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10:58 12.04.2019
Toni Söderholm hofft noch auf Verstärkung aus Übersee. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Kaufbeuren

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm rechnet damit, für die Weltmeisterschaft im Mai einige Profis aus der Eliteliga NHL als Verstärkung zu bekommen.

Feste Vereinbarungen etwa mit Stürmerstar Leon Draisaitl verkündete der Coach nach dem ersten Vorbereitungsspiel aber noch nicht. "Ich kann nur sagen, dass die Jungs positiv sind", sagte der Finne nach dem 2:1 gegen WM-Gastgeber Slowakei über seine Kaderkandidaten in Übersee.

Neben Draisaitl als zweitbestem Torschützen der gesamten NHL haben auch dessen Edmonton-Teamkollege Tobias Rieder, Dominik Kahun aus Chicago und Neuling Nico Sturm von Minnesota mit ihren Mannschaften die Playoffs verpasst. Ihre Saison in Nordamerika ist damit vorbei.

Auch Verteidiger Korbinian Holzer aus Anaheim ist nicht mehr in der K.o.-Phase dabei und deshalb bereit für die Nationalmannschaft. "Ich weiß es noch nicht zu 100 Prozent, aber es sieht gut aus", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Söderholm hatte jüngst gesagt, dass die NHL-Profis am 22. April oder 2. Mai zum Team stoßen könnten.

Der Nachfolger von Marco Sturm erklärte, dass für eine WM-Zusage viele Faktoren passen müssten wie Absprachen mit den Clubs, familiäre Angelegenheiten und Versicherungsfragen für den Fall einer Verletzung. "Ich glaube schon, dass wir in dem Bereich positiv rauskommen", sagte Söderholm. Er hoffe, in der nächsten Woche mehr Klarheit zu haben. Söderholm teilte immerhin mit, dass keiner dieser Spieler bereits abgesagt habe.

Am Samstag (20.00 Uhr) beim zweiten Duell mit den Slowaken und in zwei Partien in Tschechien in der nächsten Woche darf sich das Team beweisen, das mit einem Sieg in die Vorbereitung gestartet war. "Ich hoffe aus Respekt für die Mannschaft, die jetzt hier kämpft, dass man nicht allzu viel spekuliert über andere Spieler", sagte er. "Die Mannschaft hat es verdient, in Ruhe ihre Arbeit zu machen."

Möglicherweise stoßen neben den NHL-Profis auch Spieler aus der Deutschen Eishockey Liga, etwa von den in den Playoffs bereits ausgeschiedenen Kölner Haien, erst nach Ostern zum Team. "Man muss kein Einstein sein, um zu sehen, dass es noch Spieler in der Liga gibt, die interessant für uns sind", sagte Söderholm dazu.

dpa

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