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Sport Regional VC-Dresden-Kapitän Grosche fehlt zum Auftakt
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15:38 10.10.2015
Mit dieser Mannschaft möchte der VC Dresden in der 3. Liga Ost eine gute Rolle spielen und neue Zuschauer und Sponsoren anlocken. Quelle: Rolf Hieke
Dresden

Die Volleyballer des VC Dresden treten ein schweres Erbe an. Wenn der Drittliga-Aufsteiger heute gegen den TSV Deggendorf in die Saison startet, verbinden die meisten Konkurrenten das Team von Trainer Sven Dörendahl mit dem Status eines ehemaligen Erstligisten. Nachdem der Bundesliga-Mannschaft im letzten Jahr nach internen Streitigkeiten und einer Insolvenz die Lizenz entzogen wurde, wagen die Elbestädter einen Neubeginn.

So wurde von heute auf morgen die ehemalige zweite Mannschaft, die in der Regionalliga spielte, zur Nummer eins. Sie schaffte den Aufstieg in Liga drei und im Sommer kehrten ehemalige erst- und zweitligaerfahrene Spieler zurück. Allen voran Ex-Kapitän Eric Grosche, aber auch Christian Heymann oder Hannes Müller. Mit Martin Kroß oder Daniel Schmitt blieben wichtige Leistungsträger an Bord. „Wir haben den Anspruch, wieder einen positiven Trend herzustellen“, so das Credo von Sven Dörendahl. Er sieht zwei Ebenen: „Sportlich ist sicher dabei die etwas leichtere Aufgabe. Wirtschaftlich dagegen müssen wir bei Partnern und Sponsoren erst wieder Vertrauen aufbauen. Dazu hat unser Verein noch immer Strafgebühren und dergleichen abzustottern, was für uns heißt, mit einem Minimaletat auszukommen. Die Spieler sind durchweg Amateure, wir trainieren nur dreimal in der Woche und Trainingslager oder weite Auswärtsfahrten zu Testspielen waren für uns natürlich nicht drin“, erklärt der 42-Jährige.

Er glaubt: „Die Gegner sehen in uns das ehemalige Erstliga-Team und deshalb schieben sie uns die Favoritenrolle zu. Damit müssen wir leben, zumal wir nominell sicher auch gut besetzt sind und oben mitspielen können. Doch wenn wir wirklich erfolgreich sein wollen, dann muss die Trainingsbeteiligung stimmen, alle müssen gesund sein und jeder muss in jedem Spiel an seine Leistungsgrenzen gehen.“

Über das Thema „Klassenerhalt“ will Dörendahl deshalb auch keine großen Worte verlieren. Das sei das Minimum. Doch ein konkretes Saisonziel nennen oder gar das Wort „Aufstieg“ in den Mund nehmen, will der erfahrene Ex-Profi ebenfalls nicht: „Viele Gegner sind für uns unbeschriebene Blätter. Und wir wollen ja keine Traumtänzer sein, sondern realistisch bleiben. Nach einigen Spielen werden wir sehen, wohin die Reise gehen kann“, so Dörendahl.

Die Dresdner, die im Team über eine gute Mischung aus erfahrenen Schmetterkünstlern und jungen Wilden verfügen, gehen gleich am ersten Spieltag mit einem Handicap ins Rennen. Denn Eric Grosche fehlt aus privaten Gründen und die Talente Lukas Maase (Rücken) und wohl auch Richard Peemüller (Finger) fallen verletzt aus. Doch Sven Dörendahl hofft, dass seine Jungs trotz aller Anfangsnervosität mit einem Sieg einen erfolgreichen Einstand feiern können.

Aufgebot

Alex Meixner (23/Z), Christian Heymann (29/MB), Stefan Adler (24/Z), Martin Kroß (22/AA), Eric Grosche (26/AA), Robert Eckelt (29/L), Kay Imhof (25/D), Lukas Maase (17/MB/Doppelspielrecht), Paul Schneider (17/AA/ Doppelspielrecht), Daniel Schmitt (21/Z), Richard Peemüller (17/MB/Doppelspielrecht), Carsten Böttcher (28/AA), Hannes Müller (31/D), Paul Wegener (18/L)                      Z – Zuspiel, MB – Mittelblock, AA – Außenangriff, D – Diagonal, L – Libero.

Heimspiele

Sa., 10.10.             TSV Deggendorf
Sa., 31.10.             VC Gotha
Sa., 14.11.             VGF Marktredwitz
Sa., 28.11.             ASV Dachau II
So., 29.11.             VCO Kempfenhausen (15 Uhr)
Sa., 16.01.             TSV Zschopau
Sa., 23.01.             SC Freising
Sa., 13.02.             TSV Niederbiehbach
Sa., 27.02.             TSV Friedberg
Sa., 19.03.             TSV Zirndorf

Alle Heimspiele, außer am 29.11., finden um 20 Uhr in der Sporthalle Bürgerwiese statt.

Am Samstagabend wollen und müssen die Dresden Titans von Trainer Thomas Krzywinski gegen die TG Baskets aus Würzburg den ersten Sieg der Saison einfahren.

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