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Sport Regional Monarchs drehen Spiel in Kiel
Sportbuzzer Sport Regional Monarchs drehen Spiel in Kiel
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09:49 18.06.2018
Logo der Dresden Monarchs
Logo der Dresden Monarchs Quelle: PR
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Dresden

Bei bewölktem Himmel, Wind und Nieselregen haben die Dresden Monarchs am Sonnabend den Start in der Partie bei den Kiel Baltic Hurricanes den Start komplett verschlafen. Doch zum Glück fing sich die Mannschaft von Trainer Urlich Däuber noch und gewann das Spiel am Ende mit 34:31.

Schon der zweite Spielzug der Gastgeber überraschte die Defensive der Dresdner, so dass Kiels Quarterback Lenorris Footman über mehr als die Hälfte des Spielfeldes zum ersten Touchdown laufen konnte (PAT Tim Albrecht 7:0). Diese kalte Dusche galt es erst mal zu verdauen. Das gelang im zweiten Drive mit einem Fieldgoal und ersten drei Punkten durch Kicker Florian Finke. Doch Kiel blieb am Drücker, legte schnell nach und schritt scheinbar mühelos übers Feld. Die Folge: Der zweite Touchdown noch in der Mitte des ersten Viertels über Johnny Cerezo bedeutete die 13:3-Führung der Gastgeber, die wenigstens den Zusatzpunkt ausließen.

Erst drei Minuten vor dem ersten Seitenwechsel konnte Monarchs-Quarterback Trenton Norvell seinen ersten vollständigen Pass anbringen. Genau rechtzeitig – wenige Augenblicke später griff Chris Genau bei einem weiteren schönen Pass Norvells in der Endzone zu: Touchdown Dresden zum Anschluss (PAT Finke 13:10). Dennoch: Kiel blieb in Durchgang eins das bessere Team. Und das glücklichere! Die nächsten Punkte gab es, nachdem Dresden nach einem Punt Kiels unglücklich den Ball berührte und so für ein neues Firstdown der „Canes“ sorgte. Die sagten Danke und versenkten durch Tim Albrecht ein Fieldgoal über fast 40 Yards und führten 16:10.

Bemerkenswert, dass Dresdens Angriff auch weiterhin strauchelte. Zwar konnte man gerade über die an diesem Nachmittag starken Runningbacks Glen Toonga und Yazan Nasser immer wieder für Raumgewinn und Firstdowns sorgen. Doch im Passspiel steckte der Wurm. So reichte es zwischenzeitlich nur zu einem weiteren Fieldgoal durch Florian Finke zum 16:13. Aber Footmann konterte und machte das 23:13.

Was auch immer in dieser Pause in der Monarchs-Kabine passierte: Dresden spielte in Halbzeit zwei wie verwandelt und drehte das Match dank einer bärenstarken Verteidigung, ein wenig Glück und dem am Ende entscheidenden Fakt, dass Kiel schon früh alle Auszeiten verschenken musste. Norvell warf einen perfekt getimten Pass zu Mitchel Paige in die Endzone und mit Finkes Zusatzpunkt verkürzten die Dresdner auf 20:23. Glen Toonga krönte seinen starken Auftritt im vierten Viertel mit einem sehenswerten Slalomlauf zur ersten Monarchs-Führung, Finke erhöhte auf 27:23. Und wenig später kippte das Spiel endgültig. Kiel unterlief kurz vor der eigenen Endzone ein folgenschwerer Fehlpass. Dresdens Defenseliner Pascal Schrader griff zu und ging zum Touchdown, den Finke per Kick zum 34:23 veredelte.

Kiel kam aber noch einmal heran, weil Footmans Touchdown-Pass auf Diego Sanchez saß. Danach herrschte kurz Verwirrung auf dem Platz. Zusatzkick oder Conversion? Letzteres! Und erfolgreich: Footman bediente mit Übersicht Benedikt Engelmann – und Kiel hatte zwei Punkte mehr, lag aber noch 31:34 hinten. Bei etwas mehr als sieben Minuten kam Dresdens Offense erneut an den Ball. Und spielte das plötzlich ungeahnt abgezockt und clever runter. Da Kiel, seiner Auszeiten beraubt, die Uhr nicht mehr anhalten konnte, kontrollierte Dresden das Geschehen und brachte den Sieg nach Hause.

Von Jörg Dressler