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Sport Regional Keine Dynamo-Fans bei Eintracht Frankfurt: Dresdner können im Glücksgas-Stadion mitfiebern
Sportbuzzer Sport Regional Keine Dynamo-Fans bei Eintracht Frankfurt: Dresdner können im Glücksgas-Stadion mitfiebern
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23:11 09.09.2015
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Ab 16.30 Uhr stehen die Stadiontore offen, der Eintritt kostet 5 Euro. Karten gibt es ab Dienstag, 10 Uhr, über die Dynamo-Homepage im Online-Ticket-Shop etix, am Stadion und diversen Vorverkaufsstellen, unter anderem in der DNN-Geschäftsstelle auf der Hauptstraße.

Dynamo-Präsident Andreas Ritter begrüßt die Aktion: „Bei dieser Veranstaltung steht im Mittelpunkt, dass die Dresdner Anhänger gemeinsam und stimmungsvoll der Mannschaft die Daumen drücken können. Es ist für den Verein sehr wichtig, dass wir uns, auch wenn es hart ist, auch an diesem Freitag entsprechend des Urteils verhalten und ein durch und durch positives Bild abgeben." Der Vereinschef ließ durchblicken, dass es ihm lieber ist, wenn tausende Fans in Dresden friedlich Fußball gucken, als wenn es in Frankfurt Auseinandersetzungen rund um das Stadion gibt.

Denn das Verhältnis beider Fanlager ist nicht das beste, der harte Kern gewaltbereiter Anhänger größer als anderswo. Beim Hinspiel am 26. September (1:4) provozierten Eintracht-Chaoten mit einem an die große SGD-Blockfahne angelehnten Banner, auf dem „Bomben auf Dynamo" zu lesen stand. Aufgebrachte Zuschauer aus den Dynamo-Blöcken antworteten damals mit üblen Schmähungen und zum Teil auch mit antisemitischen Gesängen. Zudem versuchten nach Abpfiff zahlreiche Gewalttäter zu den Eintracht-Fans durchzubrechen und griffen Polizisten an.

Derlei soll am Freitag kein Thema sein, die Freude am Fußball im Vordergrund stehen - selbst wenn Dynamo beim Aufstiegsaspiranten und ohne Romain Brégerie (5. Gelbe) Außenseiter ist. Die letzten Public-Viewing-Veranstaltungen im Glücksgas-Stadion rund um den Zweitliga-Aufstieg waren ein voller Erfolg. „Wir werden diesmal die Videowand vor dem K-Block aufbauen und eine verwenden, die noch größer ist als damals", kündigte Stadionmanager Hans-Jörg Otto an. 80 Quadratmeter groß soll sie sein. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Bezahlsender Sky genehmigten die Übertragung - ausnahmsweise auch ohne Geld dafür zu verlangen.

Bis zu 9200 Zuschauer passen in den Stehplatzbereich, vor dem ab 17 Uhr vier Fanclubs ein Elfmeterschießen gegen Ex-Keeper Oliver Herber veranstalten dürfen. Es gibt insgesamt 500 Liter Freibier zu gewinnen.

Jochen Leimert