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Umland Wie viel Ertrag bringt das Weinjahr in Sachsen?
Region Umland Wie viel Ertrag bringt das Weinjahr in Sachsen?
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21:28 09.10.2019
Auch im Staatsweingut Schloss Wackerbarth hängen die Weintrauben zur Ernte bereit. Wie die Lese im Elbtal ausfällt, darüber gibt es unter Winzern und Verbänden noch Uneinigkeit. Quelle: Sebastian Kahnert/zb/dpa
Meißen/Bodenheim

Das Deutsche Weininstitut (DWI) erwartet in diesem Jahr für Sachsen eine mengenmäßig überdurchschnittlich gute Weinernte. In einer jetzt veröffentlichten Prognose geht das DWI mit Sitz in Bodenheim bei Mainz von etwa 2,7 Millionen Litern Wein aus. Das entspräche einem Plus im Vergleich zum Zehn-Jahres-Durchschnitt (2009 bis 2018) von satten 30 Prozent.

In den meisten anderen Anbaugebieten wird laut derselben Prognose mit geringeren Erträgen als üblich gerechnet – im Anbaugebiet Saale-Unstrut sogar mit einem Minus von knapp 20 Prozent im langjährigen Vergleich. Als Gründe für bundesweite Ertragseinbußen nennt das DWI den zweiten trockenen Sommer in Folge, Sonnenbrand auf den Trauben sowie regional aufgetretene Hagelschäden.

Sächsische Winzer erwarten um bis zu 20 Prozent geringere Erträge

Genau diese Probleme nennen auch sächsische Winzer, wenn sie danach gefragt werden. Erfahrene Winzer erwarten deshalb um bis zu 20 Prozent geringere Erträge im Vergleich zu Durchschnittsjahren und verweisen auf lockerbeerige Trauben mit kleinen Beeren auf vielen Weinbergen.

Die siebenjährige Mostprinzessin Lilly erntet Trauben während der Auftaktveranstaltung der Weinlese der Sächsischen Winzergenossenschaft am Talkenberger Hof. Quelle: dpa

Der Weinbauverband Sachsen dämpft die Prognose des DWI ebenfalls. Vorstand Michael Thomas erklärte: „Es ist noch nicht alles gelesen in Sachsen. Zum aktuellen Zeitpunkt gehen wir von einer Lesemenge voraussichtlich etwas unter dem guten Vorjahresergebnis (2,55 Millionen Liter), aber über dem langjährigen Mittel (2,08 Millionen Liter) aus.“

Erwartete Erntemenge ermöglicht keine Rückschlüsse auf Qualität

Ein Sprecher des Deutschen Weininstituts konnte die widersprüchlichen Angaben nicht erklären. Die Prognose des DWI beruhe auf zugelieferten Angaben des Deutschen Weinbauverbandes vom 27. September und letztendlich auf Schätzungen von einzelnen Unternehmen aus den 13 deutschen Anbaugebieten, sagte er. Das DWI ist die zentrale Kommunikations- und Marketingorganisation der deutschen Weinwirtschaft, die deutsche Weine und Sekte im In- und Ausland mit verschiedenen Marketinginstrumenten bewirbt.

Die erwartete Erntemenge lässt generell noch keine Rückschlüsse auf die zu erwartende Qualität des Jahrgangs zu. Weinstöcke und damit auch die Trauben haben unter Trockenheit und Hitze gelitten, was den Kellermeistern abermals viel Kompetenz abverlangt. Ihre definitiven Ernteergebnisse müssen die Winzer dem sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bis Jahresende melden.

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Von Lars Müller

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