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Sport Regional Trainer verlängert Vertrag beim HC Elbflorenz
Sportbuzzer Sport Regional Trainer verlängert Vertrag beim HC Elbflorenz
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10:19 12.07.2018
Haben ihren gemeinsamen Weg beim HC Elbflorenz gerade erst begonnen: Trainer Christian Pöhler, der gestern seine Vertragsverlängerung bekannt gab, und die beiden Neuzugänge Tillmann Prager (l.) und Marc Pechstein (r.).el
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Dresden

Bevor die Handballer des HC Elbflorenz am Mittwoch in die Vorbereitung auf die neue Saison starteten, setzte Präsident und Mäzen Uwe Saegeling gleich ein dickes Ausrufezeichen. „Wir sind uns einig. Der Vertrag mit unserem Cheftrainer Christian Pöhler, der noch bis 2019 läuft, wird vorfristig um drei Jahre bis 2022 verlängert“, so der HCE-Chef. Er sei froh, dass man längerfristig mit dem Coach planen könne, betonte Saegeling. Schließlich hat der 37-Jährige nicht nur den Hut für die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga auf, sondern auch für das neu installierte Nachwuchsleistungszentrum, aus dem in den kommenden Jahren auch mal eigene Talente den Sprung ins Profiteam schaffen sollen.

Schon jetzt seien Fortschritte auf diesem Weg zu erkennen, wie Uwe Saegeling hervorhob. Während noch vor zwei, drei Jahren die Nachwuchsteams nur als Spielgemeinschaften existierten, schickt der HC Elbflorenz in der kommenden Saison erstmals komplett eigene Teams in allen Altersklassen und dazu noch in den höchsten sächsischen Ligen an den Start. Zwar habe die A-Jugend die Bundesliga-Qualifikation verfehlt, aber im neuen Jahr soll der nächste Angriff folgen. Klar, dass die Investition in den Nachwuchs Geld kostet. Auch wenn Saegeling den Etat nicht beziffern will, ist logisch, dass das Vorjahresbudget von 1,4 Millionen Euro weiter aufgestockt werden muss. „Wir haben jetzt über 70 Sponsoren, außerdem haben einige Partner ihr Engagement deutlich erhöht“, freut sich der HCE-Präsident, der sich dennoch von den Firmen der Region noch mehr Verantwortungsbewusstsein bei der Unterstützung der hiesigen Sportvereine wünscht.

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Im Fokus steht aber vor allem das Zweitliga-Team, das als bester Aufsteiger und beste ostdeutsche Mannschaft die Premieren-Saison im Bundesliga-Unterhaus auf einem glänzenden elften Platz abschloss. Grund genug, die Mannschaft im Wesentlichen zusammenzuhalten und auf dem Erreichten weiter aufzubauen, wie es Saegeling formuliert, dem Kontinuität ganz wichtig ist. Auch Christian Pöhler sieht für das schwierige zweite Jahr in der Eingespieltheit seiner Truppe einen großen Vorteil. „Ich denke, da brauchen wir nicht so lange Anlaufzeit, können schneller unser Potenzial abrufen. Und dass seine Jungs noch steigerungsfähig sind, er mehr aus ihnen herauskitzeln kann, davon ist der Coach absolut überzeugt. So wurde der Kader nur durch den erfahrenen Marc Pechstein (26), der aus Aue an die Elbe wechselt, sowie den dritten Torhüter Tillmann Prager (20) und Perspektivspieler Oskar Emanuel (19) verstärkt.

Ein konkretes Saisonziel will Christian Pöhler derzeit noch nicht verkünden. Auch diesmal gehe es jedoch in erster Linie darum, den Klassenerhalt möglichst früh unter Dach und Fach zu bringen. Der profunde Handball-Fachmann erläutert auch, warum das keinesfalls ein Understatement sei: „Wir tun gut daran, demütig zu bleiben. Das Spielniveau steigt weiter. Mit Hamburg und Großwallstadt kommen zwei ganz starke, ambitionierte Aufsteiger und zudem gibt es diesmal sogar fünf Absteiger. Deshalb hat ein regelrechtes Wettrüsten eingesetzt. Diese zweite Liga wird ein Haifischbecken“, prophezeit Pöhler.

Deshalb werden die nächsten sechs Wochen bis zum Saisonstart am 25. August in Coburg für seine Männer kein Zuckerschlecken. Auch wenn es gestern mit einem Fußballspielchen, ein paar Handball-Übungen und einem Lauf im Stadion noch relativ locker losging, warten heute und morgen harte Leistungstests und am Sonntag geht es ins Trainingslager auf den Rabenberg, wo an den athletischen Grundlagen gefeilt wird. Eine Woche später folgt das erste Turnier in Hoyerswerda. Damit es seinen Schützlingen nicht langweilig wird, streut Pöhler auch besondere Übungseinheiten unter Tage, auf der Sprungschanze in Johanngeorgenstadt und im Kanu ein. Das einzige Testspiel in eigener Halle findet am 14. August gegen die tschechische Mannschaft von Lobositz (Lovosice) statt und ist zugleich als Saisoneröffnung gedacht.

Von Astrid Hofmann