Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Boxen Arslan verliert WM-Kampf gegen Lerena
Sportbuzzer Sportmix Boxen Arslan verliert WM-Kampf gegen Lerena
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:29 09.02.2020
Kevin Lerena (r) aus Südafrika wird zum Sieger erklärt. Neben ihm steht Firat Arslan. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Göppingen

Ringrichter Leszek Jankowiak beendete den Kampf daraufhin und erklärte IBO-Champion Kevin Lerena zum Sieger durch technischen K.o. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum skurrilen Ende des WM-Kampfes - und wahrscheinlich auch Arslans Karriere.

Wie ist der Kampf beendet worden?

Es lief die sechste Runde, Weltmeister Lerena hatte seinen 22 Jahre älteren Gegner Arslan gerade hart getroffen und zum Taumeln gebracht, da flog ein weißes Handtuch aus Arslans Roter Ecke in die Ringmitte. Aber weder Arslans Trainer und Mentor Ted Lackner noch sonst jemand aus dem Betreuerstab hatte es auf die Reise geschickt - sondern der Hamburger Promotor Erol Ceylan. "Ja, es ist ungewöhnlich", sagte der IBO-Kampfbeauftragte Philippe Verbeke der Deutschen Presse-Agentur. "Aber ich denke der Promotor wollte seinen Boxer schützen. Und es war nötig, ihn zu schützen." Aus seiner Sicht gehöre Ceylan zum Team. Die Entscheidung des Ringrichters sei korrekt.

Wie hat Arslan auf die Niederlage reagiert?

Als Arslan mit dickem rechten Auge gut eine Stunde nach dem Kampf in der Pressekonferenz saß, war er noch immer sauer. "Er gehört nicht zu meinem Team. Es ist traurig, dass der Kampf so endet", sagte Arslan. "Ich schätze Erol als Mensch, ich weiß, dass er an meine Gesundheit gedacht hat. Aber so geht das nicht." Ceylan habe kein Recht gehabt, das Handtuch zu werfen. "Das könnte ja sonst jeder machen, der sich um meine Gesundheit sorgt." Er sei noch nicht verteidigungsunfähig gewesen. "Meine Deckung war noch oben", sagte Arslan. Ceylan dagegen betonte: "Er wäre schwer K.o. gegangen."

Wie ist Ceylan an das Handtuch gekommen?

Ein Boxer, ein Handtuch - sollte man meinen. Glaubt man Arslans Mentor Lackner, hat er das entscheidende Stück Stoff nie aus der Hand gegeben. Ceylan dagegen sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das lag da auf der Treppe und ich habe es einfach aus Reflex reingeworfen." Er hätte es wieder gemacht. "Ich bereue es nicht."

Was bedeutet die Niederlage und der verpasste Rekord für Arslans Zukunft?

Mit 49 Jahren und 133 Tagen wollte Arslan den US-Amerikaner Bernard Hopkins ablösen, der 2013 im Alter von 48 Jahren und 53 Tagen noch einmal Weltmeister geworden war. Daraus wird wohl nichts mehr, denn Ceylan hat wohl nicht nur den Kampf, sondern auch Arslans Karriere beendet. "Es ist gut möglich, dass es mein Karriereende ist. Aber ich muss mir das erst anschauen", sagte Arslan. Er wolle sich noch nicht festlegen. Einen Rückkampf gegen Lerena wird es sicher nicht geben. Der Südafrikaner erteilte einem erneuten WM-Kampf gegen Arslan noch in der Nacht eine Absage: "Ich habe größere Pläne."

dpa

Im biblischen Box-Alter von über 49 Jahren will es Firat Arslan noch einmal wissen. Um am Samstag Geschichte zu schreiben, schreckt er auch vor radikalen Einschnitten in sein Leben nicht zurück.

06.02.2020

Die Verhandlung im Rechtsstreit zwischen dem gekündigten Boxtrainer Ulli Wegner und der Sauerland Event GmbH findet vorerst nicht statt.

Der Termin am 18. März sei auf Antrag der Parteien aufgehoben worden, teilte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am Mittwoch mit.

05.02.2020

Der ehemalige Boxweltmeister Arthur Abraham will noch einmal in den Ring. Sein Gegner soll der frühere Champion Felix Sturm sein, der derzeit wegen Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Anti-Dopinggesetz angeklagt ist und sich in einem Strafprozess in Köln verantworten muss.

26.01.2020