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Sport Regional HC Rödertal startet mit verkleinertem Kader
Sportbuzzer Sport Regional HC Rödertal startet mit verkleinertem Kader
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20:34 19.08.2018
Ann Rammer (r.) bei der Saisoneröffnung am Freitagabend. Quelle: Steffen Manig
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Großröhrsdorf

Nach dem Erstliga-Abstieg müssen die Handballerinnen des HC Rödertal in der kommenden Saison kleinere Brötchen backen. „Die Konsolidierung steht dabei im Vordergrund. Der erneute Aufstieg ist für uns kein Ziel, sondern wir wollen in der zweiten Bundesliga einen soliden Mittelfeldplatz erreichen“, erklärte HCR-Präsident Andreas Zschiedrich bei der offiziellen Saisoneröffnung am Freitagabend vor Fans und Sponsoren. Mit einem deutlich verkleinerten und verjüngten Kader wolle man langfristig wieder eine Mannschaft formen, die dann auch größere Ziele in Angriff nehmen könne, wie Zschiedrich betonte. So wurde das Aufgebot von 21 auf 15 Spielerinnen reduziert. Dabei hatten nach dem Abstieg insgesamt zwölf Athletinnen das Rödertal verlassen, zuletzt die Ungarin Sarolta Selmeci. „Obwohl sie bei uns eigentlich einen Vertrag unterschrieben hat, folgte sie jetzt unserem Ex-Trainer Maximilian Busch nach Bremen“, erklärte Zschiedrich. Dort wurde die ungarische Rückraumspielerin kürzlich als letzter Neuzugang vorgestellt. Wie es der Zufall will, bestreiten die Rödertalbienen das erste Heimspiel der neuen Saison am 15. September ausgerechnet gegen Werder Bremen.

Den Liga-Start vollziehen die Schützlinge von Frank Mühlner schon eine Woche zuvor in Waiblingen. Das erste Pflichtspiel wartet auf die neuformierte Bienen-Mannschaft aber bereits am 1. September, wenn sie in Runde eins des DHB-Pokals bei Drittliga-Aufsteiger Thüringer HC II antreten. Seit 4. Juli schuften die Rödertalbienen in der Vorbereitung. Frank Mühlner zeigt sich mit der Einstellung seiner jungen Truppe durchaus zufrieden: „Die Mädels haben sich richtig gequält, alles klaglos durchgezogen. Nach Altenberg fährt wohl aber keine von ihnen gleich wieder freiwillig“, fügte er grinsend an. Im dortigen Trainingslager verlangte der Coach seinen Schützlingen im Grundlagenausdauertraining besonders viel ab. „Unser Hauptaugenmerk lag bisher vor allem darauf, aus der Truppe eine richtige Mannschaft zu formen. Jetzt können wir in den letzten Wochen an die technisch-taktische Feinjustierung gehen“, blickte Mühlner voraus.

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HCR-Urgestein Ann Rammer meinte bei der Vorstellung des Teams: „Wir haben als Mannschaft schon gut Gas gegeben. Wir wollen vor allem wieder Spaß am Handball haben und hoffen, dass dann auch der Funke auf unsere Zuschauer überspringt.“ Dass gerade die Integration der Neulinge bereits gut gelungen ist, bestätigte Rabea Pollakowski. Die 20-jährige Linksaußen, die von Hannover-Badenstedt kam, meinte: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und wir wachsen von Tag zu Tag immer besser zusammen.“ Neben ihr sind noch die Dänin Thilde Boesen, Meret Ossenkopp, die japanische Torhüterin Yuko Minami sowie die Youngster Victoria Hasselbusch und Jasmin Eckart neu im Kader. „Wir erwarten natürlich, dass unsere erfahrenen Spielerinnen wie Ivana Ivanauskaite, Egle Alesiunaite oder Ann Rammer Verantwortung übernehmen und die anderen mitziehen“, so Andreas Zschiedrich. Er verhehlt nicht, dass eine so junge Mannschaft manchmal auch wie „eine Wundertüte“ sein kann. „Wir werden nach den ersten Spielen sehen, wo wir stehen. Derzeit fehlt dem Team noch Stabilität, aber zum Beispiel hat Rabea Pollakowski bereits angedeutet, was in ihr steckt“, befindet der Präsident. Zum wirtschaftlichen Bereich sagt er: „Für die kommende Saison sind wir safe. Da ist alles abgesichert. Aber wir schleppen aus der letzten Spielzeit schon ein dickes Minus mit, das wir in den kommenden vier Jahren abbauen wollen.“

Von Astrid Hofmann