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Formel 1 Auch Renault will Urteil im Racing-Point-Streit anfechten
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Auch Renault will Urteil im Racing-Point-Streit anfechten

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15:37 12.08.2020
Das französische Werksteam Renault will das Urteil im Racing-Point-Streit anfechten. Quelle: Bryn Lennon/Pool Getty/AP/dpa
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Ferrari bestätigte ebenfalls, die Entscheidung nicht hinnehmen zu wollen, der zufolge Racing Point 15 WM-Punkte abgezogen wurden und das Team 400.000 Euro Geldbuße zahlen muss, die betroffenen hinteren Bremsschächte des Rennwagens trotz festgestellten Regelbruchs aber weiter benutzen darf.

McLaren, das ebenfalls zunächst über einen Protest nachgedacht hatte, will das Urteil nicht anfechten. Man werde das weitere Vorgehen mit Interesse verfolgen, hieß es. Verzichten wird auch Williams. Das bestätigte das Team am Mittwoch in einer kurzen Stellungnahme vor Ablauf der Frist von 96 Stunden.

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Dafür will Racing Point selbst Einspruch gegen die Strafen einlegen, wie die Formel 1 auf ihrer Homepage am Mittwoch bekanntgab. Teammitbesitzer Lawrence Stroll hatte bereits am vergangenen Wochenende seinem Unmut über das Urteil in ungewohnt deutlicher Manie kundgetan. Die Angelegenheit wird nun vor dem Berufungsgericht des Internationalen Automobilverbandes verhandelt werden, ein Datum ist noch nicht bekannt.

In dem Kopie-Streit geht es darum, dass bestimmte Bauteile an den Rennwagen von den Teams selbst entworfen und entwickelt werden müssen. Dem Racing-Point-Team wird von vielen aber vorgehalten, mehr oder weniger eine Kopie des Mercedes der vergangenen Saison zu sein - der deutsche Autobauer ist der Antriebspartner von Racing Point.

Das Team selbst räumte auch ein, Bremsbelüftungen von 2019 bei Mercedes eingekauft zu haben. Als diese Komponenten 2020 im Zuge einer Regeländerung auf die entsprechende Liste aufgenommen wurden, habe man sie auch nicht eingesetzt. Das Wissen und die Informationen flossen gleichwohl in die Komponenten ein.

© dpa-infocom, dpa:200812-99-136907/4

dpa