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Sport Regional Achter aus Eindhoven siegt auf der Elbe
Sportbuzzer Sport Regional Achter aus Eindhoven siegt auf der Elbe
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20:55 19.08.2018
Das Team aus Eindhoven mit Deborah Walther (5. v. l.) freut sich über den Sieg. Quelle: S. Manig
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Dresden

Diesmal mussten sich die Lokalmatadoren geschlagen geben. Bei der zweiten Auflage des „TK Dresden Rowing Cup“ erkämpfte sich der Ruder-Achter aus dem niederländischen Eindhoven den Sieg und verwies die Recken der TU Dresden nur den zweiten Platz. Auf Rang drei im Feld der neun Boote aus Partnerstädten der sächsischen Landeshauptstadt kam die erste Garnitur aus St. Petersburg. Damit wurde auf dem Wasser der Elbe die tags zuvor auf dem Ruder-Ergometer ausgetragene Startreihenfolge auf den knapp sechs Kilometern zwischen dem Blauen Wunder und dem Terrassenufer ganz schön durcheinandergewirbelt. Denn die Pole Position hatten sich die Männer aus Coventry (belegten Platz sechs) erkämpft, dahinter konnten sich Eindhoven, Hamburg, Dresden und Breslau die besten Ausgangspositionen erarbeiten. St. Petersburg landete auf dem Ergometer nur auf Rang sieben, lieferte aber dann ein starkes Rennen auf dem Wasser ab.

Zu den Erfolgsgaranten der Holländer gehörte natürlich Steuerfrau Deborah Walther. Die gebürtige Dresdnerin manövrierte ihre Crew richtig gut, fand die beste Fahrlinie. „Dabei war es am Start ziemlich chaotisch. Wir haben von dem MDR-Begleitboot eine ziemliche Welle abbekommen und da ging es mit der eigentlichen Ideallinie, die ich mir zurechtgelegt hatte, anfangs in die Hose“, gestand die 22-Jährige im Ziel lachend. So führte zwischenzeitlich der TU-Achter, doch im richtigen Moment setzte Eindhoven den Zwischenspurt an und hatte im Ziel sogar über 30 Sekunden Vorsprung vor den Einheimischen. Den neunten und damit letzten Platz belegten übrigens die chinesischen Gäste aus Hangzhou.

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Allein an ihren Steuerkünsten wollte die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Deborah Walther den Sieg nicht festmachen. „Eigentlich haben wir noch Sommerpause, doch die Jungs haben das schon ernst genommen und extra eine Woche zuvor jeden Tag trainiert. Sie sind alle Leistungssportler“, verriet Deborah Walther, die seit drei Jahren in den Niederlanden studiert. „Es war total cool, ich schwebe gerade auf Wolke sieben“, gab sie schmunzelnd zu.

Unter den Zuschauern waren übrigens auch die Dresdner Ruder-Ikonen Hans Eckstein, Dieter Grahn und Dieter Schubert. Olympiasieger Grahn, der auch lange als Bundestrainer arbeitete, meinte gegenüber den DNN: „Es ist schön, dass Rudern damit hier wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Natürlich kann man das Event noch weiter verbessern.“ Das sieht auch Organisationsleiter Lars Krisch so: „Auch aus der zweiten Auflage nehmen wir wieder neue Erfahrungen, Ansätze und Ideen mit. Wir wollen den Cup im ruder-Kalender etablieren und freuen uns, dass uns die Teams signalisiert haben, wieder dabei zu sein.“

Von Astrid Hofmann