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Leichtathletik Freimuth-Comeback - "Rico hat richtig Bock drauf"
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10:55 24.05.2019
Rico Freimuth muss bei seinem Comeback gleich liefern. Quelle: Expa/Peter Rinderer/APA
Götzis

Rico Freimuth ist wieder da. Vor einem Jahr gab er in Götzis nach sieben Disziplinen überraschend auf. Mental müde war der Modellathlet, er fühlte sich ausgebrannt, nahm eine Auszeit, verpasste die Heim-EM in Berlin - und spielte lieber Fußball.

Knapp zwei Jahre nach dem letzten beendeten Zehnkampf will er erneut angreifen. Ziel sind die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Herbst in Doha. Die Qualifikations-Norm kann Freimuth am Wochenende im Mehrkampf-Mekka Götzis in Vorarlberg schaffen: 8200 Punkte, kein Problem für den 31-Jährigen vom SV Halle.

Für den neuen Bundestrainer Christopher Hallmann ist Freimuth wieder eine feste Größe, der ehemalige Zehnkämpfer hat nie an einem Comeback des WM-Zweiten von 2017 gezweifelt. Auch nach dem Blackout von Götzis nicht. "2018 ist Vergangenheit. Ein Rico Freimuth hört nicht einfach so auf, der ist wieder voll da. Rico hat richtig Bock drauf", sagte Hallmann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

"Schon im Trainingslager hatte Rico den richtigen Drive. Und er ist ein absoluter Wettkampfkiller", meinte der Bundestrainer, der das Amt am 1. April von Rainer Pottel übernommen hat. "Wenn er in Götzis liefert, dann ist er einer von den Drei, die in Doha am Start sind", sagte Hallmann mit Blick auf die Wüsten-WM in Katars Hauptstadt (27. September bis 6. Oktober). "Und er wird liefern."

2017 war das Jahr des Rico Freimuth: Von vier Zehnkämpfen beendete der 1,96-Meter-Hüne drei mit Weltklasseleistungen. Ende Juni haute er in Ratingen mal eben 8663 Punkte raus - persönliche Bestleistung. Am 12. August eroberte der Sohn des DDR-Zehnkämpfers Uwe Freimuth in London WM-Silber. 2018 gab er in Halle und Götzis auf.

Leiden musste auch Europameister Arthur Abele. Nach seiner Kapselverletzung im Sprunggelenk konnte der 32 Jahre alte Ulmer die Wintersaison abschreiben und hat nun Trainingsrückstand. Zum dritten Mal in Serie musste er seinen Start in Götzis absagen. "Die Geschichte hat mich halt ausgebremst. Ich muss nun kleine Brötchen backen und richtig Gas geben", sagte Abele im dpa-Gespräch.

Sein Alltag sind derzeit Therapie und Training. Wenn alles optimal läuft, kann sich Abele Ende Juni in Ratingen noch das WM-Ticket sichern. An eine Weltmeisterschaft ohne den Europameister will der Kämpfer, der in Ulm bei Hallmann trainiert, gar nicht erst denken. "Ja, das wäre scheiße", gibt Abele zu, "das wäre der Worst Case."

Sechs deutsche Zehnkämpfer und vier Siebenkämpferinnen sind am Wochenende am Start, darunter Mitfavoritin und Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer aus Frankfurt/Main. Auch Kai Kazmirek greift nach Achillessehnen-Problemen wieder an. Der WM-Dritte von 2017 und bis dato letzte deutsche Götzis-Sieger (2015) von der LG Rhein-Wied musste im Vorjahr die schon sichere EM-Teilnahme kurzfristig absagen.

Bundestrainer Hallmann kann auf eine gute Basis an Etablierten und Talenten bauen, gleich neun DLV-Zehnkämpfer übertrafen im Vorjahr die 8000 Punkte. "Wir haben auch unsere Schwächen, aber die Erfolge waren sicher kein Zufall", betonte der 35-Jährige, der im Vorjahr zum "Trainer des Jahres" gekürt wurde. Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Stärken - auch das zeichnet Hallmann aus. Er sagt: "Wenn alle Disziplinen so aufgestellt wären wie der Zehnkampf, dann müssten wir uns um die Leichtathletik in Deutschland keine Sorgen machen."

dpa

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