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So läuft die Handball-EM der Frauen

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05:09 30.11.2020
DHB-Vorstand Axel Kromer (l) und Frauen-Bundestrainer Henk Groener.
DHB-Vorstand Axel Kromer (l) und Frauen-Bundestrainer Henk Groener. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Frankfurt/Main

Mitten in der Corona-Krise findet die Handball-EM der Frauen statt. Die Pandemie hat Auswirkungen auf das Turnier vom 3. bis 20. Dezember. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen zur Endrunde.

Wo wird gespielt?

Ursprünglich sollte die EM mit 16 Mannschaften in Dänemark und Norwegen stattfinden. Wegen der angespannten Corona-Lage sprang Norwegen jedoch kurzfristig als Co-Gastgeber ab, so dass alle Turnierspiele in Dänemark ausgetragen werden. Spielorte sind Herning und Kolding, wo die deutsche Mannschaft ihre Vorrundenpartien austrägt.

Wie ist der Modus und wer sind die deutschen Gruppengegner?

Es gibt vier Vorrundengruppen, aus denen sich die jeweils drei besten Teams für die Hauptrunde qualifizieren. Die Ergebnisse aus den Spielen gegeneinander werden mitgenommen. Die beiden Erstplatzierten der zwei Hauptrundengruppen spielen um die Medaillen, die jeweils Drittplatzierten um Platz fünf. Die DHB-Auswahl trifft in der Vorrundengruppe D auf Rumänien, Norwegen und Polen. Bei einem Weiterkommen sind Weltmeister Niederlande, Ungarn, Serbien und Kroatien die möglichen Gegner.

Wo können die Fans die Spiele der deutschen Mannschaft sehen?

Im klassischen Fernsehen gibt es keine Übertragung. Immerhin zeigt "Sportdeutschland.TV" im Internet alle 47 Endrundenpartien, darunter auch die der DHB-Auswahl. "Natürlich wäre es uns sehr recht, wenn wir mit Frauenhandball im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auftauchen würden, aber da ist Fußball der große Platzhalter", sagte DHB-Vorstand Axel Kromer zur TV-Situation. "Wir möchten Frauenhandball in Deutschland präsenter machen, daher sind wir froh, dass Sportdeutschland.TV dem Nationalteam sehr hilft."

Wer sind die Favoriten?

Zu den heißesten Anwärtern auf EM-Gold zählen Weltmeister Niederlande, Titelverteidiger Frankreich sowie der EM-Zweite und WM-Dritte Russland. Aber auch Vize-Weltmeister Spanien oder der siebenmalige Titelträger und Rekord-Europameister Norwegen rechnen sich Chancen aus.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die EM aus?

Die Veranstalter haben ein strenges Hygienekonzept erarbeitet. Alle Beteiligten müssen vor der Einreise fünf negative Tests absolviert haben und sich direkt nach der Ankunft in Dänemark einem weiteren PCR-Test unterziehen. Danach geht es im Team-Hotel zunächst in die Isolation, bis die Ergebnisse vorliegen. Während der Endrunde wird alle drei Tage getestet. Der gesamte EM-Tross bewegt sich in einer Blase. Kontakte nach außen sind verboten, wer das Hotel außer zum Training oder Spiel verlässt, verliert seine Akkreditierung. Sollte es bei einer Mannschaft dennoch einen positiven Corona-Fall geben, darf der EM-Kader mit einer Ersatzspielerin aufgefüllt werden.

© dpa-infocom, dpa:201129-99-509800/2

dpa