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Sport Regional Titans glauben gegen Schalke an ihre Chance
Sportbuzzer Sport Regional Titans glauben gegen Schalke an ihre Chance
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11:40 17.03.2018
Titans-Aufbauspieler Bryan Nießen (Mitte) möchte mit seinen Kameraden das Rennen um den Viertelfinal-Einzug offen halten. Quelle: Foto: Steffen Manig
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Dresden

Das erste Play-off-Spiel in Gelsenkirchen ging am vergangenen Wochenende mit 67:75 verloren, doch das ficht die Dresden Titans nicht an. Sie wollen in der Serie „best of three“ am Sonntag (16 Uhr) in eigener Halle mit einem Sieg den Ausgleich schaffen und das Achtelfinale gegen Schalke 04 offen halten. Gewinnen die Männer von Trainer Nenad Josipovic den zweiten Vergleich, steigen sie am Dienstag um 10 Uhr in den Bus und fahren noch einmal in den Ruhrpott.

Für Geschäftsführer Jörn Müller ist Gelsenkirchen auf jeden Fall noch einmal eine Reise wert, mit dem Busunternehmen hat er alle Eventualitäten besprochen. Dass das Gefährt auch tatsächlich gebraucht wird, hält er für nicht unwahrscheinlich: „Ich denke, dass wir eine sehr realistische Chance haben – aber nur dann, wenn wir alle zu 100 Prozent fokussiert sind. Wenn nur 80 Prozent der Mannschaft und Betreuer den Sieg wollen und 20 Prozent nicht, wird es nicht funktionieren.“ Optimistisch stimmt ihn, wie die Mannschaft die Niederlage „auf Schalke“ verarbeitet hat: „Alle sind erstaunlich gut damit umgegangen. Die Ansage, die Nenad Josipovic nach dem Spiel gemacht hat, war sehr deutlich. Da gab es betretene Gesichter, wir sind mit einem schlechten Gefühl sechs Stunden lang nach Hause gefahren. Aber das Positive war: Keiner hat danach den Kopf hängen lassen – und alle sind in der Woche mit Spaß und Motivation zum Training gekommen. Das ist wichtig! Wir sind uns bewusst, dass man die Schalker schlagen kann.“

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Das glaubt auch Aufbauspieler Bryan Nießen: „Wir haben dort drei Viertel gewonnen, nur ein Viertel verloren. Warum sollte es uns da nicht gelingen, auch ein Spiel zu gewinnen?“ Der Thüringer, seit vielen Jahren in Dresdner Diensten, hofft, dass es der Mannschaft erneut glückt, den Schalker Topscorer Shawn Gulley in den Griff zu bekommen. Jeder wolle auch verhindern, dass Youngster Niclas Sperber noch einmal 17 Punkte macht. Dass Nießen am Dienstagabend (20 Uhr) unbedingt noch einmal in Gelsenkirchen spielen will, hat nichts mit seiner Eigenschaft als Schalke-Fan zu tun. „Wir wollen in den Play-offs weiterkommen. Dass Schalke in der Fußball-Bundesliga endlich mal wieder vorn mitspielt, das reicht mir vollkommen“, feixt der 23-Jährige. Er schwärmte früher für den Dänen Ebbe Sand und drückt auch der aktuellen Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco die Daumen.

Von Jochen Leimert