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Reiten Schwede Fredricson siegt beim Championat in Hamburg
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18:43 30.05.2019
Peder Fredericson darf sich nach seinem Sieg auch über ein neues Cabrio freuen. Quelle: Daniel Bockwoldt
Hamburg

Der Europameister war beim Championat von Hamburg zu stark für die Konkurrenz. Auf seinem Erfolgspferd All In zeigte Peder Fredricson beim Derby-Turnier seine Klasse und sicherte sich mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt im Stechen ein Cabrio im Wert von 59.000 Euro.

"Ich bin unheimlich glücklich, hier zu gewinnen vor diesen Zuschauern und auf diesem Platz", sagte der 47-jährige Schwede im NDR. "Es ist immer schwer, fehlerfrei zu bleiben in einem Stechen, wenn man schnell sein muss."

Fast genauso gut wie ihm gelang dies auf dem traditionsreichen Parcours in Hamburg-Klein Flottbek Luciana Diniz. Wie schon im Vorjahr wurde die für Portugal startende Reiterin Zweite. Ihr fehlten auf Vertigo du Desert 22 Hundertstelsekunden auf Fredricson und damit auf das Luxusgefährt. Mit einem Sicherheitsritt kam der dreimalige Derby-Sieger Andre Thieme auf der neun Jahre alten und noch unerfahrenen Stute Crazy Girl als bester Deutscher auf Platz drei.

Nur diese drei Paare waren im Stechen der mit 122.000 Euro dotierten Prüfung ohne Strafpunkte geblieben. Insgesamt hatten zwölf der 46 Starter nach Nullrunden im Normalumlauf den entscheidenden Durchgang erreicht.

Einen Tag zuvor hatte Benjamin Wulschner die erste Qualifikation zum deutschen Spring-Derby für sich entschieden. Der Sohn des früheren Derby-Siegers Holger Wulschner setzte sich in der mit 25.000 Euro dotierten Prüfung auf Bangkok Girl durch und ritt sich in die Mitfavoriten-Stellung. "Die Stute ist sehr grundschnell und ehrlich gesagt auch ein bisschen verrückt", sagte der Mann aus Mecklenburg-Vorpommern. "Ihr kommt dieser große Platz hier entgegen."

Das Duo blieb fehlerfrei und war über zwei Sekunden schneller als Hendrik Sosath aus Lemwerder auf Quel Chanel. Derby-Vorjahressieger Matthew Sampson aus Großbritannien wurde auf Old Joker Dritter. Das Pferd hatte er sich von der letztjährigen Derby-Fünften Holly Smith ausgeliehen. Insgesamt blieben 18 von 73 Paaren ohne Strafpunkte. Bei dem Springen wurden die berühmten Derby-Hindernisse wie der Wall und Pulvermanns Grab noch ausgelassen.

Auch in der zweiten Qualifikation am Freitag geht es noch nicht über die großen Hindernisse des 1230 Meter langen Traditionskurses. Nach dem zweiten Ausscheidungsspringen stehen diejenigen fest, die am Sonntag bei der 90. Auflage des Klassikers um das Preisgeld von 120.000 Euro und das Blaue Band des Derby-Siegers reiten dürfen.

Neben dem wohl weltweit schwersten Springen steht der Große Preis der Millionenserie Global Champions Tour am Samstag bei dem Reitspektakel im Mittelpunkt. Dabei gibt es insgesamt 300.000 Euro zu gewinnen. Insgesamt ist das Derby-Turnier mit 1,45 Millionen Euro dotiert, der Etat beläuft sich auf die Rekordsumme von 3,6 Millionen Euro.

dpa

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