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Sport Regional Tom Liebscher holt bei der WM Silber
Sportbuzzer Sport Regional Tom Liebscher holt bei der WM Silber
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11:24 26.08.2018
Tom Liebscher hat wieder eine Medaille für Dresden gewonnen. Quelle: Foto: dpa
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Dresden

Der Dresdner Olympiasieger Tom Liebscher hat bei der Kanu-Weltmeisterschaft im portugiesischen Montemor-o-Velho im K1 über 500 m Silber gewonnen. Im Finale musste sich der 25-Jährige in 1:38,912 Minuten nur Titelverteidiger Josef Dostal aus Tschechien (1:37,905) geschlagen geben. Bronze ging an den Ungarn Bence Nadas (1:39,516). Im ersten Moment überwog beim Elbestädter ein wenig die Enttäuschung, dass er Gold verfehlt hat. Heimtrainer Jens Kühn, der das Rennen live vor Ort verfolgte, meinte: „Den Start hat Tom nicht perfekt erwischt und als Dostal zum Schluss-Spurt ansetzte, konnte er auch nicht ganz wie gewohnt kontern. Dennoch kann er nach dieser Saison mit Höhen und Tiefen mit Silber durchaus zufrieden sein.“

Das sah Tom am Ende ebenso: „Nachdem wie die WM anlief, kann ich mit Silber wirklich zufrieden sein. Der Vorlauf war schon etwas zäh, dann wollte ich im Halbfinale auf Bahn fahren, aber es wurde noch so eng, dass ich gerade so den Endlauf geschafft habe. Vielleicht lief noch nicht alles ganz zusammen bei dieser WM, doch dass ich nach dem Start noch ein so gutes Rennen gefahren bin, zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und es gibt mir Rückenwind für den Vierer“, so das Fazit des frischgebackenen Vize-Weltmeisters.

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Im Halbfinale am Vormittag hatte sich der mehrfache Weltmeister fast ein wenig verpokert. Um auf der windgünstigen Bahn eins im Finale paddeln zu können, hielt er sich bewusst etwas zurück, ließ die Konkurrenten aus Weißrussland und Russland die beiden ersten Plätze unter sich ausmachen. Aber am Ende kam der Belgier Artuur Peters ihm noch bedrohlich nah, doch Liebscher rettete sich als Dritter ins Finale. Die Bahn eins brachte ihm dann aber doch nicht den erhofften Vorteil: „Der Wind war am Nachmittag unerwartet schwach“, berichtete Liebscher, der meinte: „Jetzt habe ich Zeit, mich bis zum Vierer-Vorlauf ein wenig zu erholen. Dafür bin ich jetzt hochmotiviert und ich bin sicher, da können wir ein gewichtiges Wörtchen mitreden.“

Von Astrid Hofmann