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Sport Regional Klein und Hausding gewinnen EM-Gold im Synchronspringen vom Turm
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17:34 13.05.2016
Sascha Klein (l.) und Patrick Hausding holten EM-Gold. Quelle: EPA
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London/Köln

Nach dem historischen Triumph spürte Patrick Hausding für einen Moment keine Schmerzen mehr. „Alle Neune - das ist fantastisch“, sagte der angeschlagene Rekordeuropameister nach seinem neunten EM-Sieg in Folge mit seinem Dresdner Turm-Synchronpartner Sascha Klein: „Damit haben wir uns ein bisschen legendär gemacht.“ Mit der Winzigkeit von 0,96 Punkten hatten sich die Weltmeister von 2013 im Londoner Olympia-Schwimmstadion im Kampf um Gold durchgesetzt - nach einem langen Arbeitstag mit Schulter- und Knieproblemen bei Hausding.

Der Berliner hatte schon die Qualifikation und das Finale vom 3-m-Brett in den Knochen, als er mit Klein in seinen wichtigsten EM-Wettkampf ging. Und er hatte kaum noch Zeit. „Ich hatte nur zehn Minuten zum Einspringen“, berichtete der 27-Jährige, „wir haben die Hälfte unserer Sprünge gemacht, die anderen drei nicht mehr. Umso erstaunlicher ist es, dass wir trotzdem Gold gewonnen haben.“

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Zudem sprang die Enttäuschung mit: Vom 3-m-Brett hatte Hausding wegen eines völlig verpatzten Dreieinhalb-Auerbachsaltos seine 27. EM-Medaille als Fünfter noch relativ deutlich verpasst. „Das war eine schwache Leistung“, gab er zu. Zusammen mit Klein jedoch steigerte sich der deutsche Vorspringer von Durchgang zu Durchgang - und jubelte, als die lange führenden Briten Tom Daley und Daniel Goodfellow am Ende weniger als einen Zähler hinter ihnen lagen. „Es war eine super nervenstarke Leistung“, lobte Bundestrainer Lutz Buschkow.

Für Hausding und Klein schloss sich in London ein Kreis. „Wir sind mit einer Goldmedaille bei einer EM in unsere Karriere gestartet und haben jetzt mit einer aufgehört“, sagte der Berliner und kündigte an: „Das waren definitiv unsere letzten Europameisterschaften.“ Seit 2008 haben die beiden alljährlich den EM-Synchrontitel gewonnen - eine Serie, die im Sport ihresgleichen sucht. Weil der 30-jährige Klein nach den Olympischen Spielen aufhören will, wird es in dieser Konstellation keinen zehnten Triumph geben.

Zuvor allerdings wollen sie ihre langjährige Zusammenarbeit in Rio mit einer olympischen Medaille krönen - der zweiten nach Silber 2008 in Peking. „Dafür müssen wir aber noch an einigen Kleinigkeiten arbeiten“, meinte Klein. Hausding hofft vor allem, dass er in den nächsten drei Monaten seine gesundheitlichen Probleme in den Griff bekommt. Im Februar bei der erfolgreichen Olympia-Qualifikation in Rio hatte er sich noch „besser als vor vier Jahren“ gefühlt, „kurz vor Weihnachten die letzte Schmerztablette genommen“.

Dann jedoch kehrten die Schulter- und Knieschmerzen zurück, die ihn schon bei Olympia 2012 behindert hatten. Damals war er als Vierter vom 3-m-Brett und Siebter mit Klein im Turm-Synchronspringen ohne Edelmetall geblieben. „Jetzt kommen die Gummibärchen wieder aus der Apotheke“, sagte Hausding.

Von SID

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