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Vater Weltklasse, Gegner Idol: Der kleine Korda gegen Nadal

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14:03 03.10.2020
Tritt in Paris gegen sein großes Vorbild Rafael Nadal an: Sebastian Korda freut sich 2018 in Melbourne über den Junioren-Titel. Quelle: Dita Alangkara/AP/dpa
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Paris

Als Vater Petr Korda 1998 die Australian Open gewann, war Sebastian Korda noch nicht geboren. Erst zwei Jahre später erblickte der Sohn des früheren Weltklasse-Tennisspielers das Licht der Welt. Dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten wollen würde, war dagegen schon früh klar.

Bereits als kleiner Junge tummelte sich Korda Junior auf den Tennisplätzen herum. Zwar bewies er auch als Eishockey-Spieler sein Talent, doch ein "magischer Abend" bei den US Open in New York sorgte für die Entscheidung: Tennisball statt Puck.

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Zusammen mit seinem Vater saß er 2009 im Arthur Ashe Stadium auf der Tribüne und verfolgte das Match von dessen Schützling Radek Stepanek gegen Novak Djokovic in der Night Session. "Ich fand, das war das Coolste überhaupt", sagte Sebastian Korda. "Danach habe ich gesagt: Das ist genau das, was sich machen will."

Eine weise Entscheidung, an der auch noch ein anderer Tennisstar großen Anteil hatte: Rafael Nadal. Der zwölfmalige Paris-Champion, auf den Korda im Achtelfinale der French Open trifft, ist das große Vorbild des in Bradenton im US-Bundesstaat Florida geborenen Korda. "Er ist einer der Gründe, warum ich Tennis spiele. Von ihm habe ich mir diese Nie-Aufgeben-Mentalität abgeschaut. Wann immer ich auf dem Platz stehe, will ich so sein wie er", sagte der 20-Jährige.

Die Bewunderung schlug sogar erstaunliche Blüten. "Als Kind habe ich meine Katze nach ihm benannt. Ich denke, das sagt viel darüber aus, wie sehr ich diesen Typ liebe."

Mit dem Einzug in die dritte Runde hat Korda, dessen beiden Schwestern sehr erfolgreiche Golfspielerinnen sind, bereits den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Er steht damit in Paris für eine Generation, die unerschrocken auftritt und sich mit den schweren Corona-Bedingungen offenbar gut zurechtfindet. Gleich drei Duelle zwischen kecken Nachwuchsspielern und etablierten Stars stehen am Sonntag in Paris auf dem Programm: Korda fordert Nadal, der 19 Jahre alte Italiener Jannik Sinner trifft auf Alexander Zverev und der 20 Jahre Hugo Gaston spielt gegen US-Open-Champion Dominic Thiem.

Auf Rücksichtnahme der Stars dürfen Korda und Co. aber nicht hoffen. "Ich freue mich, das zu hören", sagte Nadal über Kordas Bewunderung. "Er spielt großartig, er ist jung, er hat viel Energie. Er hat sehr viele Zutaten, ein großer Star unseres Sport zu werden. Er hat eine große Zukunft vor sich, aber hoffentlich noch nicht jetzt", sagte Nadal, in Paris wie in jedem Jahr der große Favorit auf den Titel.

Sollte es mit einem Coup gegen den Mallorquiner am Sonntag noch nicht reichen, ist auf jeden Fall klar, wem Korda, Nummer 213 der Welt, danach die Daumen drückt: dem Namensgeber seiner Katze.

© dpa-infocom, dpa:201003-99-809388/2

dpa