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20:52 09.09.2015
Der US-Amerikaner Jake Medlock löst bei den Dresden Monarchs seinen zuletzt enttäuschenden Landsmann Clay Belton ab.
Der US-Amerikaner Jake Medlock löst bei den Dresden Monarchs seinen zuletzt enttäuschenden Landsmann Clay Belton ab. Quelle: imago sportfotodienst
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Nach Beltons spürbarem Leistungsabfall und seinem enttäuschenden Auftreten beim 17:21 in Kiel waren sich die Verantwortlichen einig, sich von ihm zu trennen: "Seine Mitspieler haben die Bälle von ihm nicht so bekommen, wie sie sich das vorstellen. Seine Körpersprache hat uns in dem Spiel auch nicht gefallen", blickt Defensive Backs Coach Thomas Stantke zurück.

Gespannt warten die "Königlichen" nun auf die Ankunft von Medlock, der am kommenden Dienstag aus den Vereinigten Staaten einfliegen wird. Nach seinem Eintreffen hat er knapp drei Wochen Zeit, sich im Training mit seinen neuen Mannschaftskollegen einzuspielen, ehe er am 25. Juli sein erstes Punktspiel gegen die Berlin Rebels bestreitet. Der 23-Jährige ist vier Jahre jünger als sein Vorgänger und hat erst im Mai sein Examen am College gemacht. Bis Dezember 2014 stand der 1,90 Meter große und 103 Kilogramm schwere Medlock im Spielbetrieb und kann es laut Stantke auch kaum erwarten, wieder in den Wettkampfbetrieb einzusteigen: "Er ist heiß und will unbedingt spielen." Trainer John Leijten und Offensive Coordinator Robert Cruse hatten den ehemaligen Leader der Florida International University und der Valdosta State University schon länger im Fokus - nun kann er sich beweisen.

In den nächsten drei Spielen gegen die Berlin Rebels (25. Juli/A) und zweimal gegen die Berlin Adler (1./H und 8. August/A), in denen die Monarchs jeweils klarer Favorit sind, soll sich Medlock soweit an seine neuen Kameraden gewöhnen, um spätestens beim Rückspiel gegen Kiel seine Bestform abrufen zu können. Auch diese Heimpartie am 15. August müssen die Dresdner unbedingt gewinnen: "Wir wollen wieder Zweiter werden und uns eine gute Ausgangsposition für die Playoffs schaffen. Deswegen haben wir diesen Move gemacht", erklärt Stantke freimütig. Er hofft, dass die Monarchs wie in früheren Jahren richtig liegen. Denn es ist nicht das erste Mal, dass die Dresdner mitten in der Spielzeit den Quarterback tauschen. Von Medlock verspricht man sich vor allem Führungsqualitäten: "Wir brauchen gerade in engen Spielen einen Leader auf dem Feld", so Stantke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.07.2015

Jochen Leimert