Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Leichtathletik Vetter im WM-Finale - Aus für Röhler und Hofmann
Sportbuzzer Sportmix Leichtathletik Vetter im WM-Finale - Aus für Röhler und Hofmann
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 05.10.2019
Problemlos das Finale im Speerwurf erreicht: Johannes Vetter. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Doha

Aus dem Quartett der deutschen Weltklasse-Speerwerfer schafften nur Titelverteidiger Johannes Vetter und Julian Weber den Einzug in den Medaillenkampf bei der Leichtathletik-WM in Doha. Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena blieb in der Qualifikation am Samstag mit nur 79,23 Meter ebenso auf der Strecke wie der EM-Zweite Andreas Hofmann. Der Mannheimer verfehlte mit 80,06 Meter fast ebenso deutlich die geforderte Qualifikationsweite von 84 Metern.

Bravourös meisterte dagegen der für die LG Offenburg startende Vetter die WM-Etappe vor dem Finale am Sonntag (18.55 Uhr/MESZ). Mit 89,35 Meter übertraf er mit dem ersten Wurf die verlangte Endkampf-Norm um 5,35 Meter. Der Mainzer Julian Weber kam mit 84,29 Meter weiter. Er war für Bernhard Seifert (Potsdam) nachnominiert worden, der wegen eines Formschwäche seinen Startplatz abtrat.

"Ich bin angelaufen und habe draufgehalten", sagte Vetter nüchtern. "Hauptsache über 84 Meter." Vor zwei Jahren hatte er in London bereits 91,20 Meter geworfen und im Finale das WM-Gold mit 89,89 Meter gewonnen. "Vielleicht ist es mit der Weite diesmal umgekehrt", hofft Vetter.

Restlos enttäuscht waren Röhler und Hofmann. "Technische Fehler haben es nicht möglich gemacht, dass ich die Quali-Weite geworfen habe. Der Fehler ist einfach bei mir selbst zu suchen", sagte Röhler. "Du hast drei Versuche da draußen, wenn du die nicht nutzt, ist es vorbei. So einfach ist der Sport und so traurig ist er manchmal."

dpa

Glücklich und müde ist Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul am Samstag in Frankfurt angekommen.

Der 21-jährige Mainzer, der bei der Leichtathletik-WM in Doha völlig unerwartet den Titel holte, zeigte sich zurück in Deutschland trotz Müdigkeit sehr ruhig und überlegt: "Ich hatte jetzt im Flugzeug das erste Mal wirklich Zeit, mir etwas darüber Gedanken zu machen, was das denn jetzt alles so irgendwie nach sich ziehen kann.

05.10.2019

Der deutsche 90-Meter-Speerwerfer Andreas Hofmann kritisiert die Kommerzialisierung im Sport.

"Oft geht es erst einmal um die Kohle, dann um den Sport. Das ist schade", sagte der 27-jährige Mannheimer im Interview mit dem Sportportal "Sportbuzzer".

05.10.2019

Die am Sonntag zu Ende gehende Leichtathletik-WM in Doha ist eine der Extreme: Hitze, leere Zuschauerrängen und ein Zeitplan mit viel Leerlauf. Es waren aber auch Titelkämpfe mit Hingucker, Aufreger, Innovationen, tollen Leistungen und neuen Stars.

05.10.2019