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Radsport Deutsche Bahnrad-Asse vor schwieriger Mission
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09:08 27.02.2019
Kristina Vogel wird die deutschen Bahnradsportler in Pruszkow anfeuern. Quelle: Gregor Fischer
Pruszkow

Bei der ersten WM ohne die langjährige Medaillengarantin Kristina Vogel sind die deutschen Bahnrad-Asse im polnischen Pruszkow gefordert. Bei den 109. Titelkämpfen auf dem hölzernen Oval geht es für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) aber nicht nur um Edelmetall.

VOGELS ERBE: Insgesamt elf WM-Goldmedaillen fuhr Vogel für den BDR in ihrer Laufbahn ein. Nach ihrem schweren Trainingsunfall im Juni 2018 wird die seitdem querschnittsgelähmte Rekord-Weltmeisterin erstmals bei einer WM fehlen. Miriam Welte (32), die mit Vogel viermal WM- und einmal Olympia-Gold gewann, soll mit der jungen Emma Hinze (21) gleich am ersten Tag im Teamsprint für ein Erfolgserlebnis sorgen. "Ob es für eine Medaille reicht, hängt natürlich auch von der Konkurrenz ab. Aber ich denke schon, dass wir eine realistische Chance haben. Das wäre nach dem Ausfall von Kristina eine sehr große Überraschung. Man kann sie natürlich nicht ersetzen", sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

GLÜCKSBRINGERIN: Auf der Bahn kann die 28 Jahre alte Vogel nach ihrem verhängnisvollen Unfall nicht mehr für goldene Momente sorgen. Doch ihrer Unterstützung in der Halle können sich Welte, Hinze & Co. sicher sein. Bei der Europameisterschaft 2018 in Glasgow gelang dies schon gut. "Als Miriam und Emma Bronze holten, kam die Taktik unter anderem von mir über SMS. Es war das erste Rennen, bei dem ich zugeschaut habe und ich wollte den Mädels irgendwie helfen. Dann habe ich geschrieben und es hat ganz gut hingehauen", sagte Vogel.

TOKIO 2020: Neben Medaillen geht es für den BDR in Pruszkow auch um wichtige Punkte für Olympia 2020 in Tokio. "Wichtig ist, dass wir im Vergleich zu unseren direkten Gegner punkten können, um die Olympia-Qualifikation abzusichern. Das hat oberste Priorität. Wenn wir die ein oder andere Medaille gewinnen, ist das natürlich schön", erklärte BDR-Sportdirektor Patrick Moster. Vor allem der Verfolgungsvierer der Männer steht in Polen unter Druck. Als Neunter der Nationenwertung wäre man aktuell nicht in Tokio dabei. Die Titelkämpfe in Pruszkow sollen als Abschluss der ersten Hälfte der Olympia-Quali helfen, Platz acht und somit dem Tokio-Ticket wieder näherzukommen.

dpa

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