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Handball Siegesserie beendet: Hannover kassiert erste Niederlage
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18:15 06.10.2019
Flensburgs Göran Johannessen (l) setzt zum Wurf auf das Berliner Tor an. Quelle: Axel Heimken/dpa
Kassel

Nun hat es auch den Spitzenreiter erwischt: Die Siegesserie der bisher ungeschlagenen TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga ist von der MT Melsungen gestoppt worden.

Die Niedersachsen verloren bei den Nordhessen mit 25:31 (15:17), führen die Tabelle mit 14:2 Punkten aber weiter vor den Rhein-Neckar Löwen (12:4) an. Dank einer 13-Tore-Gala von DHB-Kapitän Uwe Gensheimer kamen die Mannheimer gegen die HSG Wetzlar zu einem 29:26 (15:9).

Dahinter folgen Meister SG Flensburg-Handewitt nach einem 27:23 (12:9) gegen die Füchse Berlin und Melsungen mit jeweils 11:5 Zählern. Weiter oben dran bleibt auch Pokalsieger THW Kiel, der beim TBV Lemgo Lippe mit 30:27 (17:12) die Oberhand behielt. Der Rekordmeister, der zwei Spiele weniger als die Rivalen bestritten hat und in Niclas Ekberg (10 Tore) seinen besten Werfer hatte, verfügt als Fünfter über 10:2 Punkte.

In Kassel lieferten sich Melsungen und Hannover ein tempo- und torreiches Topspiel, in dem sich die Nordhessen nach der Pause absetzen konnten. Beim Spitzenreiter, der zuletzt in der Liga und im Pokal mit zwei Siegen gegen Flensburg geglänzt hatte, wurde vor allem der verletzte Regisseur Morten Olsen (Wade) vermisst. "Wir hatten in der Abwehr keinen Zugriff", sagte TSV-Nationalspieler Fabian Böhm, der sechs Tore erzielte. "31 Gegentore sind nicht unser Anspruch."

Bester MT-Schütze war der im Sommer aus Hannover gekommene Nationalspieler Kai Häfner mit sieben Toren. "Es freut uns natürlich, dass wir jetzt Vierter sind", sagte der Rückraumspieler. Zudem glänzte Torwart Nebojsa Simic, der unter anderem drei Siebenmeter parierte. Entsprechend zufrieden war Melsungens Trainer Heiko Grimm: "Es freut mich, dass wir die Partie relativ deutlich für uns entscheiden konnten. Wir sind aber gut beraten, demütig zu bleiben."

Gut erholt von der Doppel-Pleite gegen Hannover zeigte sich der Titelverteidiger aus Flensburg, der das Duell mit den Füchsen Berlin dank einer Steigerung nach der Pause souverän für sich entschied. "Das war heute wieder mehr SG als die beiden Spiele gegen Hannover", stellte Trainer Maik Machulla zufrieden fest. "Wir haben leidenschaftlich verteidigt und eine große Bereitschaft gezeigt."

Vor 6204 Zuschauern waren Nationalspieler Johannes Golla, dessen Vertrag vor der Partie bis 2023 verlängert wurde, Lasse Svan, Göran Johannessen und Magnus Röd mit je fünf Treffern beste Werfer bei den Hausherren. Erst in der Schlussphase ließ die SG im Vorgefühl des sicheren Sieges die Zügel schleifen. "Da haben wir das Gas zu doll rausgenommen", monierte Machulla.

dpa

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