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Eishockey Finnland ohne Stars zum dritten Mal Eishockey-Weltmeister
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15:46 11.07.2019
Der Finne Marko Anttila (12) feiert sein Tor im Finale gegen Kanada. Quelle: Joel Marklund/Bildbyran via ZUMA Press
Bratislava

Das Heimatland des deutschen Bundestrainers Toni Söderholm holte sich damit zum dritten Mal nach 1995 und 2011 den WM-Pokal. Auch vor acht Jahren hatte Finnland im slowakischen Bratislava unter dem aktuellen Weltmeister-Coach Jukka Jalonen triumphiert. Diesmal schoss Marko Anttila von Jokerit Helsinki die Finnen einen Tag vor seinem 34. Geburtstag mit zwei Toren (23. Minute/43.) zum Titel und zum ersten Finalsieg gegen Kanada nach zuvor drei fehlgeschlagenen Versuchen 1994, 2007 und 2016. Die Entscheidung besorgte Harri Pesonen (56.).

Jalonen hatte in seiner Heimat vor dem WM in der Kritik gestanden, weil etliche NHL-Stars abgesagt hatten und Jalonen auf weitere prominente Spieler verzichtet hatte. "Der Geist, der bei uns in der Kabine herrscht, ist der beste, den ich jemals gespürt habe", sagte Toni Rajala vom EHC Biel aus der Schweiz aber bereits nach dem 1:0-Überraschungssieg gegen den Top-Favoriten Russland im Halbfinale am Vortag. Auch da hatte Anttila das Siegtor geschossen.

Shea Theodore (11.) von den Las Vegas Golden Knights hatte Kanada in Führung gebracht. Doch im Mittelabschnitt drehten die Finnen auf, machten Druck und wurde im Schlussdrittel belohnt.

Damit bleibt Kanada in der Liste der Weltmeister weiter knapp hinter Russland (27 Titel). Zuletzt hatten die Kanadier, die zum vierten Mal binnen fünf Jahren im Finale standen, 2016 mit einem 2:0-Endspielsieg gegen Finnland in Russland gesiegt. Deutschland ist das einzige Team, das den aktuellen Weltmeister Finnland bei dieser WM in regulärer Spielzeit bezwingen konnte (4:2).

Das intensive Spiel begann ausgeglichen. Oliver Kaski von den Pelicans Lahti vergab früh während einer Unterzahlsituation einen Penalty (6. Minute). Zuvor war der in Schweden spielende Jerre Sallinen alleine aufs Tor laufend gefoult worden. Mit einer starken Einzelaktion setzte sich später Kanadas Verteidiger Theodore vehement durch und schloss unhaltbar gegen Finnlands Keeper Kevin Lankinen ab.

Der Torhüter der Rockford IceHogs aus der zweitklassigen nordamerikanischen Profiliga AHL war am Vortag nach einer überragenden Leistung im Halbfinale gegen Russland beim 1:0 noch ohne Gegentor geblieben. Im Finale jedoch zeigten beide Teams ein offenes und offensives Spiel und leisteten sich auch - untypisch für ein WM-Finale - ein paar Strafzeiten.

Eins der daraus resultierenden Überzahlsituationen nutzte Anttila zum Ausgleich. Danach wurde des Match spektakulärer. Beide Teams spielten mutig nach vorne und hatten etliche Chancen. Im Schlussabschnitt wurden aber die Finnen belohnt und siegten am Ende verdient.

dpa

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