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Sport Regional Schach-Bundesliga: Dresdner Team beendet Saison auf Rang sieben
Sportbuzzer Sport Regional Schach-Bundesliga: Dresdner Team beendet Saison auf Rang sieben
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09:51 04.05.2017
Die letzten drei Runden in der Schach-Bundesliga wurden von Samstag bis Montag in besonderem Ambiente ausgetragen. Quelle: dpa
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Dresden

Die letzten drei Runden in der Schach-Bundesliga wurden von Samstag bis Montag in besonderem Ambiente ausgetragen, spielten doch alle 16 Bundesliga-Mannschaften in einem Saal in Berlin. Es war ein Stelldichein der Weltelite – insbesondere die die Liga dominierende OSG Baden-Baden trat mit bis zu vier Top-Ten-Spielern an, darunter Ex-Weltmeister Vishwanathan Anand. Die Serienmeister aus Baden-Baden konnten sich nach einem Jahr Pause denn auch den Titel mit 30:0 Punkten zurückholen, gefolgt vom SV Hockenheim, der in einem Spiel mit dem inzwischen 65-jährigen Anatoli Karpow antrat, und dem Vorjahresmeister SG Solingen.

Die Dresdner TU-Mannschaft kam auf den siebenten Rang. In den abschließenden Runden gab man den Eigengewächsen eine Chance und setzte nur an Brett eins mit Liviu-Dieter Nisipeanu auf einen auswärtigen Großmeister. Die in diesem Jahr sehr erfolgreichen jüngeren Spieler Roven Vogel, Maximilian Neef und Hans Möhn spielten hinter dem erfahreneren Großmeister Jens-Uwe Maiwald an den Brettern drei bis fünf. Neben den ebenfalls erfahreneren Gernot Gauglitz, Jakow Loxine und Paul Hoffmann kam Theo Gungl zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz und spielte Remis, Filiz Osmanodja holte bei ihrem zweiten Bundesliga-Spiel ihren ersten Sieg gegen einen favorisierten Gegner aus Hockenheim.

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Gegen den Tabellenvierten SK Schwäbisch Hall gab es am Samstag eine knappe 3,5:4,5-Niederlage, die vom Spielverlauf her aber eher höher hätte ausfallen können – Jakow Loxine hatte beim einzigen Sieg für TU zunächst auch schlechter gestanden. Beim eigentlich enttäuschenden 4:4 gegen Griesheim hatten die Dresdner am Sonntag Glück, dass Hans Möhn seine lange Zeit verloren stehende Partie zum Schluss remis halten konnte. Hier endeten alle anderen Partien unentschieden, besonders erfreulich für den 16-jährigen Vogel, der damit 6,5 aus 10 und seine erste Großmeister-Norm erreichte.

Umso erfreulicher war dann das abschließende Unentschieden am Maifeiertag gegen Vizemeister Hockenheim. Nach zwei Niederlagen, dem Sieg durch Osmanodja und vier Remisen hing es an Maximilian Neef. Auf diesen musste die Siegerehrung der Bundesliga warten, nach etwa sieben Stunden konnte er Jung-Nationalspieler Dennis Wagner bezwingen und zum 4:4 ausgleichen.

In der gesamten Saison sind neben dem Ergebnis von Vogel besonders die von Nisipeanu (8 aus 13), Bartosz Socko (7 aus 8), Neef (4 aus 6) und Hoffmann (5,5 aus 9) hervorzuheben. Für vier der Dresdner findet der Saisonhöhepunkt erst am übernächsten Wochenende statt, wenn sie in Dresden mit Baden-Baden, erneut Hockenheim und dem Zweitligisten Norderstedt um den Pokalsieg spielen.

Von Tilman Barthel