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Umland Zwei neue Gebäude am Augustusweg in Radebeul stoßen auf Kritik
Region Umland Zwei neue Gebäude am Augustusweg in Radebeul stoßen auf Kritik
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12:02 03.10.2019
Das erste der beiden Mehrfamilienhäuser am Augustusweg Ecke August-Bebel-Straße ist bereits im Bau. Quelle: Silvio Kuhnert
Radebeul

Das Transparent mit der Aufschrift „Rettet unsere Gartenstadt“ ist vom Kran wieder entfernt. Das Objekt, gegen das sich die Protestaktion von Radebeulern richtet, wächst weiter in die Höhe. An der Ecke von Augustusweg und August-Bebel-Straße befindet sich ein Mehrfamilienhaus mit sechs Eigentumswohnungen im Bau. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ein weiterer Neubau mit neun Eigentumswohnungen geplant.

Die Mietpreise steigen

„Die Gestaltung der Neubauten entspricht weder dem Charakter einer Villen- und Gartenstadt noch ist das Preisniveau sozialverträglich“, kritisieren Anwohner im Stadtteil Oberlößnitz. Sie sehen durch diese Gebäude den individuellen Charakter Radebeuls gefährdet, „sowohl aus ästhetischer, sozialer als auch aus ökologischer Sicht“. Architektur und Größe der beiden Häuser missachtet ihrer Meinung nach die Gestaltungsrichtlinien der Lößnitzstadt für Neubauten.

Laut Immobilienbüro kostet der Quadratmeter 4690 Euro beim Kauf einer der zwischen 74 und 117 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen in dem derzeit in Bau befindlichen Haus. Die Anwohner befürchten, dass Radebeul sich immer mehr zu einem Pflaster für Vielverdiener und Investoren entwickelt, weil nur noch sie die überhöhten Immobilienpreise zahlen könnten. Diese hohen Preise schlagen sich auf das Mietniveau nieder, das ebenfalls in ganz Radebeul steigt.

CDU bringt Antrag ein

Unterstützung für ihre Protestaktion erhalten sie von Stadtrat Martin Oehmichen (Bürgerforum/Grüne): „Das ständige Schaffen von teuren Eigentumswohnungen hat auch in Radebeul direkte Auswirkungen auf die Mietpreise. Für Familien oder Geringverdienende ist das Finden einer finanzierbaren Wohnung zunehmend erschwert bis unmöglich“, geißelt auch er im Internetportal Facebook.

Um den besonderen Charakter von Radebeul als Villen- und Gartenstadt zu bewahren, will es die CDU-Stadtratsfraktion nicht bei Appellen belassen. Sie hat bereits einen Antrag auf Erarbeitung einer Erhaltungssatzung für die Stadtteile Ober- und Niederlößnitz in den Stadtrat eingebracht. Über diese Satzung soll die Stadt Einfluss beispielsweise auf Kubatur, Dachformen und -eindeckungen, Fensterformate oder Fassadengestaltung von Gebäuden nehmen können. „Damit kann einer ungebremsten Gebietsentwicklung Einhalt geboten werden“, heißt es in dem CDU-Antrag.

Von Silvio Kuhnert

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