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15:12 01.03.2020
Julia Taubitz gewann erstmals den Gesamtweltcup. Quelle: Peter Kneffel/dpa
Schönau am Königssee

Mit dem zufriedenstellenden Saisonende konnte Norbert Loch gut leben. "Ich freue mich über die Ergebnisse, weil es in der Saison doch Auf und Ab ging", sagte der Rennrodel-Bundestrainer nach dem Weltcup-Finale am Königssee.

Trotz des Umbruchs im Frauen-Team und der schwierigen Situation im starken und ausgeglichen Männer-Feld kann sich die Bilanz der deutschen Rodler durchaus sehen lassen. Zwei Weltcup-Gesamtsiege durch Julia Taubitz und den Doppelsitzern Toni Eggert/Sascha Benecken sowie der Sieg am Sonntag der Team-Staffel gingen am Ende an Deutschland. "Auch bei der WM konnten wir gut mithalten", meinte der Bundestrainer. In Sotschi gab es zwei WM-Titel und insgesamt fünf Podestplätze.

Die Frauen und die Doppelsitzer bleiben die Sieggaranten im deutschen Rennrodelsport. Die Oberwiesenthalerin Julia Taubitz gewann am Samstag erstmals in ihrer Karriere den Gesamtweltcup und konnte damit die seit 22 Jahren andauernde Erfolgsserie der deutschen Frauen fortsetzen. Der 23-Jährigen genügte beim Finale am Königssee ein zweiter Platz hinter Teamkollegin und Überraschungssiegerin Anna Berreiter (Berchtesgaden). "Ich kann es noch gar nicht fassen. Das ist ein wundervolles Gefühl", sagte Taubitz, die davon profitierte, dass die bislang Führende Russin Tatjana Iwanowa nur auf Rang sechs kam und im Gesamtklassement acht Punkte hinter Taubitz zurückfiel.

Bei den Doppelsitzern gab es den erwarteten deutschen Erfolg: Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) gewannen nach dem WM-Titel in Sotschi auch das Gesamtklassement im Weltcup vor ihren Teamkollegen aus Berchtesgaden Tobias Wendl/Tobias Arlt. "Das war ein geiles Finale. Man ist in solchen Situationen auch schon ein bisschen unter Druck. Aber wir haben einen guten Job gemacht", befand Eggert, der sich mit seinem Partner zum vierten Mal nacheinander den Sieg im Klassement sichern konnte.

Selbst Felix Loch, der in dieser Saison ohne Weltcupsieg blieb, war über seinen vierten Platz am Sonntag nicht unglücklich. "Damit kann ich in dieser Saison zufrieden sein", sagte der sechsmalige Weltmeister, der sich zum Abschluss mit Berreiter und Eggert/Benecken den Sieg in der Staffel sicherte.

dpa

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