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Sport Regional Meistermacher Gerd Leopold feiert 60.
Sportbuzzer Sport Regional Meistermacher Gerd Leopold feiert 60.
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19:10 23.07.2018
Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich (l.) und Silbermedaillengewinner Nico Walther (r.) haben ihrem Coach viel zu verdanken. Quelle: Daniel Förster
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Dresden

Die Zahl bereite ihm keine Schmerzen. Und diese Aussage nimmt man ihm gerne ab. Denn dass dieser drahtige, energiegeladene, lebenslustige und stets voller neuer Ideen nur so sprühende Gerd Leopold heute 60 Jahre alt wird, ist ohnehin nur schwer zu glauben. Dennoch steht das Jubiläum des derzeit erfolgreichsten Bobtrainers der Welt an diesem Monat an. „Hauptsache, man ist noch gesund und fit“, sagt der Meistermacher, der schon vor der Wende den Bobsport in Altenberg maßgeblich mit aufbaute, der 1994 schon Harald Czudaj zum Olympiasieg im Vierer führte, später Thomas Florschütz zu Olympia-Silber coachte und der seine bisherige Trainer-Karriere in diesem Winter mit dem Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und dem Silbermedaillengewinner Nico Walther krönte.

Obwohl der ehemalige Mittelstreckenläufer des SC Einheit Dresden selbst nie Bobpilot war, hat er mit Ehrgeiz, Akribie, innovativen Ideen und enormen Engagement sowie der nötigten Konsequenz seine Schützlinge zu Höhenflügen in diesem Sport befähigt. Trotz aller Erfolge hat es ihn dabei nie ins Rampenlicht gedrängt, das überlässt er lieber seinen Jungs. Nur heute und am Sonnabend, wenn er das runde Jubiläum feiert, kommt er nicht umhin, doch im Mittelpunkt zu stehen.

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Dabei macht er sich sonst zum Geburtstag mit seiner Ehefrau Katrin und dem gemeinsamen Sohn Max am liebsten „vom Acker“. Das ging diesmal aber nicht, wie er bekennt. „Da kommen heute doch ein paar Gratulanten in unser Riesaer Olympia-Studio und am Abend sitze ich dann mit meinen Mitarbeitern zusammen“, berichtet Leopold, der zum Frühstück heute von seinen erwachsenen Kindern überrascht wurde. „Überhaupt“, so meint das Geburtstagskind, „habe ich mir vorgenommen, in Zukunft mehr Tage einzubauen, wo ich früh aufstehe und kein direktes Ziel habe. Um in seinem rastlosen Leben etwas mehr Zeit auch für die Familie zu finden, habe ich schon jetzt immer versucht, mir die Sonntage frei zu halten“, so verrät der Erfolgscoach.

Am Sonnabend wird auf jeden Fall noch richtig gefeiert, wenn gute Freunde sowie seine aktuellen Schützlinge und viele ehemalige Athleten mit ihm in Riesa anstoßen. So haben sich neben Francesco Friedrich auch Thomas Florschütz, Alexander Szelig oder Karsten Brannasch angesagt.

Von Astrid Hofmann