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Sport Regional Volle Startboxen in Dresden-Seidnitz
Sportbuzzer Sport Regional Volle Startboxen in Dresden-Seidnitz
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10:14 14.07.2018
Drei der zwölf startenden Pferde beim Großen bwin-Sommerpreis stammen aus dem Stall von Andreas Wöhler. Quelle: Foto: Archiv
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Dresden

Wenn an diesem Sonnabend die Startglocke zum dritten Renntag auf der Galopprennbahn in Seidnitz läutet, können sich die Turf-Freunde auf volle Startboxen und damit auf jeden Fall auf spannende acht Rennen freuen. Insgesamt 87 Pferde werden gesattelt. Natürlich richten sich alle Augen vor allem auf das erste Listenrennen der Saison, den mit 25 000 dotierten Großen bwin-Sommerpreis über 1900 m. Unter den zwölf Startern sind gleich drei Vollblüter aus dem Gütersloher Stall von Andreas Wöhler. Vor allem der vierjährige Hengst Yaa Salaam, der vom ersten Stall-Jockey Eduardo Pedroza geritten wird, gehört zu den Top-Favoriten. Immerhin ist er in diesem Jahr bei zwei Starts im Ausgleich I nicht zu schlagen gewesen. Aber auch der ein Jahr ältere Stallgefährte Cashman unter Jozef Bojko ist zu beachten.

Dagegen dürften dem dreijährigen Wesenberg mit Maxim Pecheur im Sattel eher nur Außenseiterchancen eingeräumt werden. Für Andreas Wöhler wäre ein Sieg sicher Balsam auf die Seele, nachdem er mit seinem Schützling Royal Youmzain beim Hamburger Derby „nur“ den dritten Platz erreichte und sich dabei „über eine grobe Unsportlichkeit“ von Siegreiter Adrie de Vries ärgerte, wie Wöhler ein paar Tage später auf seiner Homepage zugibt. So schreibt der Trainer enttäuscht: „…sich im Einlauf umzudrehen, den Favoriten zu sehen und dann rüberzuziehen, um ihm vor die Karre zu fahren. Dass man im Eifer des Gefechtes schon mal vor die Füße seines Gegners läuft, bleibt nicht aus, aber das ganz offensichtlich vorsätzlich zu inszenieren, spricht nicht für den Charakter eines Sportlers. Lediglich eine kurze Überprüfung und fünf Tage Lizenzentzug sind dafür schon direkt entgegenkommend“, macht Wöhler seinem Ärger über den Niederländer, der wegen dieser Sperre natürlich auch in Dresden nicht reiten darf, Luft und ist zugleich sauer über die seiner Meinung nach zu geringe Strafe. Ein Sieg im Sommerpreis würde Wöhler auf jeden Fall den Frust etwas vertreiben.

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Ein ernst zu nehmender Gegner wird aber sicher auch der vierjährige Wallach Fulminato aus dem Kölner Quartier von Andreas Suborics sein. Der ehemalige Top-Reiter wechselte zu Beginn vorigen Jahres ins Trainer-Metier und übernahm den Stall von Andreas Löwe. Mit Filip Minarik sitzt ein ebenfalls exzellenter Könner im Sattel. Mit Sergio Jeanot Bardottier werden die Turf-Fans in diesem Rennen erstmals einen Mann aus Mauritius in Seidnitz beobachten können. Der 33-jährige Champion seines Landes arbeitet für den Münchner Trainer Michael Figge und reitet die fünfjährige Stute Miss England. Bardottier, der schon in Katar und Australien aktiv war, hat nur diesen einen Ritt.

Mit insgesamt 20 Galoppern sind auch die Seidnitzer Trainer an diesem Renntag stark vertreten. Und vor allem Stefan Richter, der allein zwölf Starter in die Boxen schickt, rechnet sich gute Chancen auf gute Platzierungen aus. Die größten Hoffnungen liegen sicher auf Adao und La Mia in den letzten beiden Rennen.

Weil die ersten fünf Rennen vom französischen Wettanbieter PMU übertragen werden, erfolgt der erste Start bereits um 11.15 Uhr. Vom Tisch ist übrigens eine mögliche Übernahme des in Bad Doberan abgesagten Renntages, denn diesen übernimmt Bad Harzburg.

Von ah