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Umland Winzer beginnen mit Weinernte in Sachsen
Region Umland Winzer beginnen mit Weinernte in Sachsen
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13:25 21.08.2019
Wackerbarth-Weinbauleiter Till Neumeister (r.) erklärt den Azubis Hoangthien Nguyen (m.) und Hannes Maaß, woran sie den Reifegrad der Trauben erkennen können. Quelle: Lars Müller
Radebeul

Erste sächsische Winzer in Sachsen haben mit der Weinlese begonnen. Im Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul werden seit Dienstag Trauben der Rebsorte Solaris von den Reben geschnitten. Die Ernte startete 15 Tage später als im Hitzejahr 2018. Nach Angaben von Weinbauleiter Till Neumeister werden die ersten Trauben zunächst für Federweißer benötigt werden.

Weintrauben hängen auf dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth vor dem Belvedere in Rabebeul. Ähnlich zeitig wie im Vorjahr beginnt im Elbtal die Ernte der frühen Sorten – die Winzer rechnen mit einem guten Jahrgang. Quelle: dpa-Zentralbild

Der frisch vergorene Traubenmost soll schon am Freitag zum Kammermusikabend „Philharmonic Flair“ sowie zu den Tagen des offenen Weinguts am Wochenende den Gästen ausgeschenkt werden. Ein Teil des Solarismostes werde ferner als Verschnittwein für Cuvées genutzt. Ab der kommenden Woche will das Staatsweingut laut Neumeister mit der Ernte erster Keltertrauben für sortenreine Weine des Jahrgangs 2019 beginnen. Gestartet wird mit Goldriesling und Frühburgunder.

Kein Mangel an Lesehelfern

Danach folgen unter anderen Trauben für Sekte, die eine höhere Säure benötigen. Um einen Mangel an Lesehelfer macht sich Neumeister übrigens keine Sorgen. Es gebe im sächsischen Elbland genügend Leute, die bei der Weinernte mithelfen wollen.

Den Klimawandel sieht der Winzer aktuell noch gelassen. Er hält es für möglich, dass bisher eher aus dem Süden bekannte Rebsorten wie Syrah oder Merlot künftig auch auf sächsischen Steillagen stehen könnten. Dass bisher hier bekannte Sorten auf schon absehbare Zeit von sächsischen Weinbergen verschwinden, glaubt er indes nicht. Letztendlich entscheide jede Betrieb aber selbst, welche Rebsorten er pflanzt, betont Neumeister. Neue Reben bringen nach etwa drei Jahren wirtschaftlichen Ertrag und werden üblicherweise rund 30 Jahre genutzt, wobei einige Winzer auch auf ältere Reben schwören.

Gute Voraussetzungen für guten Weinjahrgang

Wie der Weinjahrgang 2019 wird, will Neumeister jetzt noch nicht sagen. Die Voraussetzungen seien bisher aber gut, die Trauben auf den Wackerbarth-Bergen seien gesund. Neumeister weiß jedoch aus jahrelanger Erfahrung, dass etwa Gewitter oder Dauerregen im Herbst den Winzern die Ernte noch vermiesen kann - bis zu der Stunde, zu der die letzte Traube in der Presse ist.

Bereits in den zurückliegenden Monaten gab es lokale Hagelschäden in Weinbergen bei Meißen und Pillnitz. Gravierende Ausfälle wird es aber wohl nicht geben. Mit der Weinlese beginnt in dieser Woche auch Sachsens größtes Privatweingut Schloss Proschwitz. Unternehmenssprecherin Alexandra zur Lippe sagte der dpa, zuerst werde Frühburgunder in der Lage „Kloster Heilig Kreuz“ in Meißen geerntet. Andere Winzer peilen einen Erntebeginn Ende August bis Anfang September an.

Von Lars Müller

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