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Handball DHB-Präsident: "Vielleicht Übersättigung" vom Fußball
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09:18 29.01.2019
Andreas Michelmann glaubt, dass der Handball in Deutschland seine Beliebtheit noch steigern kann. Quelle: Daniel Bockwoldt
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Frankfurt/Main

"Es ist schon ein Reflex, den wir mitkriegen: Ach ja, es gibt ja noch etwas anderes, und das andere ist auch toll, noch schneller, noch dynamischer."

Die Handball-WM in Deutschland und Dänemark, bei der die DHB-Auswahl den vierten Platz belegte, hatte eine begeisterte Stimmung ausgelöst und für Traumquoten im Fernsehen gesorgt. Die Live-Übertragung des Halbfinales Deutschland gegen Norwegen sahen in der ARD im Schnitt 11,91 Menschen. Das entsprach einem Marktanteil von 35 Prozent ab 20.30 Uhr.

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Zur Finanzierung von Zukunftsprojekten wie einem "Haus des Handballs" sollen die Mitgliedsbeiträge im Deutschen Handballbund nach dem Willen von Michelmann deutlich angehoben werden. "Wir müssen vom Almosen zum Beitrag übergehen. Die Franzosen kassieren rund zwölf Euro pro Handball spielenden Menschen, bei uns sind es gut 80 Cent", sagte Michelmann den "Lübecker Nachrichten".

Der 59 Jahre alte Politiker weiß um die Brisanz dieses Themas, schließlich seien darüber schon seine Amtskollegen im Volleyball und Schwimmen gestolpert. Dennoch sehe er keine Alternative, um Leuchtturmprojekte wie den Bau einer Akademie nach französischem Vorbild umzusetzen. "Es wird endlich Zeit, dass wir das Jammern einstellen. Die Beitragserhöhung ist eine absolute Notwendigkeit", betonte der DHB-Boss.

Neben eigenen Anstrengungen setzt Michelmann auch auf die Unterstützung von Bund, Land und Stadt. Einen Standort für ein Handball-Zentrum mit Geschäftsstelle, Halle, Akademie und kooperierenden Hotels gibt es derzeit noch nicht.

dpa