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Sport Regional Dresden Monarchs erreichen GFL-Halbfinale: 51:19-Sieg über Kempten
Sportbuzzer Sport Regional Dresden Monarchs erreichen GFL-Halbfinale: 51:19-Sieg über Kempten
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14:54 23.09.2018
Die Dresden Monarchs bejubeln den klaren Sieg über Kempten. Quelle: Jochen Leimert
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Dresden

Die Dresden Monarchs haben es geschafft: Dank eines unerwartet deutlichen 51:19-Erfolges über die Allgäu Comets haben sich die Footballer aus Sachsens Landeshauptstadt für das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Vor knapp 3000 Fans im Heinz-Steyer-Stadion war das Team von Trainer Ulrich Däuber den Gästen aus Kempten deutlich überlegen und gewann auch in der Höhe verdient.

Däuber war nach dem starken Auftritt seiner Jungs sehr zufrieden: „Wir haben auf den Sieg gehofft, aber nicht gedacht, dass er so klar ausfallen würde. Aber wir wussten, dass sich unsere Offense – wenn überhaupt – nur selber stoppen kann.“ Man habe zwar die Qualität einiger Offensivkräfte der Gäste gekannt, „andererseits war es so, dass das Spiel hier nie gefährdet war“, sagte Däuber nach dem Ende der Viertelfinal-Partie. Viel hatte er nicht an der Leistung seiner Jungs zu meckern: „Sicherlich müssen wir bei den letzten zwei Touchdowns der Allgäuer besser spielen, sinnvoller spielen, aber es war ja nie knapp.“

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Monarchs-Präsident Sören Glöckner freute sich ebenso: „Alles ist nach Plan verlaufen. Es war ein tolles Spiel auf hohem sportlichen Niveau und vor einer tollen Kulisse. Ich glaube, wir haben alles geboten, was so ein Spiel bieten muss und haben unsere Favoritenrolle auch ausgespielt.“ Letzteres sei in den vergangenen Jahren nicht so selbstverständlich gewesen – „meistens hatten wir damit Probleme“, so Glöckner.

In einer einseitigen Partie landete Glen Toonga im ersten Viertel nach einem Zwei-Yard-Lauf den ersten Dresdner Touchdown. Florian Finke erhöhte per Kick auf 7:0. Dann lief Quarterback Trenton Norvell im zweiten Viertel zu großer Form auf, schickte Mitchell Paige und Chris Genau mit Pässen in die Endzone, Finke legte jeweils den Zusatzpunkt nach. Zwischendurch hatten die Comets durch Spencer Cutlan einmal verkürzen können.

Doch im dritten Viertel war es wieder der US-Amerikaner Norvell, der mit zwei kurzen Pässen Paige und dann auch noch einmal mit einem weiteren Wurf Mike Schallo auf die Reise schickte – das brachte weitere drei Touchdowns für die Gastgeber, die sich auch auf ihren Kicker Finke verlassen und alle möglichen Zusatzpunkte einheimsen konnten.

Im Schlussabschnitt ließ die Konzentration der Hausherren dann spürbar nach. Kempten kam noch einmal etwas heran – Feti Manoka holte zweimal sechs Punkte, nachdem Jacob Templar nach einem 59-Yard-Pass von Ferras El-Hendi zuvor auf 49:7 für Dresden erhöht hatte. Mit einem Safety beendeten die „Königlichen“ dann die Partie und feierten ausgelassen den Halbfinal-Einzug mit ihren Fans. Däüber dankte den Anhängern und den Cheerleadern für die Unterstützung: „Die Stimmung war heute wieder geil.“

Auf die Unterstützung ihrer Fans hoffen die Dresdner Footballer nun auch am kommenden Sonnabend in Schwäbisch Hall. Beim Titelverteidiger, der in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat und auch sein Viertelfinale gegen Köln mit 37:14 klar gewann, brauchen die Sachsen einen Sahnetag, um das Endspiel zu erreichen. In den letzten Jahren erwies sich das Team aus Baden-Württemberg mehrfach als Stolperstein. Doch jede Serie reißt einmal – auch eine schwarze währt nicht ewig.

Von Jochen Leimert