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Sport Regional Dresden Titans können noch gewinnen
Sportbuzzer Sport Regional Dresden Titans können noch gewinnen
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19:42 11.11.2018
Dresdens Robert Kujundzic (r. gegen Johannes Konradt) war am Sonntag der Matchwinner.
Dresdens Robert Kujundzic (r. gegen Johannes Konradt) war am Sonntag der Matchwinner. Quelle: Steffen Manig
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Dresden

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier? Von wegen! Zum Glück für die Dresden Titans blieb ihnen am Sonntag gegen die Itzehoe Eagles ein Déjà-vu erspart. Obwohl sie wieder einmal lange führten, drohte den Spielern von Trainer Nenad Josipovic zwar Sekunden vor dem Ende erneut eine bittere Niederlage, doch diesmal glichen sie noch durch Daniel Kirchner zum 83:83 aus und markierten 0,3 Sekunden vor dem Ende durch Robert Kujundzic den siegbringenden Korb zum 85:83. Damit rückten sie vom vorletzten auf den achten Platz vor – und fanden vor allem den Glauben wieder, auch enge Spiele gewinnen zu können.

In der Anfangsphase lief es für die Titans vor 970 Zuschauern in der Margon-Arena richtig prima: 32:18 hieß es nach dem ersten Viertel, vor allem Luka Kamber traf oft. „Das war offensiv und defensiv sehr gut von uns“, blickte Coach Josipovic später zurück. Doch mit dem zweiten Viertel, in dem er die Starting Five schonte, konnte der Kroate nicht zufrieden sein. Denn das endete beim Spielstand von 47:47, die Gäste waren wieder dran. „Für meinen Geschmack waren 47 Punkte gegen uns zu viele“, kritisierte der Coach die Abwehrarbeit.

Doch mit einer „Energieleistung“ (O-Ton Josipovic) gingen die Dresdner im dritten Viertel wieder in Führung – 64:60 hieß es an dessen Ende. Gar 70:62 lagen sie im Schlussabschnitt schon in Front, als Helge Baues einen Schnellangriff und einen Freiwurf zu drei Punkten nutzte. Doch dann klemmte es im Angriff, und Itzehoe drehte das Spiel vor allem dank des treffsicheren Flavio Stückemann, dem per Dreier die 76:75-Führung gelang. Jetzt mussten die Titans bangen, drohte ihnen die vierte Niederlage in Folge. Doch als Kujundzic beim Dreierversuch gefoult wurde, verwandelte er alle drei Freiwürfe zum 81:81. Stückmanns mittels Freiwürfen erzieltes 81:83 glich Daniel Kirchner aus. Dann verließ Stückemann das Wurfglück, und noch 17,7 Sekunden blieben den Titans für einen letzten Angriff. Als Kujundzic einen Wimpernschlag vor der Schlusssirene den Ball versenkte, war in der Halle die Hölle los. „Wir haben dreimal knapp verloren, diesmal hat Gott ein Auge auf uns gehabt“, atmete Nenad Josipovic tief durch.

Punktbeste Dresdner: Watkins/Kamber je 17, Kujundzic/Baues je 11, Wendler 9.

Von Jochen Leimert