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Sport Regional Dresdner Eislöwen triumphieren über die Füchse
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09:40 13.02.2017
Dresdens Goldhelm Brendan Cook (Mitte) und Ville Hämäläinen (l.) luchsen Andre Mücke von den Füchsen den Puck ab.
Dresdens Goldhelm Brendan Cook (Mitte) und Ville Hämäläinen (l.) luchsen Andre Mücke von den Füchsen den Puck ab. Quelle: Foto: Steffen Manig
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Dresden

Diesmal haben die Dresdner Eislöwen den Derby-Spirit gezeigt, den Trainer Bill Stewart von seinen Jungs sehen will. In einem hitzigen Duell setzten sich Blau-Weißen gegen die Lausitzer Füchse mit 5:2 (2:2, 2:0, 1:0) durch. Damit gelang ihnen im vierten Spiel gegen Weißwasser endlich der erste Sieg. Damit sicherten sie sich auch den vierten Platz gegen den punktgleichen Rivalen und verhinderten zugleich den achten Derby-Sieg der Lausitzer in dieser Saison. Für beide Teams geht es bereits am Dienstag mit den nächsten schweren Partien weiter. Während die Dresdner den Tabellenzweiten aus Frankfurt empfangen, erwarten die Füchse den Dritten Kassel.

Beide Fanlager hatten sich für das vierte Derby etwas einfallen lassen und ihre Wünsche auf Spruchbändern kundgetan. So hieß es in der blau-weißen Kurve: „Keine (M)Acht den Füchsen“ und auf der Gegenseite wurde gefordert: „Macht den Sack zu und knallt sie weg!“ Auf dem Eis ging es dann von der ersten Minute an zur Sache. Dabei erwischten die Gäste den besseren Start. Schon in der zweiten Minute netzte Jakub Svoboda nach einem schönen Querpass von Dennis Swinnen zur 1:0-Führung ein. Wenig später gab es die erste Überzahlsituation für die Eislöwen. Petr Macholda scheiterte aber gleich zweimal hintereinander an Maximilian Franzreb. (5.) im Tor der Gäste.

Stattdessen gab es wenig später die nächste kalte Dusche für die Eislöwen. Dennis Palka fackelte nach einem Sololauf nicht lange, zog ab und markierte unter dem Jubel der über 400 mitgereisten Lausitzer Fans das 2:0 (9.). In der gelb-blauen Kurve sagen die Anhänger: „Wir gewinnen sowieso, auf Dynamo“. Aber diesmal hatten sie die Rechnung ohne die Eislöwen gemacht. Denn die Stewart-Schützlinge schlugen nur zwei Minuten später erstmals zurück. Arturs Kruminsch bekam den Puck von Petr Macholda, tankte sich vors Tor und überwand auch den schon am Boden liegenden Franzreb. Und die Hausherren fighteten weiter, blieben bissig und machten Druck. Mit einem eiskalten Distanzschuss sorgte in der 16. Minute für den Ausgleich. Nun begann die Partie von vorn. Dabei zeigte sich Kevin Nastiuk im Dresdner Gehäuse einmal mehr als sicherer Rückhalt.

Mit dem nächsten tollen Solo sorgte Mirko Sacher unmittelbar nach der Pause für das 3:2 (21.) und damit die erste Führung der Blau-Weißen. Fünf Minuten darauf netzte Steven Rupprich zum zweiten Mal ein und baute die Führung auf 4:2 aus. Füchse-Trainer Hannu Järvenpää nahm eine Auszeit, versuchte, sein Team wieder auf Linie zu bringen. In der 35. Minute gab es dann aus Lausitzer Sicht einen Aufreger, als Martin Davidek mit etwas hohem Stock André Mücke in die Bande checkte und verletzte. Weil die Schiedsrichter das nicht ahndeten, regten sich Järvenpää und Co-Trainer Robert Hoffmann lautstark auf. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung ging es in die Kabine.

Zwar versuchten die Gäste im Schlussdrittel alles, um vielleicht das Blatt noch zu wenden, doch die Eislöwen ließen das nicht mehr zu. Dabei hatte Mirko Sacher in der 52. Minute sogar die Chance zum 5:2, doch nachdem die Schiris den Videobeweis zu Rate gezogen hatten, war es kein Tor. In den Schlussminuten wurde es noch einmal hektisch, als einige Spieler aneinandergerieten und die Fäuste sprechen ließen. Zwei Minuten vor dem Ende machten die Gastgeber dann endgültig alles klar: Juuso Rajala beförderte in Unterzahl den Puck ins leere Gehäuse zum 5:2.

Nun tönten Dresdner Fangesänge durch die Halle: „Oh, wie ist das schön“, jubilierten die Anhänger und feierten ihr Team. Alexander Höller freute sich: „Wir sind zwar wieder schlecht gestartet, haben aber Charakter gezeigt und das Momentum auf unsere Seite gezogen.“ Und Steven Rupprich, der zum „Besten Spieler“ auf Seiten der Eislöwen gekürt wurde, meinte: „Wir haben uns anfangs zwei große Patzer erlaubt, die nicht passieren dürfen. Dann aber haben wir konzentriert in der eigenen Zone gestanden und Druck nach vorn gemacht. Natürlich hat so ein Derby auch was mit Prestige zu tun. Aber mit Blick auf die Tabelle waren die Punkte sehr wichtig.“

Hannu Järvenpää gab zu: „Die Eislöwen wollten diesmal den Sieg ein bisschen mehr als wir. Beide Teams haben sich einen harten Kampf geliefert.“ Bill Stewart lobte seine Schützlinge: „Es war ein sehr emotionales Spiel, den Fans wurde alles geboten. Es war schon ein Vorgeschmack auf die Play-offs. Wir haben Charakter gezeigt und das ist ein erster wichtiger Schritt für uns.“

Von Astrid Hofmann