Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sport Regional Singer vertritt DSC bei Weltmeisterschaft
Sportbuzzer Sport Regional Singer vertritt DSC bei Weltmeisterschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:32 14.07.2018
Logo Dresdner SC. Quelle: Verein
Anzeige
Dresden

An diesem Sonntag startet die deutsche Sitzvolleyball-Nationalmannschaft in die Weltmeisterschaft in den Niederlanden. Die Farben des DSC vertritt im zehnköpfigen Aufgebot von Trainer Michael Merten der 20-jährige Florian Singer. Nicht mehr dabei ist der langjährige Auswahlspieler Alexander Schiffler. „Ich bin auf eigenen Wunsch ausgeschieden, weil ich keine Zeit mehr dafür habe“, sagt der 36-Jährige, der an vier Paralympischen Spielen teilnahm und 2012 in London mit der Auswahl Bronze holte.

Schon vergangenes Jahr hatten sich einige erfahrene Athleten aus der Nationalmannschaft verabschiedet und jüngere Spieler rückten nach. Für die WM war das neuformierte Team allerdings nicht gerade vom Losglück verwöhnt. Schon in der Vorrunde warten mit Europameister Russland, gegen den es am Sonntag gleich zum Auftakt geht, und Paralympics-Sieger Iran (Montag, beide Partien in Venlo) die wohl besten Mannschaften der Welt. „Vor der Auslosung war Platz fünf unser Ziel, aber jetzt müssen wir von Spiel zu Spiel schauen und uns immer weiter steigern. Mal sehen, was dann dabei rauskommt“, bleibt Singer realistisch.

Anzeige

Michael Merten, der das Team nach Rio 2016 von seinem Kollegen Rudi Sonnenbichler übernahm, meint vor dem Start: „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung mit sehr guten Resultaten, konnten die WM-Teilnehmer Polen, Niederlande und Kroatien besiegen und mussten nur gegen die Ukraine eine Niederlage einstecken“, so Merten der aber angesichts der Auslosung ebenfalls zugibt: „Schlimmer hätte es nicht kommen können. Der Ausschluss der russischen Mannschaft für die Spiele in Rio bricht uns jetzt gewissermaßen das Genick.“ Denn: Nach der Setzliste spielen die Teams mit der Nummer zwei, sieben, zehn und 15 in der deutschen Gruppe – und Russland als Europameister ist nur auf zehn gelistet, weil es eben in Rio keine Punkte sammeln konnte.“

Nur Japan, WM-Neunter von 2014, sieht Merten am 18. Juli in Eindhoven als realistisch schlagbar an, doch nur zwei aus der Gruppe kommen weiter: „So kann es auch sein, dass wir am Ende mit Platz neun zufrieden sein müssen, weil das Viertelfinale einfach nicht machbar war“, hält Mertens den Ball flach.

Von Astrid Hofmann