bahn-Halt und eine Straßenbahnhaltestelle liegen direkt vor der Haustür. Wie Thomsen erklärte, werden in drei Tiefgaragen 190 Pkw-Stellplätze entstehen und dazu 900 Fahrradparkplätze. Ein Drittel der Kfz-Parkplätze soll für Elektrofahrzeuge eingerichtet werden, so der Vorstand.

Blick auf das Baufeld des neuen Wohnquartiers. Hier standen früher die beiden ABB-Häuser. Quelle: Anja Schneider

Für Gewerbetreibende entstehen 2200 Quadratmeter Fläche, im sogenannten Torhaus sollen 80 barrierefreie und teilweise rollstuhlgerechte Wohnungen für betreutes Wohnen ihren Platz finden. Alle Gebäude werden laut Thomsen als Blockrandbebauung um drei begrünte Innenhöfe gruppiert. Der beim Abriss der Bürogebäude angefallene Beton wurde zerkleinert und soll beim Neubau wiederverwendet werden. „Wir bekennen uns zum nachhaltigen Bauen“, bekundete der Bauherr.

Deutsche Wohnen bewirtschaftet in Dresden rund 6000 Wohnungen

Im Frühjahr 2024, so Thomsen, sollen die ersten Mieter in die Neubauten einziehen. Kühn erklärte, die Deutsche Bahn werde in absehbarer Zeit den Bahnhof Mitte aufwerten und zu einer Quartiersadresse entwickeln, die Stadt plane einen Um- und Ausbau der Könneritzstraße. So dass kein neues Wohnquartier in einem luftleeren Raum entsteht, sondern in einem attraktiven Umfeld.

Die Deutsche Wohnen bewirtschaftet in Dresden rund 6000 Wohnungen und 280 Gewerbeeinheiten. Gemeinsam mit ihrem Partner Quarterbeck Immobilien AG hat die Deutsche Wohnen in Dresden große Pläne. 300 weitere Wohnungen entstehen gegenwärtig in den Projekten „Johannquartier“ an der Dürerstraße sowie „Annenquartier“ an der Clara-Zetkin-Straße. Hunderte neue Wohnungen werden im Quartier „Am Jägerpark“ gebaut. „Wir freuen uns auf viele spannende Projekte in Dresden“, so Thomsen.

Von Thomas Baumann-Hartwig