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Sportmix Zu viele Fehlschüsse: Biathleten in Staffel nur Fünfter
Sportbuzzer Sportmix Zu viele Fehlschüsse: Biathleten in Staffel nur Fünfter
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16:39 18.01.2020
Biathlet Benedikt Doll am Schießstand. Quelle: Matthias Balk/dpa
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Ruhpolding

Im dichten Schneetreiben von Ruhpolding haben die deutschen Biathleten die WM-Staffelgeneralprobe verpatzt. Weil es am Schießstand nicht rund lief, mussten sich Roman Rees, Philipp Nawrath, Arnd Peiffer und Benedikt Doll mit Rang fünf zufrieden geben.

35 Tage vor der WM-Staffel von Antholz ließen die DSV-Athleten zu viele Scheiben stehen - zwölf Nachlader waren einfach zu viel, um die erstmals in diesem Winter siegreichen Franzosen anzugreifen. Erst 2:13,1 Minuten nach den überragenden Franzosen trudelte Schlussläufer Doll ins Ziel.

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Nach zuvor zwei Podestplätzen in Oberhof (3.) und Hochfilzen (2.) war es nach Rang acht zum Saisonauftakt in Östersund das zweitschlechteste Saisonergebnis. Doch als schlechtes Omen für den Saisonhöhepunkt in Südtirol wollte Doll das nicht sehen. "Auf keinen Fall. Wir behalten die zwei guten Staffeln in unseren Gedanken", sagte der Schwarzwälder. "Um den Kontakt zum Podest herzustellen, hätte ich gut durchkommen müssen. Aber mein Liegendschießen war zu schlecht", sagte Doll. Rang zwei ging an Norwegen vor Österreich.

Beim letzten Staffelsieg vor drei Jahren in Antholz hatte Schlussläufer Simon Schempp im Zielsprint den Norweger Emil Hegle Svendsen im Fotofinish bezwungen. Doch der formschwache Schempp, der eine Trainingspause einlegt und auch bei der WM-Generalprobe in Pokljuka kommende Woche fehlt, war ebenso nicht dabei wie der etatmäßige Staffelläufer Erik Lesser. Lesser sprintete im IBU-Cup in Osrblie in der Verfolgung auf Rang sieben.

Weil das Duo fehlt, gab Bundestrainer Mark Kirchner den aus dem zweitklassigen IBU-Cup hochgerückten Rees und Nawrath eine Chance und testete mit Blick auf den Saisonhöhepunkt mögliche Alternativen. Doch sowohl Rees (3 Nachlader) als auch der im Sprint als Siebter überzeugende Nawrath (6 Nachlader) kamen vor den 22.000 Fans in der Chiemgau Arena nicht zurecht - so dass Deutschland zur Rennhalbzeit schon fast zwei Minuten (9. Platz) hinter der Spitze zurücklag.

Olympiasieger Peiffer zeigte als Einziger des DSV-Quartetts eine souveräne Leistung und brachte sein Team als Vierter in Schlagdistanz zum Podium. Doch Ex-Weltmeister Doll, in Oberhof zuletzt mit einer Strafrunde belastet, kam nicht schadlos durch, so dass der Angriff auf Rang drei ins Leere ging.

Beim großen Finale am Sonntag wollen die Deutschen in den Verfolgungsrennen angreifen. Nach ihrem Debakel am Schießstand in der Damen-Staffel mit den beiden Strafrunden brennt Vanessa Hinz (12.15 Uhr/ZDF und Eurosport) auf Wiedergutmachung. Als Achte startet die 27-Jährige 63 Sekunden hinter Sprint-Siegerin Tiril Eckhoff.

Bei den Männern sind die Abstände viel geringer. Doll startet (14.30 Uhr) als Sprint-Dritter zwölf Sekunden hinter Sieger Martin Fourcade aus Frankreich. 25 bis 70 Sekunden beträgt der Rückstand für Nawrath, Johannes Kühn, Rees, Peiffer und Philipp Horn.

dpa