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13. Februar Bereits jetzt zehn Versammlungen rund um den 13. Februar 2019 in Dresden angezeigt
Thema Specials 13. Februar Bereits jetzt zehn Versammlungen rund um den 13. Februar 2019 in Dresden angezeigt
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16:17 19.02.2018
Demonstranten der Gruppe "Hope – fight racism" protestieren gegen eine geplante Demonstration des verurteilten Holocaust-Leugners Gerhard Ittner am 17. Februar 2018. Quelle: dpa
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Dresden

Der 13. Februar 2018 ist gerade überstanden, da liegen bei der Dresdner Versammlungsbehörde schon mehrere Anzeigen für 2019 vor. Rund um den 13. Februar des kommenden Jahren vermeldet die Stadt bereits jetzt zehn Versammlungsanzeigen, teilte die Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage mit. Die ersten Konflikte sind bereits programmiert.

So haben die rechtsextremen Wellenlänge-Bewegungen im kommenden Jahr vom 13. bis zum 15. Februar (Mittwoch bis Freitag) Kundgebungen mit dem Titel „Stilles Gedenken Dresden“ bei der Stadt angezeigt. Dabei ist davon auszugehen, dass die „Wellenlängen“ wie in diesem Jahr auf den Neumarkt ans Luther-Denkmal wollen. Dorthin will aber auch wie in jedem Jahr die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche, die neben dem Gedenkweg auch die traditionelle Gedenkveranstaltung „Stilles Gedenken vor der Frauenkirche Dresden - wahrhaftig erinnern - versöhnt leben“ angezeigt hat. Wie 2018 könnte der Neumarkt wieder ein Fall für die Gerichte werden. In diesem Jahr entschied die Stadt gegen die „Wellenlängen“.

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Ebenfalls jetzt schon hat sich auch Holocaustleugner Gerhard Ittner wieder angesagt. 2019 will er laut Versammlungsbehörde am Samstag, den 16. Februar, aufmarschieren. Ob und in welcher Form Ittner dann demonstrieren darf, ist ungewiss, nachdem seine Versammlung dieses Jahr wegen zweier volksverhetzender Reden abgebrochen werden musste.

Für den 13. Februar haben weiterhin die Dresdner Grünen eine Kundgebung angezeigt. Auch 2019 soll diese dafür sorgen, dass keine rechten Gruppen an diesem Datum zur Trümmerfrau marschieren können.

Weiter stehen zwei Demos am 16. Und 19. Februar auf dem Programm. Der Titel „Für eine kritische Erinnerungspolitik – Gegen Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus“ deutet eher auf Anmelder aus dem linken Spektrum hin.

Zuletzt existiert auch für den Februar 2019 eine Anzeige von Pegida. Lutz Bachmann und Co. rechnen am 11. Februar mit 3000 Teilnehmern bei ihrer üblichen Demo.

Von Stefan Lohse