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Umland Wolfsriss mitten im Dorf: Bautzens Landrat Harig platzt der Kragen
Region Umland Wolfsriss mitten im Dorf: Bautzens Landrat Harig platzt der Kragen
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14:09 12.09.2019
Symbolbild Quelle: Archiv/dpa
Bautzen

Nach dem jüngsten Riss ei­nes Schafs in der Oberlausitz hat sich der Bautzener Landrat Michael Ha­rig (CDU) erneut für ein deutlich härteres Durchgreifen gegen den Wolf ausgesprochen. Die im April in Sachsen in Kraft getretene Wolfsverordnung sei nicht ausreichend, lautet die zentrale Kritik.

Bei der erneuten Attacke in Säuritz (Panschwitz-Kuckau) hatte am Sonnabendmorgen ein Wolf einen großen Schafbock von einer Weide durch die Ortschaft getrieben. An­schließend habe er das Tier direkt an der Dorfstraße gerissen und zur Hälfte verspeist, heißt es in ei­ner Schilderung. Zudem hätten An­wohner den Angreifer kurze Zeit später noch auf einem nahen Steinhügel beobachten können, bevor er schließlich verschwunden sei.

Weil an der Weide der Mindestschutz nicht erfüllt war, sei nicht mit einer Entschädigung für den Züchter zu rechnen. Michael Harig, zu­gleich Chef des Kreisverbandes der Union in Bautzen, wertet den Vorfall zudem als weiteren Beleg dafür, dass Wölfe ihre Scheu ablegen. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass ein Wolf mitten in einer Siedlung seinen Beutezug durchführen kann und keinerlei Scheu zeigt“, sagt der Landrat.

Der neuen Wolfsverordnung fehle es an „Biss“, moniert der Politiker. Er gehe davon aus, dass durch die Fachstelle Wolf als zuständige Be­hörde auch in diesem Fall kein Ab­schuss empfohlen werde. Dies sei Voraussetzung, damit das Landratsamt als zuständige Behörde handeln könne. „So geht es nicht weiter“, er­klärt Michael Harig.

Verärgert zeigt sich derweil auch Markus Kreuz (ebenfalls CDU), der Bürgermeister von Panschwitz-Kuckau: „Von dem Versprechen, dass sich mit der neuen Wolfsverordnung Konflikte vermeiden oder rechtssicher lösen lassen, spüren die Menschen vor Ort leider nichts.“ CDU-Kreischef Michael Ha­­­rig verweist in diesem Zusammenhang auf den Riss von 36 Schafen in Schönau, einem Ortsteil von Ralbitz-Rosenthal, Ende Ju­li. Dabei sei ein durch ein Damwildrudel eingedrückter Zaun der Grund gewesen, um ein Eingreifen des Landratsamtes zu versagen.

Von seko

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