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Umland Wildgehege bekommt neuen Weißen Hirsch
Region Umland Wildgehege bekommt neuen Weißen Hirsch
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10:09 05.08.2019
Zu einem prächtigen Bullen soll sich der Junghirsch in Moritzburg entwickeln.
Zu einem prächtigen Bullen soll sich der Junghirsch in Moritzburg entwickeln. Quelle: Thomas Golz
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Moritzburg

Das Wildgehege Moritzburg bekommt einen neuen Weißen Hirsch. Wildgehege-Leiter Ronald Ennersch hofft, das zwei Jahre alte Jungtier aus Nordbrandenburg Ende dieses Monats oder Anfang September in Empfang nehmen zu können. „Ein Transport ist jetzt noch nicht möglich“, berichtet er. Denn das Geweih des Hirsches ist noch von Bast ummantelt.

Junge Hirsche reiben sich diese Geweihhaut. In der Natur nehmen sie sich dafür Bäume und Sträucher zur Hilfe. Würde man in dieser Zeit einen Transport unternehmen, wäre die Verletzungsgefahr für den Hirsch viel zu groß. Deshalb wird er die Fahrt von der Elch- und Rentierfarm in Kleptow nach Moritzburg erst dann antreten, wenn sein Geweih blank ist.

Die Zeit bis dahin möchte Ennersch und sein Team nutzen, um für die Weißen Hirsche – zwei Kühe leben bereits in Moritzburg – ein neues Gehege zu bauen. Es soll im Zentrum des rund 40 Hektar großen Areals liegen. Besucher könnten so die Tiere besser beobachten, so Ennersch. Aber auch die Mitarbeiter haben sie aus Sicherheitsgründen besser im Blick.

In der Silvesternacht 2013 wurde ein stattlicher Weißer Hirsch wahrscheinlich von Trophäenjägern erschossen und enthauptet. Sein 2014 geborener Sohn musste Ende vergangenen Jahres eingeschläfert werden. Nachdem ihn Besucher gefüttert hatten, war er schwer erkrankt. Er litt an einer schweren Lungenentzündung und akutem Nierenversagen.

Ennersch hofft, dass die Zahl der Weißen Hirsche in Moritzburg weiter wächst. Denn der Hirschbulle soll für Nachwuchs sorgen. „Vielleicht paart er sich mit den beiden Kühen noch in diesem oder im nächsten Jahr“, so der Wildgehege-Leiter.

Den Weißen Junghirsch bekommen die Moritzburger im Tausch für Elchkuh Elli. Die Mitarbeiter des Wildgeheges mussten sie vor wenigen Wochen zu Thomas Golz nach Kleptow bringen. Die Gefahr war zu groß, dass sie in ihrem Gehege vom Elchbullen tödlich verletzt werde. Der Bulle musste jedoch vor wenigen Tagen wegen Krankheit eingeschläfert werden. Das Wildgehege Moritzburg möchte nun eine neue Elchzucht aufbauen.

Von Silvio Kuhnert