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Sport Regional Titans empfangen wiedererstarkte Bernauer
Sportbuzzer Sport Regional Titans empfangen wiedererstarkte Bernauer
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20:40 16.11.2018
Titans-Trainer Nenad Josipovic erklärt bei einer Auszeit, was sein Team besser machen muss. Am Sonntag wollen die Dresdner wieder einen Heimsieg feiern.
Titans-Trainer Nenad Josipovic erklärt bei einer Auszeit, was sein Team besser machen muss. Am Sonntag wollen die Dresdner wieder einen Heimsieg feiern. Quelle: Steffen Manig
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Dresden

Am 9. Spieltag der 2. Basketball Bundesliga Pro B genießen die Dresden Titans erneut Heimvorteil in der Margon-Arena. Gegner ist Lok Bernau, das Ausbildungsteam von Rekordmeister Alba Berlin. Beide Mannschaften konnten vergangene Woche beeindruckende Heimsiege feiern. Dresden setzte sich in letzter Sekunde gegen Itzehoe durch (85:83), Bernau gewann knapp gegen den Tabellenführer Iserlohn (85:82). Die Titans brauchten den Sieg unbedingt, verloren sie davor doch bereits drei Spiele in Serie. Lok konnte indes mittlerweile drei Begegnungen in Folge gewinnen, nachdem das Team katastrophal in die Saison gestartet war. Inzwischen rangieren die Bernauer mit zwei Punkten Vorsprung in der Tabelle vor den Titans.

Verantwortlich für den suboptimalen Saisonstart der Brandenburger war unter anderem eine schwere Verletzung von Megatalent Hendrik Drescher, der unter Alba-Coach Aito Reneses schon letzte Saison in der BBL debütiert hatte. Ein Kreuzbandriss im Oktober setzte ihn für viele Monate außer Gefecht. Aber Bernaus Cheftrainer René Schilling kann noch auf viele weitere Nachwuchshoffnungen zurückgreifen. So spielen Jonas Mattisseck (15,2 Punkte pro Spiel), Bennet Hundt (13,9) sowie Lorenz Brenneke (12,5) allesamt ein starke Saison auf Pro-B-Level, auch wenn aufgrund der anhaltenden Verletzungssorgen von Kooperationspartner Alba die Talente immer häufiger in der ersten Liga aushelfen müssen. Mit Quadir Welton (10 Punkte in 11 Minuten beim Debüt gegen Iserlohn) wurde zumindest auf der vakanten Position des Nicht-EU-Ausländers nachverpflichtet, um den Kader wieder breiter aufzustellen.

Bei den „Titanen“ steht dagegen fest, dass Kapitän Janek Schmidkunz mindestens bis Jahresende ausfällt. Die Mannschaft von Headcoach Nenad Josipovic hat jedoch oft genug bewiesen, mit jedem Gegner in der Nordstaffel mithalten zu können. Vergangenen Sonntag gab es dann gegen Itzehoe auch endlich einmal das glücklichere Ende für Dresdens Basketballer. Eventuell über die letzten, erfolglosen Wochen entstandene mentale Barrieren sollten durch den „Last-Second-Sieg“ gelöst worden sein. Zudem konnten von vier Heimspielen bisher drei gewonnen werden. Bestätigt das Team darüber hinaus den Aufwärtstrend bei Dreier- und Freiwurfquote, können die „Revanche“ gegen Lok (65:66 in der Vorbereitung) gelingen.

Titans-Geschäftsführer Jörn Müller weiß um die prekäre Kadersituation der Randberliner. „Bernau hat erst vor wenigen Spieltagen den Amerikaner Khris Lane nach Hause geschickt, außerdem müssen aktuell die beiden Top-Talente Matissek und Hundt immer wieder bei Alba aushelfen. Das sollte uns in die Karten spielen“, so Müller. Er hofft auf vier starke Viertel seiner Mannschaft und erneut auf ein glückliches Spielende.

Von Konrad Slavik