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Mercedes darf Technik-Trick beim Formel-1-Auftakt nutzen

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07:40 04.07.2020
Weltmeister Lewis Hamilton steht im Mercedes ein spezielles Steuerungssystem zur Verfügung. Quelle: Joe Klamar/pool AFP/AP/dpa
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Spielberg

Der Einspruch sei unbegründet, weil das sogenannte DAS-System gemäß des aktuellen Regelwerks Teil der Steuerung des Autos und nicht der Radaufhängung sei, entschieden die Kommissare.

Mercedes hatte die Duale Achsen-Steuerung schon bei den Testfahrten im Februar zum Einsatz gebracht. Nach einigem Wirbel hatte der Weltverband Fia den Kniff für die Saison 2021 bereits verboten, in diesem Jahr will Mercedes das System aber noch nutzen. Dafür hat das Weltmeister-Team nun die Erlaubnis.

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Bei der DAS-Nutzung zieht der Fahrer auf einer Geraden das Lenkrad an sich und drückt es kurz vor der Kurve wieder von sich weg. Dabei neigen sich die Vorderräder zunächst leicht nach innen, ehe sie wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehren.

Diese Vorspurverstellung dient der Temperaturregulierung der Reifen. Üblicherweise kühlen die Pneus auf einer Geraden aus. Dank des DAS-Systems werden die Vorderräder aber leicht verstellt, was den Rollwiderstand erhöht. Zusätzliche Reibung erzeugt Hitze, und aufgewärmte Reifen bieten mehr Halt in einer Kurve.

Bei den ersten Übungsrunden in Österreich, wo die Formel 1 mit vier Monaten Verspätung ihr WM-Jahr beginnt, waren Hamilton und Bottas deutlich schneller als die Rivalen. Angesichts des Verbots für die nächste Saison und der Ungewissheit, wie viele Rennen dieses Jahr noch gefahren werden können, ist aber offen, ob die Konkurrenz nun den Technik-Trick von Mercedes noch kopieren wird.

© dpa-infocom, dpa:200704-99-669091/2

dpa