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Formel 1 Hamilton nach Corona-Pause Zweiter - Vettel abgeschlagen
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Hamilton nach Corona-Zwangspause Trainings-Zweiter

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16:32 11.12.2020
Lewis Hamilton beim Training in Abu Dhabi.
Lewis Hamilton beim Training in Abu Dhabi. Quelle: Giuseppe Cacace/Pool AFP/AP/dpa
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Abu Dhabi

Richtig zufrieden konnte Lewis Hamilton nach dem Ende seiner Corona-Zwangspause nicht aus seinem Mercedes steigen.

Die schnellste Trainingsrunde wurde dem Formel-1-Weltmeister am Freitag in Abu Dhabi gestrichen, zudem bremsten technische Probleme den 35-jährigen Briten gleich zweimal aus.

Bei seiner Rückkehr auf die Rennstrecke meldete sich Hamilton vor dem Großen Preis in den Emiraten trotzdem als Zweiter zurück. Teamkollege Valtteri Bottas aus Finnland setzte die Bestzeit, Max Verstappen im Red Bull wurde Dritter. Abgeschlagen reichte es für Sebastian Vettel vor seinem letzten Grand Prix mit Ferrari mit großem Rückstand nur zu Rang 15.

"Ich kann nicht ausdrücken, wie dankbar ich bin, zurück zu sein. Zurück mit meinem Team, und zurück mit dem, was ich liebe", twitterte Hamilton. Die Corona-Infektion ging nicht spurlos an ihm vorbei, wie der Dauersieger bereits am Dienstag in einem Video verriet: "Das war definitiv eine der härtesten Wochen, die ich für einige Zeit hatte."

Der siebenmalige Weltmeister hatte sich am Montag vor einer Woche nach einem positiven Corona-Test in Bahrain in Quarantäne begeben müssen. Erst am Donnerstag erhielt er die Freigabe, um noch am Saisonfinale teilnehmen zu dürfen.

Bereits seit dem Großen Preis der Türkei Mitte November steht er erneut als Weltmeister fest, wollte sich die Teilnahme am Schluss der turbulenten Corona-Notsaison aber nicht nehmen lassen. Hamilton ist mit fünf Erfolgen Rekordsieger in Abu Dhabi, der dritte Triumph nacheinander ist am Sonntag (14.10 Uhr/RTL und Sky) möglich. Dass es nicht schon am ersten Tag zur Bestzeit reichte, lag auch daran, dass er kurz vor Ende seines besten Umlaufs von der Strecke abkam. Zudem klagte er über Probleme mit dem Getriebe und zuvor mit den Bremsen.

Nach dem Rennen endet Hamiltons Vertrag. Eigentlich hätte in der vergangenen Woche verhandelt werden sollen, doch die Corona-Infektion verhinderte das. "Wir sind uns ja absolut einig, was die Rahmenbedingungen angeht. Jetzt warten wir ab, dass er wieder auf die Beine kommt – dann werden wir sprechen", sagte Motorsportchef Toto Wolff der "Süddeutschen Zeitung", der sich einen Wechsel seines Stars nicht vorstellen kann. "Ich glaube nicht, dass Lewis jemals woanders fahren wollen würde. Ich glaube auch, dass er noch unerledigte Aufgaben hat", sagte der 48 Jahre alte Österreicher.

Hamiltons Ex-Dauerrivale Vettel verabschiedet sich derweil nach sechs Jahren von Ferrari. "Ich fühle mich wie vor jedem anderen Rennen", sagte der viermalige Weltmeister. In der Garage könnte es dann vor und nach dem Grand Prix aber doch emotional werden.

Der Heppenheimer fährt ab 2021 für das neue Werksteam von Aston Martin und rechnet sich im 118. Rennen für die Scuderia nur wenige Chancen aus. "Diese Strecke liegt uns nicht wirklich", sagte Vettel, der im Training mit 1,922 Sekunden Rückstand hinterherfuhr. In der WM-Wertung ist der 33-Jährige als 13. so schlecht wie nie zuvor in seiner Karriere.

Im ersten Training war Mick Schumacher auf Platz 18 gefahren. Der 21-Jährige saß erstmals im Auto seines künftigen Arbeitgebers Haas und übernahm den Wagen des Dänen Kevin Magnussen. Schumacher fuhr 23 Runden und leistete sich dabei keine Fehler. Ab 2021 wird der Sohn von Michael Schumacher Stammpilot des amerikanischen Teams.

© dpa-infocom, dpa:201211-99-658999/4

dpa