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11:07 09.02.2018
Kanu-Trainer Jens Kühn (Mitte) hat seine Schützlinge Steffi Kriegerstein und Tom Liebscher in die absolute Weltspitze geführt.
Kanu-Trainer Jens Kühn (Mitte) hat seine Schützlinge Steffi Kriegerstein und Tom Liebscher in die absolute Weltspitze geführt.  Quelle: imago
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Dresden

 Leichtathletik-Trainer Stefan Poser arbeitet seit 2012 beim Dresdner SC, trägt seit 2014 auch als Cheftrainer Verantwortung. Im vergangenen Jahr feierte der gebürtige Thüringer mit seinem Schützling Jonathan Petzke einen großen Erfolg. Der 19-jährige Nachwuchssprinter holte nach 18 Jahren Pause wieder einen EM-Titel nach Dresden. Bei der U20-EM im italienischen Grosseto gewann er mit der 4 x 100-m-Staffel Gold. Und Petzke sicherte sich bei der U20-DM den Titel über seine Spezialstrecke 110 m Hürden. Mit Tom Paulsen hatte es auch ein weiterer Poser-Schützling zur U20-JEM geschafft. Für den erfahrenen Coach, der selbst bis zum Abitur Weit- und Dreisprung betrieb, sind diese Resultate weitere Bestätigung seiner Arbeit, für die er zwischen 1980 und 1984 mit einem Studium an der DHfK Leipzig den Grundstein legte.

Seine Karriere startete der heute 59-Jährige in diesem Job bereits 1983, war ab 1999 als Nachwuchs- und phasenweise auch Bundestrainer beim DLV beschäftigt. Im Jahr 2003 wurde er sogar als erfolgreichster DLV-Nachwuchstrainer geehrt. Sein Credo: „Das Training muss an Grenzen gehen, aber auch Spaß machen. Wichtig ist, dass man mit den Athleten gemeinsam und für sie das Beste herausholt.“ Der Vater von drei erwachsenen Söhnen, die übrigens früher alle mehr oder weniger der Leichtathletik gefrönt haben, betreute schon in Jena viele erfolgreiche Athleten, darunter den ehemaligen Hürdensprinter Thomas Blaschek. In seiner Trainingsgruppe beim DSC betreut er neben Petzke auch noch andere Talente wie Simon Wulff (U18), der zuletzt mit einer starken Zeit über 60 m in der Halle auf sich aufmerksam machte.

DSC-Trainer Stefan Poser mit Quelle: DSC

Turn-Trainer Tom Kroker feierte mit der DSC-Riege im vergangenen Jahr einen großen Erfolg. Seine Schützlinge um die ehemalige deutsche Boden-Meisterin Marlene Bindig und Kapitän Julia Vietor gewannen zwei der insgesamt drei Wettkämpfe in der 2. Bundesliga. Zwar belegte das Team in der Gesamtwertung am Ende „nur“ Rang zwei, doch nach dem Rückzug von Chemnitz durfte die DSC-Riege in die 1. Bundesliga nachrücken. „Davon haben wir immer geträumt, deshalb war klar, dass wir diese Chance wahrnehmen“, zeigte sich der 36-Jährige glücklich.

Schon mit 16 Jahren begann er beim TuS Weinböhla als Übungsleiter den Turn-Küken das ABC dieser schönen Sportart beizubringen. Von 2001 bis 2008 erwarb er beim Studium an der DHfK Leipzig auch das notwendige Rüstzeug für seinen Beruf, lernte in dieser Zeit in der Praxis sehr viel von seinem Mentor, Olympiasieger Klaus Köste. Im Jahr 2007 begann Kroker als Trainer in der Turnabteilung des DSC zu arbeiten. „Ich versuche eine gute Mischung aus zielstrebigem Training und guter Stimmung im Team hinzubekommen“, so der engagierte Coach, der im Nachwuchsbereich 2014 schon Lucienne Fragel zu zwei deutschen Meistertiteln in der Altersklasse 12 führte. Im Jahr 2016 übernahm er das Amt als Cheftrainer und trat damit die Nachfolge von Olaf Große an. Neben dem Aufstieg mit der Mannschaft konnte sich Kroker im Juni auch noch einmal mit Marlene Bindig über die deutsche Vizemeisterschaft am Boden freuen oder auch Julia Vietors Sieg beim Kürpokal.

