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Umland Zeitzeugen von Patty Frank gesucht
Region Umland Zeitzeugen von Patty Frank gesucht
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16:37 13.09.2019
Patty Frank (r.) war der erste Museumsdirektor des Karl-May-Museums. Vor über 60 Jahren ist er verstorben. Quelle: Foto: Karl-May-Museum Radebeul
Radebeul

Mit einem Petty Frank Tag erinnert das Karl-May-Museum in Radebeul an diesem Sonntag an seinen ersten Museumsdirektor. „Im Rahmen von Gesprächsrunden suchen wir Zeitzeugen, die über ihre Erinnerungen mit Patty Frank sprechen“, teilte Museumssprecher Kevin Sternitzke mit.

Vor über 60 Jahren starb der Wiener Zirkusartisten Ernst Tobis (1876–1959) – bekannt unter seinem Künstlernamen „Patty Frank“. „Sein Leben war ein echtes Abenteuer. Im Zuge seiner Akrobatenkarriere reiste er um die Welt und brachte vor allem indianische Artefakte aus Nordamerika mit“, berichtete Sternitzke. Diese bildeten die Basis für das Karl-May-Museum.

Seit seiner Jugend war Patty Frank begeistert von Karl Mays Abenteuergeschichten und vor allem von den indigenen Kulturen Nordamerikas. Im Laufe seines Lebens trug er eine umfangreiche Sammlung von Kunst- und Alltagsgegenständen der Native Americans zusammen. Nach einer Begegnung mit Klara May, der Witwe des berühmten Abenteuerschriftstellers, hegte er den Wunsch, seine gesammelten Gegenstände einem Museum zu Ehren des berühmten Sohns von Radebeul zur Verfügung zu stellen.

Im Jahr 1926 erwarb Klara May die komplette Sammlung Patty Franks und ließ im Garten der „Villa Shatterhand“ ein Gebäude im Stil eines amerikanischen Blockhauses errichten. Die „Villa Bärenfett“ diente als Museum und zugleich als Wohnung Patty Franks. Ab 1928 arbeitete und lebte er dort als Museumsdirektor.

„Seine allseits beliebten Führungen durchs Museum begannen meist mit einem spannenden Bericht aus dem Wilden Westen und zogen große aber auch vor allem kleine Indianerfans aus der ganzen Region an“, so Sternitzke. Bis zu seinem Tod 1959 bewahrte er die Indianersammlung.

Das Karl-May-Museum möchte Erinnerungen und Anekdoten über Patty Frank sammeln und dokumentieren und sucht Zeitzeugen, die von ihren persönlichen Erlebnissen mit ihm berichten können. Alle Personen, die Patty Frank noch kennenlernen durften, sind an diesem Sonntag ab 14 Uhr zu einem Erzählcafé mit Kaffee und Kuchen ins Museum eingeladen.

Von Silvio Kuhnert

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