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Sport Regional Pokalsieger DSC startet zu Hause gegen den SC Potsdam in die Play-off-Spiele
Sportbuzzer Sport Regional Pokalsieger DSC startet zu Hause gegen den SC Potsdam in die Play-off-Spiele
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16:53 18.03.2018
Myrthe Schoot und ihre Mitspielerinnen vom deutschen Pokalsieger Dresdner SC wollen auch nach dem ersten Play-off-Spiel gegen Potsdam mit den Fans feiern. Quelle: Matthias Rietschel
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Dresden

Myrthe Schoot hat mit den DSC-Volleyballerinnen schon drei Meistertitel und zweimal den Pokal gewonnen. Doch auch nach dem jüngsten Erfolg in Mannheim ist die holländische Nationalspielerin noch längst nicht satt. „Nicht nur ich, alle im Team wollen mehr, sind hungrig“, sagt die Libera, die bereits ihre sechste Saison in Dresden spielt und gemeinsam mit Katharina Schwabe die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führt.

Wenn die Dresdnerinnen an diesem Sonnabend in die Play-offs und damit die entscheidende Meisterschaftsphase starten, dann ist klar, dass nicht nur die ehrgeizige 29-Jährige am Ende nur zu gern ganz oben stehen würde. Doch aus langjähriger Erfahrung weiß Schoot auch, dass man sich – auch wenn es für viele als Phrase erscheint – nur auf das nächste Spiel konzentrieren sollte. „Wenn man zu weit voraus denkt, lenkt das nur ab und man verliert den Fokus“, betont sie. Deshalb blickt die Annahme- und Abwehrspezialistin jetzt auf das Viertelfinale gegen den SC Potsdam. In der Serie „best of three“ sind zwei Siege zum Weiterkommen notwendig. Als Tabellenzweiter haben die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl gegen den Siebenten zuerst Heimrecht und empfangen den Gegner am Sonnabend (17.30 Uhr) in der Margon-Arena. Die zweite Partie steigt am 25. März auswärts, sollte dann ein Entscheidungsspiel notwendig sein, wird das am 28. März erneut in Dresden ausgetragen.

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Trotz des Pokalsieges sieht Myrthe Schoot bei ihrer Mannschaft weiteres Steigerungspotenzial: „Wir sind eine junge Truppe, da ist immer Luft nach oben. Das gilt aber auch für mich als Alte“, wie sie sich schmunzelnd bezeichnet. Seit dem Pokalerfolg in Mannheim habe das Team härter als je zuvor trainiert. „Natürlich hat uns der Erfolg Vertrauen in unser Können gegeben, doch jetzt beginnt alles wieder bei Null.“ Dabei sei es egal, ob eine Mannschaft Platz zwei oder sieben nach der Vorrunde belegt habe. „Jetzt heißt es Leben oder Tod“, formuliert sie die Devise etwas drastisch. „Wir wollen auf jeden Fall gleich im ersten Spiel vorlegen“, lässt sie keinen Zweifel.

Das unterstreicht auch Waibl, der sein Team als Favorit sieht: „Dieser Rolle wollen wir auch gerecht werden.“ Die Trainingsleistungen seiner Schützlinge bestärken ihn dabei: „Wir haben in den letzten zwei Wochen sehr gut trainiert, die Mädels sind in einer super Verfassung. Das müssen wir natürlich jetzt im Wettkampf umsetzen.“ Eine Steigerung sei immer möglich und auch notwendig. „Doch“, so weiß der Coach aus Erfahrung, „wesentlich ist, dass man im ersten Spiel nicht unbedingt etwas Besonderes machen will. Vielmehr geht es darum, unser Ding und unseren taktischen Plan durchzuziehen.“ Vor allem im Abwehrbereich habe er mit seinem Team zuletzt gefeilt. Da müsse der DSC noch mehr herauskitzeln, um zum Beispiel auch gegen die herausragende Potsdamer Diagonalangreiferin Marta Drpa gewappnet zu sein. „So eine Spielerin kann man nie komplett im Block ausschalten. Sie kann große Winkel schlagen, da sind alle Bereiche des Feldes bedroht.“

Dass der DSC zu Saisonbeginn schon einmal gegen Potsdam eine Niederlage (2:3) kassierte, spiele jetzt keine Rolle mehr, befindet der Coach. Schließlich konnte seine Mannschaft danach in der Bundesliga und dem Pokal-Viertelfinale zweimal gewinnen. Insgesamt ist Waibl sehr zuversichtlich für die heiße Meisterschaftsphase: „Wir sind die einzige Mannschaft der Top Drei, die schon für den CEV-Cup und den deutschen Supercup qualifiziert ist. Deshalb können wir jetzt nur noch gewinnen.“

Von Astrid Hofmann