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Weihnachtsmärkte in Dresden Nach Schießerei in Straßburg: Wie sicher ist der Dresdner Striezelmarkt?
Thema Specials Advent in Dresden Weihnachtsmärkte in Dresden Nach Schießerei in Straßburg: Wie sicher ist der Dresdner Striezelmarkt?
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14:37 12.12.2018
Polizeisperren und Barrikaden am Dresdner Striezelmarkt Quelle: Junes Semmoudi
Dresden

Am Dienstagabend hat eine Schießerei Straßburg erschüttert. Der Angreifer eröffnete das Feuer auf dem Weihnachtsmarkt der Stadt. Dass es sich um einen Terroranschlag handelt, möchte das französische Innenministerium bisher nicht bestätigen. In Dresden war die Absicherung des Striezelmarkt vor möglichen Terroranschlägen bereits im Oktober ein heiß diskutiertes Thema.

Verfolgen Sie hier die Entwicklungen in Frankreich im Liveblog

Müssen sich die Dresdner nun Sorgen um ihren nächsten Striezelmarktbesuch machen? Nein, antwortet die hiesige Polizeidirektion. Zumindest nicht mehr als bisher. Die Gefährdungslage in Dresden sei nach den Geschehnissen in Straßburg unverändert, erklärte Sprecher Marko Laske auf DNN-Anfrage.

Beamte auf dem Striezelmarkt sind sensibilisiert

„Es bleibt bei der schon längerer Zeit bestehenden abstrakten Gefahr“, ergänzt Laske. Für Sachsen gelte seit Längerem eine abstrakte Gefährdungslage: „So stehen Weihnachtsmärkte und sonstige Veranstaltungen mit Weihnachtsbezug im besonderen Fokus von Polizei und Sicherheitsbehörden“, sagt der Polizeisprecher. Das gilt nicht nur für den Striezelmarkt, auch die übrigen zehn Weihnachtsmärkte hat die Dresdner Polizei im Blick.

Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Striezelmarktwache. Jedoch fungieren die Beamten an der Ecke Wilsdruffer und Galeriestraße als Touristenhelfer, Diebstahlaufklärer und Kinderfinder. Auch Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes und des Ordnungsamtes sind im Einsatz. Ein Stadtordnungsdienst läuft Streife. Die Verantwortlichen vor Ort seien nach den Vorkommnissen in Frankreich entsprechend sensibilisiert, sagt Laske.

Der Anschlag in Straßburg ruft böse Erinnerungen an Vorfälle der vergangenen Jahre hervor, wie etwa das Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016. Doch wie geht es den Besuchern des Striezelmarktes damit – und wie sicher fühlen sie sich?

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) äußert derweil seine Betroffenheit über die Vorkommnisse in Straßburg: „Dresden ist jetzt in Gedanken bei den Menschen in unserer französischen Partnerstadt Straßburg.“ Dem französischen Amtskollegen Roland Ries hat er ein Kondolenzschreiben gesendet.

Betonblöcke und mobile Absperranlagen sollen für Sicherheit sorgen

Vor möglichen Terroranschlägen schützt die Stadt den Striezelmarkt mit Betonblöcken, mobilen Absperranlagen und mit Wasser gefüllten Containern. Eigentlich wollte man noch mehr Aufwand betreiben, aber über die Kosten von rund 660 000 Euro gab es im Dresdner Finanzausschuss heftige Diskussionen. Sogar die Absage des Striezelmarktes war kurzzeitig im Gespräch. Doch so weit kam es nicht, inzwischen herrscht buntes Treiben auf dem Altmarkt. Besagte Sperren sollen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

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Die Lücken zwischen den Sperren sind bewusst angelegt. „Damit die Besucher nicht drüber klettern müssen, erklärt das zuständige Amt für Wirtschaftsförderung. Obwohl es für die Finanzierung vom Ausschuss kein grünes Licht gab, wurden zwei mobile Fahrzeugschranken angeschafft. Dafür wurden 150 000 Euro aus einem Geldtopf genommen, über dessen Verwendung der Oberbürgermeister selbst bestimmen kann.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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