Tom Kroker Quelle: Matthias Rietschel

Kanu-Trainer Jens Kühn leistet seit vielen Jahren als Stützpunkttrainer in Blasewitz eine überragende Arbeit. Auch wenn der 59-Jährige das Rampenlicht stets seinen Athleten wie Olympiasieger Tom Liebscher und der olympischen Silbermedaillengewinnerin Steffi Kriegerstein überlässt, ist er der Motor im Hintergrund. Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass Elbflorenz wieder zu einer absoluten Hochburg im Kanurennsport wurde. So konnten seine Schützlinge auch 2017 an die Erfolge aus dem Olympiajahr anknüpfen. Allen voran einmal mehr Tom Liebscher, der bei der WM in Racice zweimal Gold holte. Und auch Steffi Kriegerstein krönte eine starke Saison mit WM-Silber im K4. Und dass bereits die nächsten Talente unter den Fittichen von Kühn in der Weltspitze angekommen sind, bewiesen Benedikt Bachmann und Jakob Kurschat, die U23- bzw. Junioren-Weltmeister wurden.

Kühn freut sich, dass die Youngster inzwischen Liebscher im Training „einheizen“. Als ehemaliger Kanute, der es immerhin zum Junioren-Weltmeister brachte, kann sich Jens Kühn gut in seine Sportler hineinversetzen. Er arbeitet mit ihnen auf Augenhöhe, findet mit ihnen bei Differenzen auch Kompromisse und er hat immer ein Ohr für sie und ihre Probleme. „Er ist für mich immer der erste Ansprechpartner, wenn es Probleme gibt“, betonte auch Steffi Kriegerstein mehrfach.

Steffi Kriegerstein, Trainer Jens Kühn und Tom Liebscher Quelle: Astrid Hofmann

Fußball-Trainer Uwe Neuhaus übernahm im Sommer 2015 das Traineramt beim damaligen Drittligisten Dynamo. Gleich in seinem ersten Jahr gelang ihm mit der Mannschaft ein überragender Erfolg. Der ehemalige Bundesliga-Profi führte das Team als souveräner Drittliga-Meister zurück in die 2. Bundesliga. Mit seinen Schützlingen brach er in dieser glanzvollen Saison zahlreiche Rekorde und marschierte mit ihnen so souverän wie selten eine Mannschaft durch diese Liga. Als Coach, der schon zuvor sieben Jahre bei Union Berlin hervorragende Arbeit leistete, hat er stets die richtigen Worte zur richtigen Zeit gefunden und damit seinen Jungs den Weg gewiesen. Ralf Minge, der Neuhaus nach Dresden gelotst hatte, betonte mehrfach: „Dynamo Dresden und Uwe Neuhaus, das passt ganz einfach, sportlich und menschlich. Uwe hat unsere junge Mannschaft mit seiner akribischen, verlässlichen und mitreißenden Art seit seinem Amtsantritt weiterentwickelt und ein echtes Team geformt.“ Im Frühjahr 2017 kam Dynamo als Aufsteiger auf Platz fünf ein – so gut war die Truppe in der 2. Bundesliga noch nie.

