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Eishockey Sudden Death, Puck & Co.: Fachbegriffe zum Mitreden
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07:47 11.05.2019
Spielgerät beim Eishockye: Der Puck. Quelle: Rolf Vennenbernd
Kosice

SUDDEN DEATH: Der "plötzliche Tod". So wird etwas martialisch seit jeher eine Niederlage in der Verlängerung genannt. Traditionell kennt das Eishockey kein Unentschieden. Steht es nach 60 Minuten Spielzeit unentschieden, geht es in die Verlängerung. Anders als im Fußball ist die Verlängerung und das Spiel sofort beendet, wenn ein Tor fällt. Die Mannschaft, die das Tor kassiert, hat verloren - sie ereilt der "sudden death". Im Fußball wurde dieses Prinzip auch einmal ausprobiert: Oliver Bierhoff schoss Deutschland 1996 in der Verlängerung gegen Tschechien zum EM-Titel. Zurückhaltender hieß das "Golden Goal". Darüber wird im Eishockey gerne gelacht.

POWERPLAY: So wird eine Überzahlsituation im Eishockey genannt. Da sich jeweils nur fünf Feldspieler pro Team gegenüberstehen, ist eine Hinausstellung gegen einen Spieler eine enorme Schwächung für dessen Mannschaft. Mit einem Mann mehr auf dem Eis kann der Gegner großen Druck auf das gegnerische Tor ausüben: Es entsteht ein "powerplay".

SPECIAL TEAMS: So werden die Über- und Unterzahl-Formationen einer Mannschaft genannt. Die sogenannten "special teams" haben eine große Bedeutung im modernen Eishockey. Gerade in entscheidenden Spielen bei Weltmeisterschaften gibt es kaum mehr Strafzeiten, die Teams spielen in der Regel sehr diszipliniert - vor allem dann, wenn die Spiele ausgeglichen sind. Oft gewinnt die Mannschaft, bei der die "special teams" am besten funktionieren. Dafür hat jedes Team eigens zuständige Trainer neben dem Chefcoach.

BULLY: Mit dem Bully wird stets das Spiel eröffnet - zum Beginn eines jeden Spieldrittels und nach einer Unterbrechung während der Partie. Zwei Spieler - je einer pro Team - stehen sich gegenüber und der Schiedsrichter wirft den Puck auf das Eis. Beide Spieler versuchen, mit ihrem Schläger den Puck unter Kontrolle zu bringen.

PENALTY: So wird eine Strafzeit gegen ein Team oder einen Spieler genannt, vor allem aber auch der Strafstoß. Anders als in anderen Sportarten, in denen ein Spieler eines Teams von einem definierten Punkt auf das gegnerische Tor schießt, läuft im Eishockey ein Spieler mit dem Puck von der Mittellinie aus alleine auf das gegnerische Tor zu und kann schießen, sobald er will. Im Eishockey sind die Chancen des Torhüters dabei aber wesentlich größer als etwa im Fußball. Ein Penalty wird meist dann verhängt, wenn ein Spieler alleine vor dem gegnerischen Tor steht und regelwidrig am Abschluss gehindert wird.

PUCK: Den Fehler sollte beim Gespräch über Eishockey niemand machen: Gespielt wird nicht mit einem Ball, sondern mit einer Hartgummi-Scheibe, dem Puck. Der ist schwarz, ziemlich schnell und er tut extrem weh, wenn man unkontrolliert von ihm getroffen wird.

EMPTY NET: Tore ins "leere Netz" fallen im Eishockey relativ häufig. Dies kann immer dann geschehen, wenn ein Team kurz vor dem Ende zurückliegt. Dann nimmt der Trainer seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dadurch entsteht eine Überzahl-Situation, es kommt aber zu einem "empty net" - das eigene Tor bleibt leer. Kommt die gegnerische Mannschaft dann in Puckbesitz, kann sie ins leere Tor schießen.

dpa

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