Uwe Neuhaus Quelle: dpa

Handball-Trainer Christian Pöhler wurde im Sommer 2016 Cheftrainer beim HC Elbflorenz. Und der gebürtige Berliner erfüllte die Erwartungen, die man in ihn gesetzte hatte, mit Bravour. Der 37-Jährige schaffte mit seinen Jungs den ersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga und trug so maßgeblich dazu bei, dass im Dresdner Handballsport nun ein neues Kapitel aufgeschlagen wurde. Trotz seines jungen Alters kann Pöhler bereits auf über 20 Jahre Trainererfahrung verweisen. Weil seine eigene Karriere nach zwei Kreuzbandrissen schon mit 17 zu Ende war, widmete er sich bereits damals als Übungsleiter dem Nachwuchs. Zugleich startete er sein Studium an der DHfK und wuchs zugleich Schritt für Schritt ins Trainergeschäft. Mit 20 hatte er die B-Lizenz in der Tasche, wurde Bezirksauswahltrainer und mit 22 Jahren 2002 bei Concordia Delitzsch jüngster Co-Trainer der 2. Bundesliga bei Chefcoach Uwe Jungandreas. Für den wissbegierigen, ehrgeizigen und erfolgshungrigen Jungtrainer eine prägende Zeit: „Vieles für meinen Job habe ich von Uwe gelernt. Vor allem, dass alles harte Arbeit ist, jeden Tag aufs Neue.

Und dass man neben aller Härte nie den menschlichen Aspekt vernachlässigen darf. Man muss die Balance finden zwischen Härte und Herzlichkeit.“ Mit der Diplomarbeit auf dem Gebiet der Videoanalyse schloss er 2005 sein Studium ab, machte auch seinen A-Trainerschein – als damals jüngster Absolvent und Jahrgangsbester. Weitere Trainer-Stationen folgten in Magdeburg (Nachwuchs und Assistenz der Männermannschaft), als Landestrainer Sachsen-Anhalt und Cheftrainer beim Drittligisten Bernburg. Er habe von allen Trainern stets etwas mitgenommen und sich weiterentwickelt, sagt der zweifache Familienvater. Sein ehemaliger Schützling und heutige Assistent Rico Göde hat Hochachtung vor seinem Chef: „Er ist fachlich stark, ein moderner Trainer und akribischer Arbeiter, der für alles einen Plan hat und der sehr gut einzuschätzen weiß, wann die Spieler an ihre Grenze kommen.“

Christian Pöhler Quelle: Matthias Rietschel

Volleyball-Trainer Alexander Waibl arbeitet bereits die neunte Saison mit seinen DSC-Damen. Seit 2009 im Amt, ist er in der Bundesliga nicht nur der dienstälteste, sondern auch mit Abstand der erfolgreichste Trainer. Auch wenn es in der vergangenen Saison aus verschiedenen Gründen nicht zum „ganz großen Wurf“ reichte, so errang er mit seinem Team in der Meisterschaft immerhin die Bronzemedaille. Nach drei Meistertiteln in Folge und drei Vizemeisterschaften davor gab es also im siebenten Jahr in Folge für sein Team Edelmetall. Das ist aller Ehren wert. Weil der 49-Jährige jedoch weiter erfolgshungrig ist, zog er im Sommer Konsequenzen und formierte seine Mannschaft und den Trainer-Staff neu.

Wie sich in der bisherigen Spielzeit zeigt, bewies er damit erneut das richtige Händchen. Mit dem Einzug ins Pokalfinale gelang dem gebürtigen Stuttgarter mit seinen Damen schon das nächste Ausrufezeichen. Nach wie vor brennt der studierte Jurist für seinen Job als Trainer, der für ihn nicht nur Beruf, sondern Berufung ist. Er schafft es immer wieder, Spielerinnen weiterzuentwickeln und sie zu Höchstleistungen zu treiben. Auch wenn er ein streitbarer Typ ist, der emotional reagiert und in manchen Situationen auch einmal übers Ziel hinausschießt – die Erfolge geben ihm Recht und die sind untrennbar mit seiner akribischen, engagierten und zielstrebigen Arbeit verbunden.

Trainer Alexander Waibl ( Quelle: imago/Hentschel

Hier geht´s zur Online-Abstimmung: www.ssb-dresden.de/sportlerumfrage

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Internet oder per Post, indem Sie den in der DNN abgedruckten Coupon ausfüllen und an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.

Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.a, wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden will ebenfalls wieder ein attraktives Angebot machen. Vom Stadtsportbund Dresden e.V. gibt es wieder zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

Von Astrid Hofmann